Monatsarchiv: Februar 2009

Yarn Bombing / Knit Graffiti

Hier ein weiteres Beispiel für alternative Streetart:

Yarn Bombing / Knit Graffiti oder auch Urbanes Stricken

Subversive Kunstform, international auch unter dem Begriff “yarn bombing” oder “knit graffiti” bekannt.
Traditionelle Kunsthandwerk-Techniken wie stricken (knitting) und häkeln (crocheting) werden in
einem neuen künstlerischen Kontext verwendet. Der öffentliche Raum wird mit gestrickten oder gehäkelten Hüllen oder Accessoires verschönert. Weiterlesen

Freundliche Gesten der BVG

freundliche fahrscheine

Stell Dir vor, wir wären bei “Wünsch Dir was!” und die BVG würde solche Fahrscheine ausgeben (- ganz genau hinkieken). Schöner wärs wenns schöner wär, wie?

Die Idee ist schon etwas älter (siehe Datum auf den Tickets) und ist entstanden im Zuge unserer Diplomarbeit “Operation 030” – ein Berliner Versuch der Weltverbesserung.

Vielleicht stolpert ja ein Marketingberater der BVG darüber.

*SR

Kulinarisches Kino – Slow Food auf der Berlinale

Schon zum dritten Mal in Folge ist “Slow Food” Partner der diesjährigen Berlinale. Noch bis 13. Februar können Interessierte im Rahmen des Kulinarischen Kinos Filmgenuss mit leiblichem Wohl kombinieren. Gekocht wird aus feinsten regionalen Zutaten, ganz im Sinne der Bewegung und ihrer Prinzipien “Gut, sauber, fair”. Den “Slow Food“-Erzeugern und -Essern geht es nicht nur um “Bio”, sondern um Herkunft, die Wege der Nahrung sowie die Arbeitsbedingungen, unter denen Nahrungsmittel erzeugt werden.

foodinc_pmedia1Die UNO hat in ihrem Weltagrarbericht im April 2008 empfohlen, die Verfügbarkeit von Lebensmitteln und ihrer Produktionsmittel vor Ort zu steigern und in nachhaltige, lokale, kleinbäuerliche Strukturen zu investieren. Es geht nicht mehr nur um Geschmack und Gesundheit, sondern um die Lebensgrundlagen Land, Wasser, Luft und Gene, die früher Gemeingut waren und heute Spekulationsobjekte auf den internationalen Märkten sind.

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Simplifizierung

Wie wir auch gerade in unserem Gründungsprozess immer wieder feststellen mussten, ist Vereinfachung oft die Lösung der meisten Probleme. Wohltuend auch bei stressverursachender Werbeüberdosierung:

*SR

via evoluzzer-blog.de

Reverse Graffiti / Green Graffiti

reverse graffiti crisis.org.ukPer Hochdruckreiniger und Schablonen werden Teile von schmutzigen Oberflächen gesäubert, sodass ein Negativbild entsteht. Alles was man braucht ist Wasser, Dampf und einen schmutzigen Untergrund – den gibt’s im öffentlichen Raum ja mehr als nötig. Demnach ist Reverse Graffiti grün, weil es auf Farben, Kleber, Folien oder ähnlich umweltbelastende Materialien verzichtet.

Es dauert ca. 6 Monate bis die gereinigten Flächen wieder verschmutzt und vom angrenzenden Untergrund nicht mehr zu unterscheiden sind.

“Im Rahmen der “Outsides”-Ausstellung in Wuppertal nahm sich der französische Künstler ZEVS eine Luftdruckpistole als Arbeitswerkzeug und reinigte den Satz “Ich darf die Mauern meiner Stadt nicht beschmutzen” gleich mehrfach auf eine stark beschmutzte Wand. “Reverse Graffiti” wird diese Art des selektiven Säuberns auch genannt.

Während sich ZEVS noch im sicheren Rahmen einer von Red-Bull-finanzierten Ausstellung bewegte, rief Alexandre Orion aus Sao Paulo eine Reaktion der Stadt hervor. Er suchte sich eine Fußgängerunterführung seiner Stadt aus, um in die rußverschmutzte Wand ein langes aus Totenköpfen-bestehendes Wandbild zu putzen. Weil die Stadt ihn rechtlich nicht belangen konnte, ließ sie kurzerhand die Wand von der Feuerwehr ganz säubern.

mooseWeniger humorlos zeigten sich die öffentlichen Stellen im Falle von Moose aus Leeds / Großbritannien, der als einer der Begründer dieses witzigen wie intelligenten Stadteingriffes gilt. Laut der Internetseite Inhabitat.com wurde er von der Stadt verurteilt, die betreffenden Stellen wieder zu säubern. Sie berief sich dabei auf den Anti-Social Behaviour Act. Es bleibt allerdings unklar, wie Moose dieses Kunststück vollbracht hat, die Mauern wieder so schmutzig wie vorher aussehen zu lassen.”

via: urbanophil

*SR

Viel zu tun

Wir als schwerst Existenzgründende würden sogar so weit gehen, zu behaupten “lots, lots and lots of work”.

*Puhchen*

*SR

Zu Tisch bitte!

paris table

Ein Tisch sollte stabil sein, mit einer Vase darauf gut aussehen und harmonieren mit den restlichen Möbeln im Raum. Aber es gibt keine Veranlassung, deswegen gleich einen Wald zu roden.
Die Tische von eboniste sind solide, geschmackvoll und aus 100% recycelter Ulme.
Man hat die Qual der Wahl zwischen dem elitären London Table, dem sexy Rio Table, dem sinnlichen Hollywood Table oder dem crème de la crème Modell Paris Coffee Table.
Sie sind alle ausgeklügelt durchdacht und mit raffiniertester Tischlereitechnik gefertigt, sodass Nägel nicht mehr vonnöten sind.
Also dann, frisch aufgetischt!

via ecofabulous.com

*SR

Green Graffiti oder die umweltfreundliche kreative Rückeroberung des öffentlichen Raums – Intro

Wir haben uns schon im Studium für Urban Art begeistern können. Vor allem die kreative Rückeroberung des öffentlichen Raums durch das Individuum war und ist unser Thema.

Auch in unserer Diplomarbeit “Operation 030″ haben wir die Thematik bereits verschiedenartig behandelt. Aus dem Motto “Die Stadt gehört Dir – mach was draus!” ist  z.B.das Pflastersteinset “Markier Dein Revier” entstanden.steine_packauf

Oder auch die “Sofortmaßnahmen”. Sie wollen direkt und schonungslos, aber nicht humorlos auf verschiedene Problemfelder und Missstände aufmerksam machen – Fragezeichen im öffentlichen Raum sein.

soziale_problemzoneNun sind aber Graffiti, Urban Art und Konsorten leider oftmals mit großen Umweltschweinereien (Aerosol, Kleber, etc.) verbunden.

Das muß doch nicht sein, finden wir.

In unserer Reihe “Urbane Umweltgestaltung / Green Graffiti” stellen wir zukünftig immer wieder Beispiele für umweltfreundliche Urban Art o.a. Green Graffiti als Alternative und Inspiration für den Einzelnen vor.

Noch ein guter Grund öfter mal vorbeizuschauen.

Horacio Salinas

*SR

Green Me

Kurze Mitteilung aus aktuellem Anlass:green me berlinale

Green Me ist eine umweltpolitische Filminitiative, die während der Berlinale im Februar 2009 ihre Mission, Mensch und Natur durch die Kraft des filmischen Erzählens einander näher zu bringen, Wirklichkeit werden lässt.

*SR