Baubotanik III & Lebende Möbel

© Peter Cook, http://www.pooktre.com/

© Peter Cook (Pooktre)

Im März hatte ich über eine Form der nachhaltigen Architektur, die Baubotanik, berichtet. Im seiner letzten Ausgabe stellte der Spiegel (Nr. 29/2009, S.114) das Team der “Entwicklungsgesellschaft für Baubotanik” vor – drei Doktoranden am Fachbereich “Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen” der Universität Stuttgart. Sie nutzen den lebendigen Baum als Baumaterial – einerseits hinsichtlich seines Wachstums – die Architekten beginnen den Bau, der Baum macht weiter – andererseits hinsichtlich seiner Tragfähigkeit – alle Kräfte von oben nach unten gehen durch das Holz. Ihr neuestes Projekt in Stuttgart: ein “Grünes Zimmer” – ein etwa 120 qm großer Pavillon für Ausstellungen und Konzerte.

Inspiriert wurden die Baubotanik von einer Kunstrichtung namens “Arborsculpture”, die versucht, Bäume durch Beschnitt und Aufpfropfen zu lebenden Skulpturen zu formen. In diesem Kontext ist auch das Projekt “Pooktre Tree Chair” zu sehen.

Während bei der Baubotanik und den hier vorgestellten Architekturprojekten auch “nicht wachsende” Materialien wie z.B. Stahl oder Stoff zum Einsatz kommen, besteht der “Pooktre Tree Chair” am Ende wirklich ausschließlich aus einem lebendigen Baum – eine Art Möbel herzustellen, die man durchaus als “Slow Furniture” bezeichnen könnte. Der Baum wurde 1998 gepflanzt.

© Jody Boyman

© Jody Boyman

Weitere skurrile Bilder von Bäumen, die unterschiedlichste Formen annehmen und sich diverse Gegenstände einverleiben, gibt es hier.

*NB

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