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Poster Pocket Plants ist eine Mischung aus alternativer Street Art, Guerilla Gardening und Adbusting und ein großartiger Beitrag zu unserer Serie “Urbane Gestaltung”. Die beiden “Erfinder” der Plakatbepflanzung, Eric Cheung und Sean Martindale, sehen sich als Rückeroberer des öffentlichen Raumes, der vorher massiv von Werbeflächen okkupiert wurde. Und die beiden möchten mit dieser Aktion alle dazu aufrufen, sich ebenfalls an der friedlichen Rückgewinnung des urbanen Raumes mit innovativen und inspirierenden Aktionen zu beteiligen. Sehr richtig – Taten sind gefragt. Denn ma los!
Mehr Bilder und die ganze Reportage gibt’s unter torontoist.com
via rebel:art
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Michael Neff Serie "Chalk"
Chalk Art ist eigentlich nichts anderes, als den öffentlichen Raum mit Kreide künstlerisch zu gestalten – und Kunst ist ja bekanntlich relativ.
Eigentlich eine sehr faire Angelegenheit, Kreide ist preiswert zu erwerben, leicht zugänglich (ich muß z.B. nur nach nebenan ins Kinderzimmer gehen) und auch umweltverträglich. Nur das Ergebnis ist dann unterschiedlich hochwertig.
An dieser Stelle seien ein paar Kreidekünstler vorgestellt, die die Strassenmalerei perfektioniert haben – z.B. Michael Neff und die Serie “Chalk” oder die 3D-Chalk Artists Edgar Mueller und Julian Beever.

Michael Neff Serie "Chalk"
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Hier hab ich noch ein paar außergewöhnliche Kunststücke zum Thema Moss Art / Moss Graffiti auf environmentalgraffiti.com gefunden.
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Dirty Car Art kann man durchaus als eine Form von Reverse Graffiti betrachten. Hierbei handelt es sich nämlich ebenfalls um partielle Reinigung von Flächen auf kreative Art – nur diesmal von dreckigen Autos. Die Marke spielt dabei keine Rolle. Drecksautokunst (frei übersetzt) hält für gewöhnlich bis zur nächsten Autowäsche oder zum nächsten Regenschauer.
Während die einen noch pädagogisch wertvoll “Saubär” oder “Dreckschwein” auf dreckige Autoscheiben malen, sind andere schon völlig jenseits von Gut und Böse – wie z. B. “der” Dirty Car Artist Scott Wade .
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Moss Graffiti wird mithilfe einer Stencilvorlage zugeschnitten und schließlich mit einem Zucker-Biergemisch an passender Stelle befestigt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes Green Graffiti und versinnbildlicht auch die Rückeroberung des öffentlichen Raumes durch die Natur (mit kreativer Unterstützung).
In der internationalen Street Art Szene ist Moos als nachwachsender Rohstoff und sich ausbreitendes Material schon länger bekannt. Dennoch fristet es nach wie vor ein Schattendasein, besonders hierzulande ist man noch nicht so recht auf seine Vorzüge aufmerksam geworden. Obwohl doch hier die idealen Witterungsverhältnisse herrschen. Aber jetzt wissen ja alle bescheid und deshalb haben wir hier auch noch ein schniekes Tutorial zum Selbermachen eines Moss Graffitis.
An dieser Stelle seien auch noch zwei wunderbare Moss Artists vorgestellt – Anna Garforth und Edina Tokodi:
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Hier ein weiteres Beispiel für alternative Streetart:
Yarn Bombing / Knit Graffiti oder auch Urbanes Stricken
Subversive Kunstform, international auch unter dem Begriff “yarn bombing” oder “knit graffiti” bekannt.
Traditionelle Kunsthandwerk-Techniken wie stricken (knitting) und häkeln (crocheting) werden in einem neuen künstlerischen Kontext verwendet. Der öffentliche Raum wird mit gestrickten oder gehäkelten Hüllen oder Accessoires verschönert. (weiterlesen…)
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Per Hochdruckreiniger und Schablonen werden Teile von schmutzigen Oberflächen gesäubert, sodass ein Negativbild entsteht. Alles was man braucht ist Wasser, Dampf und einen schmutzigen Untergrund – den gibt’s im öffentlichen Raum ja mehr als nötig. Demnach ist Reverse Graffiti grün, weil es auf Farben, Kleber, Folien oder ähnlich umweltbelastende Materialien verzichtet.
Es dauert ca. 6 Monate bis die gereinigten Flächen wieder verschmutzt und vom angrenzenden Untergrund nicht mehr zu unterscheiden sind.
“Im Rahmen der “Outsides”-Ausstellung in Wuppertal nahm sich der französische Künstler ZEVS eine Luftdruckpistole als Arbeitswerkzeug und reinigte den Satz “Ich darf die Mauern meiner Stadt nicht beschmutzen” gleich mehrfach auf eine stark beschmutzte Wand. “Reverse Graffiti” wird diese Art des selektiven Säuberns auch genannt.
Während sich ZEVS noch im sicheren Rahmen einer von Red-Bull-finanzierten Ausstellung bewegte, rief Alexandre Orion aus Sao Paulo eine Reaktion der Stadt hervor. Er suchte sich eine Fußgängerunterführung seiner Stadt aus, um in die rußverschmutzte Wand ein langes aus Totenköpfen-bestehendes Wandbild zu putzen. Weil die Stadt ihn rechtlich nicht belangen konnte, ließ sie kurzerhand die Wand von der Feuerwehr ganz säubern.
Weniger humorlos zeigten sich die öffentlichen Stellen im Falle von Moose aus Leeds / Großbritannien, der als einer der Begründer dieses witzigen wie intelligenten Stadteingriffes gilt. Laut der Internetseite Inhabitat.com wurde er von der Stadt verurteilt, die betreffenden Stellen wieder zu säubern. Sie berief sich dabei auf den Anti-Social Behaviour Act. Es bleibt allerdings unklar, wie Moose dieses Kunststück vollbracht hat, die Mauern wieder so schmutzig wie vorher aussehen zu lassen.”
via: urbanophil
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Wir haben uns schon im Studium für Urban Art begeistern können. Vor allem die kreative Rückeroberung des öffentlichen Raums durch das Individuum war und ist unser Thema.
Auch in unserer Diplomarbeit “Operation 030″ haben wir die Thematik bereits verschiedenartig behandelt. Aus dem Motto “Die Stadt gehört Dir – mach was draus!” ist z.B.das Pflastersteinset “Markier Dein Revier” entstanden.
Oder auch die “Sofortmaßnahmen”. Sie wollen direkt und schonungslos, aber nicht humorlos auf verschiedene Problemfelder und Missstände aufmerksam machen – Fragezeichen im öffentlichen Raum sein.
Nun sind aber Graffiti, Urban Art und Konsorten leider oftmals mit großen Umweltschweinereien (Aerosol, Kleber, etc.) verbunden.
Das muß doch nicht sein, finden wir.
In unserer Reihe “Urbane Umweltgestaltung / Green Graffiti” stellen wir zukünftig immer wieder Beispiele für umweltfreundliche Urban Art o.a. Green Graffiti als Alternative und Inspiration für den Einzelnen vor.
Noch ein guter Grund öfter mal vorbeizuschauen.

*SR
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