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Das Künstler-Duo zweintopf gründete eine fiktive Firma namens „Sheep Ink.“ mit der kreativen Firmenidee Grünlandbewirtschaftung nach Marketinggesichtspunkten zu betreiben – und wir wollen davon berichten:
Idee
Unbewusst definiert und diktiert die Werbung unseren Lebensstil. Ihrer Beeinflussung zu entkommen ist schlicht unmöglich. Wie Schafe grasen wir in Herden die Einkaufszentren ab und fressen ohne Murren jede Art von Werbung und Mode, die man uns vorlegt. Dass es alle so machen, ist oft die einzige Begründung. Die Werbung entwickelt jene graphischen Elemente, die sich in der Phantasie ihrer Kunden ablagern und mit denen sie sich „ihre Welt konstruieren.“ Damit ist Werbung nicht nur eine Sphäre der modernen Lebenswelt, sondern ihr „Schematismus“.1 Ein Schematismus der sich nicht abstreifen lässt.
Die Marketingmaschinerie hält die „Phantasie“ der Konsumenten bei Laune, dreht sich doch alles nur um die Frage, wie man die Aufmerksamkeit eines von allen Seiten abgelenkten Kunden mit Sinnesangeboten noch fesseln könnte, wie man Marken und Logos in den Gehirnen möglichst unauslöschlich einschreiben könnte. Ständig sind neue, kreative Konzepte gefragt.
Und hier kommt die fiktive Firma „Sheep Ink.“ ins Spiel.
Die folgende Firmenbeschreibung soll einen Einblick in das Tätigkeitsfeld von Sheep Ink. geben: Sheep Ink. versteht sich als innovatives Unternehmen im Bereich Außenwerbung, das Agrar- und Dienstleistungssektor optimal verbindet. Mit einem einfachen, bisher einzigartigen System werden ländliche Grünlandbewirtschaftungsmethoden für die Werbewirtschaft nutzbar gemacht und brachliegende oder nur wenig ertragreiche Wiesenflächen durch gezielten Einsatz von Schafen zu „selbstarbeitenden“ Werbeflächen aufgewertet. Damit bietet Sheep Ink. die optimale Werbelösung für Unternehmen, die ihre biologische und ökologische Einstellung auf ihr Werbekonzept ausweiten wollen. Auf der Suche nach neuen kreativen Werbemöglichkeiten führt an Sheep Ink. kein Weg vorbei.

Was ist schon ein 24 Bogen Plakat gegen ein mehrere 1000 m2 großes Logo, das in Hanglage ein ganzes Tal erreicht oder in der Einflugschneise eines Flughafens zum Eyecatcher wird. Auch ist heute „Bio“ angesagter denn je und Nachhaltigkeit war nie so modern. Sogar von den Diskontern schallt es „Zurück zum Ursprung“. Die fiktive Firma Sheep Ink. liefert das perfekte Werbemittel für den Bioboom. Keine Regenwälder werden für Werbeplakate und Drucksorten verschwendet und keine Flüsse mit giftiger Druckerschwärze verschmutzt. Die Werbung setzt auf rasch nachwachsende Biomasse und artgerechte Schafhaltung.

Der Konnex zum Schaf als Hauptakteur und „Mitarbeiter“ von Sheep Ink. ergibt sich über das landläufige Sprichwort „wie die Schafe“, für meist unüberlegtes menschliches Herdenverhalten, gläubiges Nachlaufen in der Masse. Bei Sheep Ink wird das Schaf zum Werbungsfresser. Schaf und Mensch werden in ihrem Verhalten gleichgesetzt: Das Schaf wird vom Elektrozaun gelenkt, der Mensch durch die Werbung.
via rebelart
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Dieses Stück Möbelkunst würde auch gut in unseren famosen Laden passen. Funktional, wunderschön und auch vom Motiv her thematisch passend. Der Designer und Künstler Shawn Soh hat das “Tree Bookshelf” erdacht. Er hat da gewisse Parallelen zum Baum in der freien Natur im Einfluss der Jahreszeiten gezogen, in denen die Zweige heute noch voll beladen und dann schon bald wieder ganz kahl sind. Recht poetisch und sehr chic.
via augenpralinen.de
*SR
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Feuchtzelle
Mit der Einführung des Mobiltelefons begann der schleichende Tod der öffentlichen Telefonzellen. Wohin nun mit den unhandlichen Dingern? Die beiden Künstler Benoit Deseille und Benedetto Bufalino hatten da eine gute Idee. Sie verwandelten die alte Zelle in ein schickes Aquarium und hauchten ihr so wieder neues Leben – in Form von bunten Fischen.


via Superuse.org und ignant
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Der Chefkoch empfiehlt: Bagel mit Avocado und Salat an CD-Spindel
via flickr
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Am 15. Februar 2010 findet in New York City “The Greener Gadgets Conference” statt. Dazu gibt es eine Designcompetition mit kreativen Vorschlägen für grüne Gadgets, bei der auch Menschen außerhalb New Yorks abstimmen können.
Schon aufgrund der Namensverwandschaft zu meiner Brut habe ich für “Rocco” gestimmt:

Rocco is the first sustainable, energy generating Rocking Toy. Rocco teaches children about energy generation and conservation by converting kinetic energy created through rocking into electricity.
Und hier sind noch ein paar gute Ideen für die man stimmen kann:

Light up city by harvesting renewable energy contained in the air turbulence generated by passing traffic.

While an ordinary wireless mouse can use dozens of batteries in a year, this mouse generates its own power simply through the movement of the user's hand.
Also, frisch ans Werk und abgestimmt und zwar hier: Greener Gadgets Design Competition.
via Mail und Greener Gadgets
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Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin
Hier ein schönes Projekt, das Kunst, Landschaftsgestaltung und Architektur mit einem ökologischen Ansatz verbindet und dabei sowohl dem Auge als auch der Umwelt gut tun.
Die Installation “fake trees” wurde erdacht von den beiden Chilenischen Architekten Claudio Magrini and Emilio Marin, um die Eintönigkeit einer Strasse nach Santiago aufzuheben und gleichzeitig vorbeiziehenden Vögeln ein gemütliches Heim und gefahrloses Zwischenlandeplätzchen zu bieten in Form der dafür vorgesehenen Vogelhäuschen.

Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin

Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin

Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin
Das Projekt wurde betreut von einem anerkannten Ornithologen und ist auch ein Versuchsfeld zur Erforschung solcher “Hilfsmassnahmen” für Vögel.
via TreeHugger
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Foto von plattenvereinigung
Unsere freundlichen Nachbarn in den Prinzessinnengärten lassen sich von den Architekten und Künstlern der “Plattenvereinigung”, aus alten Plattenbauteilen einen zweigeschossigen mobilen Bungalow mit Panoramablick auf den wunderbaren Moritzplatz in ihren urbanen Garten bauen.
Noch wird der Bau zur Erprobung in der Peter-Behrens-Halle der TU aufgebaut. Hier wird das Maxim-Gorki-Theater am 6.2. in der Reihe “Ökonomie des Lebens” Einar Schleefs „Das Haus“ aufführen – die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters zwischen privater Katastrophe und dem eingefriedeten Leben im Kollektiv – bevor das Ganze zu uns in den Garten wandert.
“Plattenvereinigung” ist ein Projekt von Architekten und Künstlern, die sich seit Jahren mit dem Rückbau der Sozialbauvisionen in Ost und West beschäftigen. Unter dem Eindruck der endlosen Diskussionen über “schrumpfende Städte“ und Vereinigungen in Köpfen und Parlamenten schaffen sie Fakten und bauen ein Haus aus Plattenbauteilen aus Frankfurt/Oder und München. In ihrem temporären Altneubau erforschen und erspielen sie die Ökonomie des Lebens damals und Möglichkeiten, in den Modulen der Geschichte zu leben, ohne sie abzureißen.
via beton+garten und prinzessinnengarten
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Nicht verpassen: Das jährliche Kommunikationsguerilla und Culture Jamming-Gipfeltreffen, The Influencers, organisiert von d-i-n-a und 01.ORG, findet diesmal vom 4. Februar bis 6. Februar im Center of Contemporary Culture, in Barcelona statt. Mit dabei: Die italienische Gruppe IOCOSE, die 2009 vor allem mit ihrer Ikea-Guillotine “SØKKØMB“ für Aufsehen sorgte. Weitere Projekte: “Empathy Box“, eine religiöse Schmerzensmaschine und “Win Nothing Day” – dazu wurde tausende Contest-Sticker mit einem Code auf Supermarktwaren geklebt, es gab eine entsprechende Webseite mit schlechtem Grafikdesign, langsamen Ladezeiten und vielen absurden, persönlichen Fragen (A blind trust was needed to suffer the website, the same that takes us every given day in front of the shelves. Every code was the “lucky” one, but here comes the bitter sweet truth: you won, but there is no prize. Everytime you participated in the contest you were sure you could really gain some type of “real happiness” out of it. Maybe it’s time to get more serious about your life!)

Auch die Yes Men sind da – mit ihrem Film und einem Vortrag im Gepäck.
Alle Gäste: The Yes Men, ZEVS, James Acord, Donkijote, Black Label Bike Club, Joan Leandre, Critical Art Ensemble, IOCOSE. (Vgl. auch Influencers 2009, 2008). Das ganze Programm hier,
via rebelart
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Greetje van Tiem, Absolventin der “Design Akademie Eindhoven – Abteilung Mensch und Freizeit”, präsentierte 2007 ihre Abschlussarbeit “indruk”, das alte Zeitungen in Garn umwandelt, woraus wiederum Teppiche, Vorhänge und Polster gewebt werden können.
Dazu van Tiem (frei übersetzt ins Deutsche):
“Die heutige Nachricht ist Textil von morgen. Die Titelseite einer Zeitung liefert nicht weniger als zwanzig Meter Garn, die es ermöglichen, Schnee von gestern in greifbare Erinnerungen umzuwandeln, die in alle Arten von Polster umgewandelt werden können.
Wenn man genau hinsieht, kann man einzelne Buchstaben erkennen, einen Teil des Datums und Farben erscheinen aus einem Foto. Man ist nicht mehr in der Lage, die Zeitung zu lesen, aber die Erinnerung wird wach gehalten.”
Ein prächtiges Beispiel für sinnvolles Recycling von Tageszeitungen. Über die Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit und Pflege der Teppiche und Vorhänge habe ich leider keine näheren Infos.
via dezeen
*SR
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Diese neue Bushaltestelle war einmal ein Schulbus. Keine Zauberei, sondern das Werk zweier Künstler aus Atlanta – Christopher Fennell & Doug Makemson. Die Busse stammen aus den Jahren ‘62, ‘72 and ‘77. Und die Sitze sind aus ausgemusterten Stadtbussen entnommen. Großartige Sache.
via superuse.org
*SR
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