Die DDB Group China verdeckte einen Zebrastreifen in einer belebten chinesischen Geschäftsstraße mit einer riesigen Leinwand, die einen kahlen Baum zeigte. Auf beiden Seiten des Zebrastreifens wurden „Fußabtreter“ aus Schwamm ausgelegt, die mit grüner (umweltfreundlicher, leicht abwaschbarer und schnell trocknender) Farbe getränkt waren. Nicht unbedingt für jeden gleich erkennbar, aber die Message ist leicht verständlich: Wenn alle zu Fuß gehen wird die Erde Schritt für Schritt grüner.
Schöne Kampagne, trotzdem sie die breite Masse in China das wahrscheinlich nicht erreicht hat.
Hingehorcht – wir haben uns bei radioeins mit unserer stillen Demonstration als Weltverbesserungsidee beworben und es wird einen Beitrag dazu geben. Also, alles Gute zum Earthday morgen und schöner wär’s wenn’s schöner wär!
Die schöne neue Welt
Der 22. April ist ein besonderer Tag. Dieser Tag ist unserer Erde gewidmet. Am 22. April sendet radioeins anlässlich des Earthdays für „Die schöne neue Welt“. Von 5.00 bis 21.00 Uhr dreht sich alles um Nachhaltigkeit, kritischen Konsum und gesellschaftlichen Visionen.
Der Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker erklärt die Formel für nachhaltiges Wachstum und Musiker Jan Delay, warum er sich für den Atomausstieg engagiert. Volker Wieprecht testet ayurvedisch gefärbte Bettwäsche und reist mit dem Öko-Aktivisten David de Rothschild aus seinem aus 12.000 Plastikflaschen gefertigen Plastiki-Boot zu den Müllstrudeln im Pazifik. Die Ökoagentinnen Britta Steffenhagen und Julia Vismann treffen einen revolutionären Bauern in der gentechnikfreien Zone. Robert Skuppin ergründet mit dem Kabarettisten Rainald Grebe die Natursehnsucht der Städter und erzeugt mithilfe eigener Muskelkraft den Strom für den Plattenspieler, auf dem die Top 3 der Ökohitparade abgespielt werden. Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr diskutieren wir die die Frage: Wem gehört die Welt? Anschließend leitet Marion Brasch über zum Finale in die Berliner Volksbühne.
Die Revolution geht weiter: Nachdem im Oktober das französische Künstlerduo Encastrable (Antoine Lejolivet & Paul Souviron) in einem Hamburger Baumarkt temporäre Skulpturen aus dem vorgefundenen Material realisiert hat und wir dort eine illegale Vernissage mit über 100 Besuchern und zufälligen Gästen gefeiert haben, geht das subversive Ausstellungsprojekt PARASITES in die nächste Runde: Am Samstag, 13. Februar 2010, wird der Berliner Künstler The Wa irgendwo in Hamburg ein neues Kunstwerk realisieren. Zitat aus einem Interview: “Some people call my work “urban hacking.” It’s also been called “artivism.” But maybe it’s just a colorful way to make people think, and for me to react. To be honest with you, I don’t really know! I just always have this sentence pop up in my head from Pierre Bourdieu: “La Démocratie c’est un pouvoir et un contre pouvoir qui s’Équilibrent entre eux.” (”Democracy is the balance between people who have power and those who fight against them.”) I do not pretend that we are living in a democracy (most of my work is illegal) and I realize that some people might think what I do is wrong. Most people don’t understand why I do what I do. I use the city as a stage where I express my ideas whether they are “right” or “wrong.” The Wa co-kuratierte übrigens auch diese Adbusting-Ausstellung in Berlin. Mehr dazu bald: Aktuelle Infos zu dem Projekt wird es auf der Webseite, bei Twitter oder Facebook geben.
Keith Haskel: “New York City is covered with illegal billboards and advertisements. One random day, civilians decided to take back the public space by covering over 120 illegal billboards with original works of art.”
Aus aktuellem Anlass und weil es sowieso mal an der Zeit ist, diese Serie durch konkrete „Mitmach“-Tipps aufzulockern, kommt jetzt mal eine Bastelanleitung. Wer nach dem Wochenende Lust hat, das Hochgefühl der „Mal richtig Abschalten!“-Demo auf dem heimischen oder Büro-Schreibtisch aufleben zu lassen, der kann sich den Gorleben-Treck ausdrucken, zurechtschneiden, falten und zusammenkleben: herunterzuladen auf der Seite vom Anti-Atom-Treck.
Ausgedruckt wurde der im Bild befindliche Anti-Atom-Trecker auf 110g starkem grauen Recyclingpapier (DIN A4), erhältlich als Skizzenblock bei Modulor, geklebt mit dem Naturkautschukkleber „Kristallgummi“ von Gutenberg, erhältlich bei Memo.
Das Papier war zum Basteln etwas spröde, deshalb hielt auch der Kleber nicht so besonders. Aber wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, bedrohten den Trecker in den heimischen Gefilden ganz andere Mächte, die vermuten lassen, dass seine Tage gezählt sind (wie hoffentlich die deutscher Atomkraftwerke.)
Kaufe am 13. Juni 2009 um 16 Uhr im „Spätkauf MultiKulti“ in der Wienerstraße 40. Der Laden wird satte 35% des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen. Wenn du dabei bist, können wir wirklich etwas verändern. Hier der Späti auf der Karte.
Ausgewählt wurde der Laden, der bereit ist, in einer Wettbewerbssituation mit weiteren „Spätis“, mehr als die anderen in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Der Carrotmob gibt dem Besitzer die Chance, sein Nachhaltigkeits-Image und seine Bekanntheit zu steigern und außerdem an dem Tag der Aktion eine Menge Umsatz mehr zu machen! Für ihn heißt das ganz klar: Ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Für den Konsumenten heißt das: Den “Erfolg und Misserfolg am Markt” mit sozialer und ökologischer Verantwortung zu verbinden. Der Carrotmob Berlin wurde von den Eco Fashion Junkies ins Rollen gebracht und wird nun in Zusammenarbeit mit anderen Aktiven freiwillig und unentgeltlich organisiert.
Hinweis: Bitte a) reise nicht extra zwei Stunden mit Auto und Bahn für den Carrotmob an (gerne aber mit dem Fahrrad!) und b) kauf auch nicht mehr ein als du brauchst und auch normal einkaufen würdest! Es geht bei der Aktion darum die Macht des bewussten Konsums zu zeigen – nicht extra CO2 in die Luft zu blasen oder den sinnlosen Konsum zu fördern…
2. Spread the word
Sag allen deinen Freunden Bescheid! Trag’ dich in den Newsletter ein, folg uns auf twitter.com oder trete den studiVZ/Facebook/myspace Gruppen ‘Carrotmob Berlin’ bei und lade deine Freunde und Bekannten dazu mit ein.
Wir von „schoener.waers.wenns.schoener.waer“ sind live dabei und versuchen dann im „MultiKulti Spätverkauf“ irgendetwas zu erwerben, was auch noch als nachhaltiger Konsumartikel durchgehen könnte – wir verrückten konsequenten Hühner.
Matthias Rischau, Geschäftsführer des BioVeggieFastfood-Angebots Gorilla muss jetzt kämpfen. Sein Investor möchte nicht mehr weiter zuschiessen, denn noch ist Gorilla nicht profitabel. Was dies in Zeiten wie diesen bedeutet, ist klar. Drohende Zahlungsunfähigkeit, dann Gläubigerschutz beantragen, der ganze geordnete Prozess einer Insolvenz. Will die Idee überleben, braucht Matthias schnellstmöglich neue Partner. Im Klartext: bis Ende Juni.
Leider sind wir nicht die Investoren, die gesucht werden, aber auch wir können etwas tun! Zeigen, dass dieses Konzept, schnelles Essen in ökologischer Qualität zu bieten, unsere Zustimmung findet – und statt Dönermann-oder-Thai-um-die-Ecke sich einen feinen Salat oder die häufig angebotenen Nudelpfannen (die kleine Portion für 4,90 Euro reicht meistens dicke) einverleiben. Und das möglichst oft und viel in den nächsten Wochen, um den Umsatz zu erhöhen und damit auch die Suche nach Investoren zu erleichtern. Auch unser Geldbeutel ist begrenzt – keine Frage – aber Berlin wäre um vieles ärmer, sollte dieses 100% Bio-lokal-saisonal-schnell-Essen-Konzept scheitern. Hier schonmal die Wochenkarte zum Mund-wässrig-machen.
„What goes around comes around.“ ist eine Kampagne für ein Ende des Golfkrieges und gleichzeitig Werbung für die „Coalition for Peace“ -Website.
Die vier Poster entfalten erst um Masten und ähnliches gewickelt ihre volle Bedeutung – abgefeuerte Gewehre, ferngelenkte Raketen, geworfene Granaten und schiessende Panzer holen so den Aggressor in jedem Poster wieder ein. Großartige Visualisierung und die verantwortliche Agentur Big Ant International hat dafür auch mehrere Preise eingeheimst. Zu recht.