Archiv der Kategorie: kunst

Die Deutschen und der Wald – eine spezielle Affäre


Wer den grünen Wald jetzt im Winter schon schmerzlich vermisst, kann bis zum Frühling erstmal im Deutschen Historischen Museum lustwandeln, und zwar in der Ausstellung Unter Bäumen – Die Deutschen und der Wald.

Zitat DHM:
Die besondere Beziehung der Deutschen zum Wald wird in der Ausstellung visualisiert. Sie konzentriert sich zunächst auf die Zeit der Romantik um 1800, in der Wald und Bäume zum Gegenstand einer wissenschaftlich fundierten Forstwirtschaft werden und zugleich die Literatur, die Musik und die bildende Kunst als Sujet und Thema bereichern. Vor allem die Malerei – sie bildet das Herzstück der Ausstellung – formte Muster der Wahrnehmung, die bis heute unseren Blick auf den Wald prägen.
Auf großzügiger Ausstellungsfläche gerät aber auch die Rolle des Waldes als Ort der Gewalt, als Bühne der Macht, als Inbegriff nationaler Identität, als Teil der Populär- und Trivialkultur und als touristischer Sehnsuchtsraum in den Blick. Ausgeleuchtet wird zudem der auf den Wald fixierte Naturschutz bis hin zur Debatte um das „Waldsterben“.

Geboten wird ausserdem ein prima Familienprogramm und ein Waldpass für Kinder ab 6 Jahren.

Deutsches Historisches Museum
Ausstellungshalle
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Öffnungszeiten
Täglich 10 bis 18 Uhr
24. und 25. Dezember geschlossen
Eintritt
6 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre frei

Übrigens, der Waldzustandsbericht 2012 für Berlin und Brandenburg ist seit Montag raus und es geht ihm nicht besonders gut, dem Wald – vor allem die Eichen weichen.
Wer da ausser jammern etwas tun möchte wird Baumpate oder hegt und pflegt den freundlichen Baum vor der Haustür – mit Sonne im Herzen und Giesskanne in der Faust.
*SR

Brainfood von Sara Asnaghi

Die Künstlerin Sara Asnaghi kreierte diese Serie hirnförmiger Köstlichkeiten aus essbaren Materialien und nannte sie treffenderweise What have you got in your head? 

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via designboom fotos by Sara Asnaghi

*SR

Love Your Street & Anna Garforth

Beginnen wir doch dieses vielversprechende neue Jahr mit der wunderbaren Anna Garforth. Bekannt geworden ist sie durch ihre geniale Moss Street Art. Nun macht sie mitunter auch in Altpapier – Love Your Street, ist der Name dieser auffordernden Installation im öffentlichen Raum. Darf durchaus auch als guter Vorsatz für’s neue Jahr genutzt werden.
Und wem die Kekse nach dieser backwerkträchtigen Zeit noch nicht aus den Ohren kommen, kann mit locker hängender Zunge dies appetitliche Edible Poster betrachten. Geschmackvolle Typo mit knackigem Inhalt – frisch aus dem Ofen.

Anna Garforth.

Stickwarenrecycling der Meisterklasse – von Frédérique Morrel

Frédérique Morrel ist die Hochzeit zweier Künstler (im übertragenen Sinne und in echt), die sich kennen und lieben lernten beim Hüpfen in benachbarten Betten, die sie damit gründlich demolierten – und das nicht nur aus Spaß an der Freud, sondern im Rahmen einer konzeptuellen Ausstellung im Paris der 80er.

Drei Kinder, zwei Jack Russels, etliche ausgesuchte Meerschweinchen und Goldfische später wurde Frédérique Morrel geboren, unter deren Name sie ihrer Kreativität fortan freien Lauf liessen.

Uns so sammelten sie fürderhin alte kunstvolle Stickereien, aber auch krude ‘Sticken nach Zahlen’-Werke aus Wohnungsauflöungen und gaben ihnen auf kunstvolle Weise eine bestickend schöne, neue Form und Daseinsberechtigung. Meisterliche Spitzenklasse!

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via CRAFT all pictures by Frédérique Morrel

*SR

Papierperücken zum Entzücken – von Nikki Salk & Amy Flurry


Nikki Salk und Amy Flurry
schaffen mit ihrem Papercut-Project monumentale und kunstvolle Haarteile aus Papier. Da können die traditionellen „Kunst- oder Echthaarperücken in topmodischen Trendfarben und -schnitten“ natürlich nicht wirklich mithalten. Hut ab, Frau Salk und Frau Flurry.
Nichtsdestotrotz erinnert’s mich entfernt an die Kassiererinnen bei Drospa früher mit ihren brettharten Turmbau-zu-Babel-Frisuren, nur wesentlich schicker.

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via notcot.org

*SR

Ein Schlückchen von Herzen – von Livaina Osti


Als Visualisierung des Themas Gesundheit & Ernährung hat die Designerin Liviana Osti Cuore, ein Herz aus Glas geschaffen, das zur Hälfte ein Weindekantierer und zur anderen eine Wasserkaraffe ist.
Und das sagt die Designerin selbst dazu:

Two glass carafes shaping a human heart when joined together. The heart is a reminder for the generally underestimated but essential role health plays in our lives.
In order to prevent cardiovascular and blood pressure diseases we have to start with the root of the problem, our daily consume of food and beverage.
A wine decanter is built together with a water carafe. A half half coloured mix of red and white. Red wine stands for low pressure, water stands for high pressure.
The organic heart shape has been developed into two different, stand-alone objects according to the natural division of ventricles.

via Cuore

*SR

Baumringe in Tinte auf Papier von Tony Hong

Verehrte Liebhaber der grafischen Künste, sehen Sie hier eine unfassbar aufwändige Arbeit von Tony Hong – ‘Treerings’ von Hand mit Tinte auf Papier gezeichnet.
Und lesen Sie auch die Anmerkung des Künstlers selbst zu seinem Werk:

Treerings
No. 2: It took a while but he finally learned he had nothing to hide.

Practically every piece begins with me asking myself if I can even do it. The more ludicrous the thought, the more audacious the attempt becomes. How long would it take if I did a tree rings piece that bled over an 18″ x 24″ panel? No. 2 was also spurred on by an older rings piece (No. 1) that I wasn’t too pleased with. When I finished it, I felt like the shit for finishing a 14″ diameter tree ring. In time, I took a step back, and realized I could have put so much more into it. No. 2 is my response to all of that.

via thisiscolossal.com

*SR

Last Expo – Kunst auf dem Weg alles Irdischen

Kunstwerke auf dem Weg ins Vergessen oder schlimmer noch auf dem Weg zum Turboschredder der Stadtreinigung – ein Bild des Grauens. Und gleichzeitig eine letzte Gelegenheit zur Beachtung oder gar einer Spontanmitnahme?
Last Expo zeigt Bilder von Bildern, die achtlos oder schweren Herzens weggeworfen wurden und in einer Onlinegalerie zu ihrer wohlverdienten letzten Ausstellung kommen.
Urbane Poesie in Reinform.

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Wer sich ein zweites Standbein als Kurator aufbauen möchte, kann selbst ein paar Werke beisteuern. Was es braucht, ist eine Kamera, einen Blick fürs dramatisch Unwesentliche und einen E-Mail-Account.

Initiiert ist das Ganz von Koen van de Wouw. Vielen Dank dafür an dieser Stelle, Herr van de Wouw.

via Rauschmittel

*SR

Unbegrenzte Ordnungsliebe von Ursus Wehrli

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Man sagt dem gemeinen Deutschen ja immer wieder gern einen leicht zwanghaften Hang zur Ordnungsliebe nach. Man sagt so einiges, wenn der Tag lang ist, nicht wahr?
Der Schweizer Komiker Ursus Wehrli allerdings, der hat’s echt mit der Ordnung. Mit seiner Idee, Kunst aufzuräumen, hatte er bereits durchschlagenden Erfolg – Kunst aufräumen und Noch mehr Kunst aufräumen sind weltweite Buch-Bestseller.
Nun erweitert Herr Wehrli seine geniale Idee und räumt mit allem auf: Vom Weihnachtsbaum übers U-Bahn-Netz bis zum Parkplatz, nichts ist vor seiner ordnenden Hand sicher.
Das Buch Die Kunst aufzuräumen ordnet die Welt in übersichtliche Haufen und erscheint im September im Verlag Kein & Aber.

via thisiscolossal.com

*SR

Radioactive Control von Luzinterruptus


Die grossartigen Werke des spanischen Kreativ-Kollektivs ‘Luzinterruptus‘ – mit dem speziellen Faible für Interventionen im öffentlichen Raum – sind eins unserer Lieblingsthemen.
Diesmal möchten wir die werte Aufmerksamkeit auf das neueste Luzinterruptus-Projekt ‘Radioactive Control’ lenken.
Es ist für das hervorragende Dockville Festival in Hamburg kreiert worden, was hier ja auch schon Erwähnung gefunden hat.

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Die Künstler dazu selbst:
“This is our last intervention “Radioactive Control”. It was created for the Dockville Festival in Hamburg which tried to demonstrate, in a humorous tone, the paranoia that we are suffering from since the escape of radioactive material in Japan, has brought into question the safety systems at the nuclear power plants. With our mysterious army of 100 illuminated radioactive figures, which advanced threateningly on the natural environment of the festival, we wanted to invite reflection regarding the use and abuse of nuclear energy, cheap in economic terms, but which can cause grave secondary effects for the environment and health, forever irreversible.”

via rebel:art

*SR