Kategoriearchive: nachhaltiges gestalten – druck und papier

Moustache à la visage – mit S.W.W.S.W.

Gesichtsfrisuren sind eine feine Sache, ermöglichen sie doch dem geneigten Besitzer eine schnelle und flexible Typveränderung – und irre männlich ist so ein gepflegter Schnäuzer natürlich auch. Wir haben jetzt für echte Moustache-Connaisseure die passenden Begleit-Produkte zum Schnubbi:

Da hätten wir zum einen die wunderbaren „Briefkarten für den Herren“ von Small Caps.

Auf cremeweissen Papier handbedruckt im Buchdruckverfahren und inklusive braunem Recyclingumschlag. Sabrina alias Small Caps hat uns übrigens auf den letzten Heldenmarkt mit ihrer Buchdruckpresse begleitet und wird höchstwahrscheinlich auch diesmal mit von der Partie sein. Yeah!

Kommen wir zum nächsten schnauzbärtigen Highlight – Mr. Moustache!

Mr. Moustache ist ein Mobile für kleine und große Schnurrbartliebhaber von jäll & tofta. Bestehend aus Fotokarton aus 100% Altpapier und Nussbaumfurnier – nicht geeignet für Nassrasur, harhar.

Wirkt beruhigend auf Körper und Geist und ist überdies schick anzusehen, auch für haarlose Beobachter. Bezaubernd verpackt in recyceltem Papier und verschlossen mit rotem Siegellack – feine Sache.

„Mr. Moustache“ ist für 22,- Euro bei uns zu erwerben und die „Briefkarten für den Herren“ für je 3,- Euro. Na dann, nischt wie ab an Moritzplatz!

*SR

Das geheime Leben der Bücher vor dem Erscheinen

Der eine oder andere erinnert sich wahrscheinlich an unsere grandiose Artikel-Reihe Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier, in der unterschiedlichste Fragen zur nachhaltigen Druckproduktion auf’s Tapet gebracht wurden. Dazu passend möchten wir hier nun „Das geheime Leben der Bücher vor dem Erscheinen“ von Ron Heussen, Anne Mikus und Farid Rivas vorstellen.

Für Grundschulkinder spannend und nachvollziehbar aufbereitet, wird darin die komplexe Entstehungsgeschichte eines Buches von Druckfarben und Papiersorten über Layoutraster und Schriftarten bis hin zum Sprachstil und der Veröffentlichung erzählt. Die einzelnen Schritte werden durch wunderbar gestaltete Repräsentanten, wie der Autorin, dem Typograf, dem Verleger oder dem Buchbinder erläutert und mit mannigfaltigen Beispielen belegt.

Auch die Gestaltung des Buches klärt anschaulich ein paar Fragen und zeigt die vielseitigen Möglichkeiten des Buchdrucks auf – durch Handauflegen gibt das thermosensitive Cover seine Geheimnisse preis und der seitlich aufgeschnittene Buchdeckel gibt Einblick auf die gehefteten Bögen.

Wer sich ein genaueres Bild machen möchte, kommt am besten bei S.W.W.S.W. vorbei und schaut sich unser Leseexemplar in Ruhe an und kann dann auch ein eigenes Exemplar bestellen.

Wir sind begeistert und finden, es sollte deutllich mehr solcher ästhetisch und inhaltlich anspruchsvoller Aufklärungsliteratur für Kinder geben – auch und vor allem im Schulunterricht.

*SR

Vol*2 – Schön war´s!

Der 2. Abend unserer Reihe „Design hat {soziale} Verantwortung“ war ein voller Erfolg! Redner & Publikum haben sich gleichermaßen amüsiert, Informationen aufgesaugt und nachhaltig genetzwerkt – vielleicht sogar „geclustert“?
Herzlichen Dank nochmal an Otto für seinen informativen Vortrag, Mareike für die Vorstellung ihres direkt recycelten Geschenkpapiers „feinseiter“ und natürlich Regine – die Tresenfee – für den gelungenen Abend! Nicht zu vergessen Lindenhof, ohne den das Ganze etwas trockener ausgefallen wäre …

Aber seht selbst die biobierweinseelige Stimmung…

S.W.W.S.W.

Die Bude war voll Foto: Jee-Un Kim

Otto Landgraf referiert zu den 3 Säulen der Nachhaltigkeit © C. Landgraf

Mareike Hadeler

Mareike Hadeler stellt ihr Geschenkpapier feinseiter vor

Nicole und Sylke

Nicole & Sylke berichten über S.W.W.S.W. Foto: Jee-Un Kim

Interessierte Zuhörer

Interessierte Zuhörer ... Foto: Jee-Un Kim

Leere Gläser

... und leere Gläser

Und nicht verzagen, wer´s dieses Mal nicht geschafft hat: Der nächste Termin steht – am 11. Juni 2010 gibt es die dritte Veranstaltung zum Themenkomplex „Nachhaltig global gestalten“. Genaueres demnächst hier.

*NB

Design hat {soziale} Verantwortung Vol*2 – Nachhaltigkeit im Grafikdesign: Experiment & Expertise

Freunde und Fans des Nachhaltigen Designs,

aufgewacht – der Winterschlaf ist vorbei! S.W.W.S.W. lädt ein zum 2. Abend der Reihe

»DESIGN HAT {SOZIALE} VERANTWORTUNG«

mit dem Schwerpunkt:

»Nachhaltigkeit im Grafikdesign: Experiment & Expertise«

WANN?

Am Freitag, den 12. März 2010, um 20.00 Uhr.

(Anmeldung unter wieschoen{at}schoener-waers.de bis 
Mittwoch, den 10. März 2010)

WO?

Na bei *schœner.wærs.wenns.schœner.wær *
dem Conceptstore für ökofaires Design
Oranienstr. 58a (direktemang am Moritzplatz)
10969 Berlin-Kreuzberg

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WAS GENAU?

In Ergänzung zur Blog-Reihe »Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier« sind zwei Designer zu Gast, die das Thema »Nachhaltige Gestaltung« aus unterschiedlichen Richtungen angehen:

CHRISTHARD „OTTO“ LANDGRAF ist Grafikdesigner bei Zappo [Agentur für Kommunikation] in Berlin.
Als Mitglied der Arbeitsgruppe »Design und Nachhaltigkeit« der Allianz deutscher Designer (AGD) e.V. hat er die »Charta für
nachhaltiges Design«
mit auf den Weg gebracht (die S.W.W.S.W. natürlich auch unterzeichnet hat).
Er zeigt auf, wie komplex (es gibt tausend Themenfelder) und einfach zugleich (es kommt auf den Blickwinkel an) der Prozess Nachhaltiger Gestaltung sein kann.

MAREIKE HADELER ist Produktdesignerin und Mitglied des »Sustainable Design Center«. Sie stellt ihre Glückskollektion der »feinseiter« vor: Unterlagen aus der Marzipanfrüchte-Produktion, denen als Recycling-Geschenkpapier ein zweites Leben beschieden ist. Die Kollektion ist danach für kurze Zeit exklusiv bei S.W.W.S.W. erhältlich.

S.W.W.S.W. alias NICOLE BEDNARZYK & SYLKE RADEMACHER, sind Produktdesignerinnen und geben Hintergrundinformationen zu den eigenen Produkten & dem Konzept hinter »schoener.waers.wenns.schoener.waer« – Conceptstore für oekofaires Design und Labor für nachhaltige Gestaltung.

FÜR WEN? Offen für alle Interessierten – Die Plätze sind allerdings begrenzt.
Deshalb flink anmelden unter wieschoen{at}schoener-waers.de bis spätestens Mittwoch, den 10. März 2010!

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DIE REIHE: In regelmäßigen Abständen präsentiert S.W.W.S.W. unterschiedlichste Ansätze, Projekte, Produkte und Firmen, die die Vielfältigkeit verantwortungsvoller Gestaltung aufzeigen. Netzwerken, Trinken, Diskutieren und Ideen-Aushecken inklusive. Die Abende sind kostenfrei, aber Spenden sind erlaubt.

Hui, wir freuen uns schon!

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*NB+SR

Garn gesponnen aus alten Zeitungen – von Greetje van Tiem

Greetje van Tiem, Absolventin der „Design Akademie Eindhoven – Abteilung Mensch und Freizeit“, präsentierte 2007 ihre Abschlussarbeit „indruk“, das alte Zeitungen in Garn umwandelt, woraus wiederum Teppiche, Vorhänge und Polster gewebt werden können.

Dazu van Tiem (frei übersetzt ins Deutsche):
„Die heutige Nachricht ist Textil von morgen. Die Titelseite einer Zeitung liefert nicht weniger als zwanzig Meter Garn, die es ermöglichen, Schnee von gestern in greifbare Erinnerungen umzuwandeln, die in alle Arten von Polster umgewandelt werden können.
Wenn man genau hinsieht, kann man einzelne Buchstaben erkennen, einen Teil des Datums und Farben erscheinen aus einem Foto. Man ist nicht mehr in der Lage, die Zeitung zu lesen, aber die Erinnerung wird wach gehalten.“

Ein prächtiges Beispiel für sinnvolles Recycling von Tageszeitungen. Über die Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit und Pflege der Teppiche und Vorhänge habe ich leider keine näheren Infos.

via dezeen

*SR

Sehr schicke Stempel exklusiv von und bei S.W.W.S.W.

Seht her, wir präsentieren – tadaa –all unsere dekortativen Stempel. Angefangen mit den höchst praktischen und individualisierbaren Sprechblasen- und Linienstempeln – aus Vollgummi mit Naturkautschukanteil und einem Stempelgriff aus heimischen Hölzern und natürlich mit gepunkteten statt durchgezogenen Linien, um Druckfarbe beim Stempeln zu reduzieren. Sagt, was immer ihr möchtet oder auch mal einfach nix – mit den diesen schicken Stempeln von schœner.wærs.wenns.schœner.wær.

Dann muss auch noch erwähnt werden, daß unser Jahreszeiten-Stempel-Set komplett ist. Jawohl. Blume, Vogel, Kirsche, Schmetterling, Blatt, Stern und Schneeflocke – alles da. Jetzt kann „der Baum für alle Fälle“ das ganze Jahr mit eurer Lieblingsjahreszeit bestempelt werden. Endlich.

Und schließlich noch unseren Super-Oeko-Berliner-Bär-Stempel aus Naturkautschuk auf Bio-Wein-Korken (von Delinat), handgefertigt am Moritzplatz. So. Bleibt nur noch zu sagen: „Stempeln ist in!“ – nur zur Info.

Preise:

* Stempel Sprechblasen/Linien – je 8,50 €

* Jahreszeitenstempelchen – je 4,- € (ab 3 Stempeln 3,50 €)

* Korkstempel „Berliner Bär“ – 3,- €

*SR

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (18)

Punkte & Pünktchen

Aus aktuellem Anlass (die Zitty berichtete darüber) soll hier noch kurz ein Produkt von uns vorgestellt werden, das Ihr natürlich bei S.W.W.S.W. erwerben könnt: Unsere gepunkteten Notizhefte.

Mittels kleiner Veränderungen in der Gestaltung haben wir Druckfarbe und Material gespart:  durchgezogene Linien wurden durch wunderschöne grüne Punkte ersetzt. Die 20 Innenseiten sind aus Recyclingpapier (Resa Offset 100g, mit dem Blauen Engel ausgezeichnet), das angefallene Andruckpapier (diesmal haben wir im Offset mit mineralölfreien Farben gedruckt) wird für kleinere Notizzettelblöcke weiterverwendet.

Der Umschlag ist aus FSC-zertifiziertem Savanna Holzstrukturkarton von Gmund, einem Traditionsunternehmen, das 70% der benötigten Energie durch Wasserkraft und Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugt (s. auch Go green or die!). Die bayerische Büttenfabrik ist auch bei innovativen Recyclingpapieren (z.B. beim Bierpapier Verwendung von festen Resten aus der Maische nach der Bierherstellung, recycelten Bieretiketten und -deckeln etc) immer vorneweg (was allerdings auch seinen Preis hat…)

Gebunden wurden die Hefte in liebevoller Handarbeit im Kaspar Hauser Therapeutikum – die Fäden wurden eigens mit Lebensmittelfarben eingefärbt (somit ist jedes Heft ein Einzelstück) und mit Bienenwachs behandelt, so dass die ganze Werkstatt bei der Abholung der Hefte ungewohnt nach Honig duftete.

Als Variation gibt es auch noch Blanko-Hefte mit grauen Zwischenlegern und „Wendehefte“ – von der einen Seite gepunktet für geistige Großtaten, von der anderen Seite blanko für bildhafte Einfälle!

*NB

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (17)

Gestaltungsbeispiel: Restpapiere verwenden & Farbauftrag reduzieren

Leider hat diese Serie etwas unter unseren Eröffnungsvorbereitungen gelitten, aber nu geht´s wieder frisch weiter mit Informationen, wie man Druckerzeugnisse nachhaltiger gestalten kann. Und zwar gleich mit einem Anwendungsbeispiel.

Auch wir haben für unsere Eröffnung Flyer gestaltet und sie nicht nur gemailt, sondern auch gedruckt. Und zwar digital. Ist das denn ökologisch?
SWWSW_Flyer_gruen_vJein. In unserem Fall: ja. In anderen Fällen möglicherweise: nein.

Warum „jein“?
1. Wir haben eine kleine Auflage drucken lassen (ca 750 St.), und Offsetdruck „lohnt“ sich erst bei größeren Mengen – in dem Fall ab einer Auflage von ca 500 Bogen (in DIN A 3 entsprechen 500 Bogen 4.000 Flyern in A6 – also viel mehr als wir brauchten).
Hierbei zählt nicht nur der wirtschaftliche Aspekt, sondern vor allen Dingen der Papierverbrauch: Bei Offsetmaschinen müssen für den jeweiligen Auftrag die Farben eingestellt und an das jeweilig verwendete Papier angepasst werden, und dafür werden Andruckbögen gebraucht – und verbraucht. Die wandern dann zwar meistens wieder in den Recyclingkreislauf, aber sie sind erstmal „Müll“. Das ist nicht sinnvoll – bei einer kleinen Auflage würde es darauf hinauslaufen, dass man mehr Papier-Müll produziert als im Endeffekt für das Endprodukt gebraucht wird.

2. Wir haben für unsere Flyer mit der Druckerei Humburg in Berlin-Pankow zusammen gearbeitet, die uns freundlicherweise die Flyer gesponsert hat. Es wurden verschiedene Restpapiere aus anderen Aufträgen verwendet – zumeist Recyclingpapiere, aber auch ein paar FSC-zertifizierte Papiere. Also Papier, das ansonsten nicht weiter genutzt worden wäre.
Beim Digitaldruck stellten die unterschiedlichen Papiere kein Problem dar – genauso wenig wie die Entscheidung, unsere Flyer in unterschiedlichen Farben zu produzieren. Dies hätte im Offsetdruck jeweils Anpassungen der Maschine und somit weitere Andruckbögen (= Makulaturpapier) bedeutet. Weiterlesen

Paper Gun Model Kits – jetzt bei S.W.W.S.W. – wunderbar!

Ab sofort möchten wir regelmässig berichten über die oekofairen und wunderbaren Produkte, die man in unserem nachhaltigen Shop „schœner.wærs.wenns.schœner.wær“ am Moritzplatz käuflich erwerben kann. Was man sonst nie erfährt, weils nicht alles auf ein Produktschildchen passt, wird hier dem Interessierten zugänglich gemacht.

Heute schockfrisch und neu: Papierknarren!

b6eafaf2219d9735a22bb9fa30d4735bDas in London ansässige multidisziplinäre Designstudio PostlerFerguson, bestehend aus Martin Postler und Ian Ferguson, untersuchten im Rahmen eines Kunstprojektes die Geschichte, die Ästhetik und die tödliche Anziehungskraft von Waffen. In ihrem „Paper Gun Model-Kit“-Serie zerlegten sie die sonst so gefährlichen Waffen in Papier-Bastelbausätze und beraubten sie so ihrer todbringenden Eigenschaften. Frei nach dem Motto:

If you’re gonna play with guns, use paper ones!

Die guten Papierknarren sind natürlich aus FSC-zertifiziertem Papier und klimaneutral produziert in Zusammenarbeit mit „MyClimate.org“ – wenn schon, denn schon ;)

Ein Beispiel? Bittesehr:

AK47

Paper Gun Model Kit

AK47 Paper Gun Model Kit

For a new art project, the designer Martin Postler has investigated the history, the aesthetics and the lethal seductiveness of the Kalashnikov. He has freed the AK-47 from its terrible capacity to injure and kill by deconstructing it into a paper model construction set. At the end of the construction process each person can decide if they would like to hang their own AK-47 on the wall, paint it, customize it with stickers or simply burn it. Then ultimately this AK-47 thankfully remains a piece of paper.

Following the AK47 (2007), the death machine series has now been extended with four new paper weapons to the arsenal including the UZI, MP5, M4A8 and Mills Bomb paper grenade. Ultimately these weapons thankfully remain a piece of paper.

Not recommended for people under age 18.
Recommended for experienced crafters.
Construction time depends on handcrafting abilities.
Does not contain glue and cutter.

Hier nun alle Modelle, die es bei S.W.W.S.W. zu shoppen gibt (Preise zwischen 14,90 € – 19,90 €):

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (16)

Nachhaltiges Grafikdesign – zur Lektüre

Grafikdesign NachhaltigInzwischen gibt es einige Bücher über nachhaltiges Design, auch nachhaltiges Grafikdesign. Viele stellen interessante, teils innovative Projekte und Produkte vor, andere beschäftigen sich mit dem Designprozess, und wie dieser nachhaltiger gestaltet werden kann.

Ein Buch (nicht nur) für Grafiker, das einerseits Anwendungsbeispiele und andererseits wichtige Informationen zur nachhaltigen Produktion von Druckerzeugnissen bereit hält, ist das Buch „Grafikdesign Nachhaltig“ von Aaris Sherin, erschienen bei Stiebner. Der Umschlag verwendet das Makulaturpapier, das beim Druck anfällt und viel zur Papierverschwendung beim Offsetverfahren beiträgt, weiter – somit ist jedes Exemplar auch ein Unikat.

Gedruckt wurde es auf einem Papier von Mohawk Fine Papers, einer amerikanischen Papierfabrik, die komplett über Windenergie betrieben wird und viele Recyclingpapiere produziert. Doch im Impressum stolpert man über eine kleine Zeile auf Englisch: „Printed in China“. Ein Buch für eine deutschsprachige Leserschaft, auf einem amerikanischem Recycling-Papier in China gedruckt. Und dann nach Deutschland geschippert. Ist das nachhaltig? (Fragt sich im übrigen auch die Papierbotschaft).

Die amerikanische Originalausgabe ist bei Rockport Publishers erschienen, wo diese Entscheidung noch Sinn macht – auch wenn die Begründung, mit einer asiatischen Druckerei zusammen zu arbeiten, etwas fadenscheinig daher kommt. Aber die deutsche Übersetzung hätte durchaus neu überdacht werden können – nicht nur von der Produktion her, sondern auch von den Inhalten. Denn nicht nur die Hinweise auf amerikanische Bogenformate, die man als Grafiker komplett nutzen sollte, sind für deutsche Grafiker wenig hilfreich. Hier wäre eine lokalisierte, nicht nur übersetzte Version wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz  lesenswert und ein guter Einstieg in die Komplexität des Themas.

Weitere Empfehlungen gibt es auch von Andrea Nienhaus bei Alles, was gerecht ist. Und eine ausführliche Rezension gibt´s bei der Allianz Deutscher Designer.

*NB