Archiv der Kategorie: nachhaltigkeit

Die Entscheidung: Kapital versus Klima – Naomi Klein am 22. März im Haus der Kulturen der Welt

u1_978-3-10-002231-8 Diese Woche ist pickepackevoll mit so vielen Veranstaltungen, dass man kaum noch zum Schlafen kommt. Fahrradschau, Cucula-Ausstellungs-Eröffnung, womöglich diverse private Festivitäten und am Sonntagabend noch ein bisschen Futter für´s Hirn (damit man auch nach dieser Woche keine Ruhe findet): Im Rahmen der “Democracy Lectures” hält Naomi Klein einen Vortrag zu ihrem kürzlich auch auf Deutsch erschienen Buch: “This Changes Everything: Capitalism Vs. The Climate”. In ihrem neuen Buch widmet sich die kanadische Aktivistin und Publizistin („No Logo“, „Die Schock-Strategie“) den verheerenden Folgen, die der Wachstumsglaube des globalen Kapitalismus auf den Klimawandel hat.

“Unser Wirtschaftssystem und unser Ökosystem befinden sich miteinander im Krieg.” Längst ist der Klimawandel zur Existenzkrise für die menschliche Spezies geworden. Nur sofortiges Handeln kann den Weg in die Katastrophe noch verhindern. Dabei geht es um nicht weniger als die Überwindung des globalen Kapitalismus und seines Leitprinzips: Wachstum um jeden Preis.

Im Anschluss an den Vortrag von Naomi Klein gibt es zwei weitere Kurzbeiträge von Tadzio Müller und Luise Neumann-Cosel sowie Raum zur Diskussion, moderiert von „Blätter“-Mitherausgeber Ulrich Brand.

*NB

Wie der Wind in den Blättern – das Windrad-Bäumchen

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Saubere Energie? Ja bitte! Ein Windrad vor der Tür? Dann lieber doch nicht. Sie sind nicht nur laut, sondern leider auch optisch reine Geschmackssache:
Windräder sollen schon sein – aber bitte ganz weit weg. Wie gut, dass sich auch Feingeister durchaus für saubere Energie begeistern können.

Der Unternehmer Jérôme Michaud-Larivière ist ein solcher. Und er muss sich wohl Folgendes gedacht haben: Wenn wir die Energie aus der Natur holen, warum nicht auch das Design? Heraus kam ein gar hübsch anzusehendes Windkraft-Bäumchen. Die Konstruktion ist 11 Meter hoch und in den Verästelungen tummeln sich 72 “Turbinen-Blätter”. Bläst es nun also mit voller Kraft, drehen sich die Blätter und erzeugen so den Strom. Besonders clever: Alle Kabel und Generatoren sind im Baum bereits so integriert, dass er seiner Stromproduktion ausgesprochen leise nachgeht.

Zugegeben, mit einer Leistung von 3,1 kW kann das Winkraft-Bäumchen mit einem “großen” Windrad natürlich nicht mithalten. Allerdings könnte eine “Bepflanzung” entlang einer Allee gut für die Straßenbeleuchtung ausreichen. Und das wär doch schon mal was! Wie das Ganze sich dann im echten Leben so macht, kann ab März 2015 in Paris bestaunt werden. Am Place de Concorde kann dann jeder mal probeweise unter Winrad-Bäumchen wandeln.
Und vielleicht säumen diese leuchtenden Beispiele für nachhaltiges Design ja auch schon bald die dunklen Landstraßen von Brandenburg. Träumchen.

Wie der Blick nach oben dann aussehen könnte, zeigt dieses kurze Video:

via: NewWind

*LH

 

 

Demokratie im Ausverkauf – TTIP macht’s möglich!

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Super-Informationsvideo zum gerade stattfindenden Ausverkauf der Demokratie. Bitte unbedingt anschauen – damit hinterher keiner sagen kann, wir haben doch nichts gewusst :P

Und im Anschluss Ärmel hochgekrempelt und unterzeichnet, verehrte Freunde der nachhaltigen Gestaltung! Sehr schoen.
Teilnehmen – TTIP-EBI: Wir lassen uns nicht bremsen – Campact!

*SR

 

FREITAG wird anziehend: mit F-abrics!

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Nach Hermitz, Murray und Peggy jetzt auch endlich Broken Twill! ….hä?? Im Klartext: Der Schweizer Taschenhersteller FREITAG macht jetzt in Mode. Und alle machen mit!

Wir lieben die zwei FREITAG-Brüder Markus und Daniel schon lange für ihre extravaganten Taschen und Accessoires aus alten LKW-Planen. Doch so richtig was zum Anziehen war bisher nicht dabei. Das lag wahrscheinlich auch an den hohen Ansprüchen der beiden: Soll doch bitte alles robust, chic und vor allem nachhaltig sein.
Nach langen fünf Jahren Entwicklungszeit schallt es nun “Heureka!” aus dem Schweizer Land. Ein Stoff ist endlich gefunden! F-abric heißt das neue Material und ist gar wunderbar anziehend.

BauFreitag_f-arbic_4mwolle? Zu größenwahnsinnig!

Für die erste Kollektion haben sich die Brüder mit ihren Klapprädern auf die Reise durch Europa gemacht. Ausgelobtes Ziel: Rohstoffe finden.
Zurück kamen sie mit drei Gewinnern: Leinen, Hanf und Modal.
Leinen und Hanf – unter Mode-Kennern natürlich alte Hüte. Doch auch für neue Hosen spitze geeignet! Und Modal? Modal wird aus Buchenholz gewonnen und ist ähnlich wie Baumwolle – nur nicht ganz so gierig. Will nicht so viel Wasser, nicht so viel Platz.
Außerdem kommen die drei Gewebe nicht von weit her, sondern wachsen in Europa. freitag_f-arbic_3
Das bedeutet für die F-abric-Kollektion kurze Transportwege und faire Arbeitsbedingungen.

Erstmal klein anfangen

Fürs Erste gibt es aus der FREITAG-Modestube nur vereinzelte Modelle. Das gerade geschnittene Latzkleid für Damen steht der schmal geschnittenen Chinohose für Männer in Sachen Stoffverbrauch ein wenig nachzustehen,  doch attraktiv sind sie beide. Und auch die T-Shirts mit ihrem schlichten Design für beide Geschlechter können sich durchaus sehen lassen. Besonders originell: die F-abric Concept Bag. Der Rucksack eint die alt bekannten LKW-Planen mit dem neuen Material. TFreitag_f-arbic_1aschen könnse nun mal!

Welche ganz besondere Eigenschaft jedem Kleidungsstück noch zukommt, kann man im Berliner Store in Friedrichshain gleich an der Ladentheke bestaunen: Unter der Glasplatte kann der abgelegten Klamotte beim Verrotten zugesehen werden. Denn jedes F-abric Kleidungsstück ist zu 100% kompostierbar. Eben einfach öko, fair und wunderbar. So haben wir´s eh am liebsten!

Die schoensten FREITAG-Taschen gibt´s übrigens bei schoener.waers.wenns.schoener.waer am Moritzplatz zu sehen – und natürlich auch zu kaufen. Einen Blick auf die Modelle kann man im feinen Onlineshop werfen.

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via: FREITAG

LH*

Alte Handys für die Havel

Nein, nicht ‘Alte Handys in die Havel’ – au contraire, liebe Freunde der nachhaltigen Gestaltung.
Alte Handys für die Havel ist eine Umweltschutz-Kampagne des NABU mit der E-Plus-Gruppe. Bei der können nicht mehr funktionsfähige Alt-Handys gesammelt, eingeschickt oder bei einer NABU-Gruppe vor Ort abgeben werden und E-Plus zahlt für jedes 2,10 Euro an NABU. Und dieses Geld fließt dann in das Naturschutzgroßprojekt ‘Untere Havel’.

Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.100 stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten kommen in der Unteren Havelniederung vor. Der NABU will den Fluss in den kommenden zwölf Jahren wieder naturnah gestalten und in der Region Naturparadiese schaffen.

Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 110 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, Tendenz steigend. Diese Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe. Wenn sie im Hausmüll landen, gefährden sie die Umwelt durch Schadstoffe. Ziel der Kampagne ist es, mehr Elektrogeräte dem Recycling zuzuführen, und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren, dass die Verwertung von Elektroschrott notwendig für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ist.

Frühjahrsputz kombiniert mit Umweltschutz – bon!
Und außerdem eine prima Erinnerung an die Tatsache, daß jedes Jahr ein neues Handy besitzen zu müssen, der pure Schwachsinn ist.
Wer nun aber partout ein neues Gerät braucht, weil das alte defekt und bereits auf dem Weg zum NABU ist, dem sei noch folgender Artikel von uns empfohlen:
-> Fair(er)phonieren

via NABU

SR

Gute Vorsätze für den 17.1.2015 – ‘Wir haben es satt!’

FROHET NEUET ALLERSEITS!

Und? Gut reingerutscht? Und wieder mal nur realistisch umsetzbare Vorsätze gefasst? Also mehr rauchen, mehr trinken und weniger Schlaf?
Zja, jeder wie er meint, aber wir schlagen einfach mal folgendes vor:
Mehr Bewegung und raus an die frische Luft!

Und hierzu folgt auch gleich ein hervorragender Anlass.
Unter dem Motto ‘Wir haben es satt!‘ rufen irre viele namhafte Nichtregierungsorganisationen zur
5. Demo für eine faire bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft auf.

Kommt raus auf die Straße am Samstag, den 17. Januar 2015,
zum Potsdamer Paltz
und demonstriert mit uns
FÜR die Agrarwende und
GEGEN Tierfabriken, Gentechnik und TTIP!

Denn: Wir haben es satt!

Die Agrarindustrie ist weiter auf dem Vormarsch: Wenige globale Großkonzerne untergraben die Saatgut-Vielfalt und förderndie Gentechnik auf dem Acker.

Investoren bauen immer neue industrielle Megaställe, in denen Tiere unter qualvollen Bedingungen leiden. Die Mächtigen dieser Welt planen auf dem G7-Gipfel und durch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA die globale Industrialisierung der Landwirtschaft. Die Folgen sind allgegenwärtig: Immer mehr Bäuerinnen und Bauern müssen, hier und in den Ländern des Südens, ihre Höfe aufgeben. Billigfleisch überschwemmt die Märkte. Der Anbau von Monokulturen verdrängt den Regenwald. Ackerland wird zum Spekulationsobjekt. Und: Der weltweite Hunger ist nach wie vor Fakt.

Wir können es besser!

Eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft verdient unseren Respekt und unsere

Wertschätzung, sie ist ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssouveränität. Sie muss und kann die Welt

ernähren. Dazu brauchen wir kostendeckende Preise für Bäuerinnen und Bauern, die respektvoll mit Tier und Umwelt umgehen. Wir fordern regionale Erzeugung statt steigender Weltmarktorientierung für Nahrungsmittel. Und wir wollen Politikerinnen und Politiker, die endlich im Sinne der Menschen handeln anstatt die Interessen weniger multinationaler Konzerne zu vertreten.

Und werdet außerdem noch Treckerpate!

via Wir haben es satt!

SR

Flucht nach vorn: CUCULA gibt Flüchtlingen eine Zukunft!

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„Cucula“ bedeutet in der westafrikanischen Hausa-Sprache „etwas verbinden, gemeinsam machen“. Und Gemeinsames machen im Berliner CUCULA-Projekt Flüchtlinge, Künstler, Designer und Sozialarbeiter. Was sie verbindet, ist ihre Arbeit und der Glaube an eine Zukunft für Flüchtlinge.

CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm zugleich. In der CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design sollen Flüchtlinge dabei unterstützt werden, sich selbst eine berufliche Zukunft aufzubauen. Das besondere: Keiner der Flüchtlinge hat eine offizielle Arbeitserlaubnis. Im Gegensatz zu theoretischen Debatten über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, erprobt CUCULA eine unmittelbare Praxis des Handelns, die nicht für sondern eben gemeinsam mit Flüchtlingen entsteht.

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Als Manufaktur für Designmöbel nach den Entwürfen von Enzo Mari kreiert CUCULA nicht nur todschicke Möbel, sondern auch Ausbildungsplätze und eröffnet so konkrete Perspektiven. Dafür sollen derzeit fünf Ausbildungsstipendien und ein Startbudget generiert werden – die Crowdfunding-Kampagne für das Projekt läuft noch bis 4. Januar 2015.

Das Ziel der Kampagne ist die Gründung eines einzigartigen Unternehmens von und für Flüchtlinge mit fünf Ausbildungsplätzen: Die CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design. Mit diesem sozialen Start-Up sollen Tatsachen geschaffen werden, die im Gegensatz zur aktuellen Flüchtlingspolitik stehen. Flüchtlinge warten oft Jahre oder Jahrzehnte auf eine Arbeitserlaubnis. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bleibt ihnen damit verwehrt.

Ankommen und an der eigenen Zukunft zu bauen, Selbstwirksamkeit zu erleben statt verwaltet und abgeschoben zu werden, das sind die wichtigen Impulse dieses Projektes!

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Unser Weihnachts-Geschenke-Tipp: Wie wär’s mit einem CUCULA-Gutschein? Einfach Produkt auf der Startnext-Seite bestellen und anschließend den passenden Gutschein runterladen. Was du noch mehr Schoenes & Gutes zu Weihnachten verschenken kannst, siehst Du in unserem oekofairen Onlineshop!

via: CUCULA

*LH