Wer genug hat von wichtigen Infos vom Schlage “War eben aufm Klo gewesen”, kann nun sein eigenes Facebook bei uns kaufen und die wirklich wichtigen Dinge darin verzeichnen. Endlich. Dies Buch mit vielen Gesichtern gilt es bei S.W.W.S.W. am Moritzplatz zu erwerben, meine Damen und Herren – für schlappe 10,- Euro.
Notizbuch “Facebook”
Material: 100% Recyclingpapier
Maße: 20,5 cm x 15 cm x 1,1 cm
Mit der Einführung des Mobiltelefons begann der schleichende Tod der öffentlichen Telefonzellen. Wohin nun mit den unhandlichen Dingern? Die beiden Künstler Benoit Deseille und Benedetto Bufalino hatten da eine gute Idee. Sie verwandelten die alte Zelle in ein schickes Aquarium und hauchten ihr so wieder neues Leben – in Form von bunten Fischen.
Unsere freundlichen Nachbarn in den Prinzessinnengärten lassen sich von den Architekten und Künstlern der “Plattenvereinigung”, aus alten Plattenbauteilen einen zweigeschossigen mobilen Bungalow mit Panoramablick auf den wunderbaren Moritzplatz in ihren urbanen Garten bauen.
Noch wird der Bau zur Erprobung in der Peter-Behrens-Halle der TU aufgebaut. Hier wird das Maxim-Gorki-Theater am 6.2. in der Reihe “Ökonomie des Lebens” Einar Schleefs „Das Haus“ aufführen – die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters zwischen privater Katastrophe und dem eingefriedeten Leben im Kollektiv – bevor das Ganze zu uns in den Garten wandert.
“Plattenvereinigung” ist ein Projekt von Architekten und Künstlern, die sich seit Jahren mit dem Rückbau der Sozialbauvisionen in Ost und West beschäftigen. Unter dem Eindruck der endlosen Diskussionen über “schrumpfende Städte“ und Vereinigungen in Köpfen und Parlamenten schaffen sie Fakten und bauen ein Haus aus Plattenbauteilen aus Frankfurt/Oder und München. In ihrem temporären Altneubau erforschen und erspielen sie die Ökonomie des Lebens damals und Möglichkeiten, in den Modulen der Geschichte zu leben, ohne sie abzureißen.
Greetje van Tiem, Absolventin der “Design Akademie Eindhoven – Abteilung Mensch und Freizeit”, präsentierte 2007 ihre Abschlussarbeit “indruk”, das alte Zeitungen in Garn umwandelt, woraus wiederum Teppiche, Vorhänge und Polster gewebt werden können.
Dazu van Tiem (frei übersetzt ins Deutsche):
“Die heutige Nachricht ist Textil von morgen. Die Titelseite einer Zeitung liefert nicht weniger als zwanzig Meter Garn, die es ermöglichen, Schnee von gestern in greifbare Erinnerungen umzuwandeln, die in alle Arten von Polster umgewandelt werden können.
Wenn man genau hinsieht, kann man einzelne Buchstaben erkennen, einen Teil des Datums und Farben erscheinen aus einem Foto. Man ist nicht mehr in der Lage, die Zeitung zu lesen, aber die Erinnerung wird wach gehalten.”
Ein prächtiges Beispiel für sinnvolles Recycling von Tageszeitungen. Über die Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit und Pflege der Teppiche und Vorhänge habe ich leider keine näheren Infos.
Seht her, wir präsentieren – tadaa –all unsere dekortativen Stempel. Angefangen mit den höchst praktischen und individualisierbaren Sprechblasen- und Linienstempeln – aus Vollgummi mit Naturkautschukanteil und einem Stempelgriff aus heimischen Hölzern und natürlich mit gepunkteten statt durchgezogenen Linien, um Druckfarbe beim Stempeln zu reduzieren. Sagt, was immer ihr möchtet oder auch mal einfach nix – mit den diesen schicken Stempeln von schœner.wærs.wenns.schœner.wær.
Dann muss auch noch erwähnt werden, daß unser Jahreszeiten-Stempel-Set komplett ist. Jawohl. Blume, Vogel, Kirsche, Schmetterling, Blatt, Stern und Schneeflocke – alles da. Jetzt kann “der Baum für alle Fälle” das ganze Jahr mit eurer Lieblingsjahreszeit bestempelt werden. Endlich.
Und schließlich noch unseren Super-Oeko-Berliner-Bär-Stempel aus Naturkautschuk auf Bio-Wein-Korken (von Delinat), handgefertigt am Moritzplatz. So. Bleibt nur noch zu sagen: “Stempeln ist in!” – nur zur Info.
Preise:
* Stempel Sprechblasen/Linien – je 8,50 €
* Jahreszeitenstempelchen – je 4,- € (ab 3 Stempeln 3,50 €)
“Packaging Lights” ist eine Arbeit der niederländischen Designerin Anke Weiss und visualisiert die Transformation eines Massenproduktes in ein einzigartiges Stück Design. Gebrauchte Verpackungskartons von Getränken, Lebensmitteln und Waschmitteln werden dabei recycelt mittels kleiner Einstiche und einer “inneren Erleuchtung”. So überlebt die Verpackung den Zeitpunkt des Wegwurfs und wird selbst zum Produkt – beinahe poetisch und visuell eine stimmungsvolle Nachbereitung zu Weihnachten und Silvester.
Diese neue Bushaltestelle war einmal ein Schulbus. Keine Zauberei, sondern das Werk zweier Künstler aus Atlanta – Christopher Fennell & Doug Makemson. Die Busse stammen aus den Jahren ‘62, ‘72 and ‘77. Und die Sitze sind aus ausgemusterten Stadtbussen entnommen. Großartige Sache.
Der “Floating Garden” ist eine Art Kläranlagenaquariumsgarten, in dem das Aquariumswasser nach oben in den “Garten” gepumpt wird, um dann frisch geklärt vom nährstoffreichen Düngemittel (Fisch-AA) wieder ins Aquarium zurückzufliessen – sehr zur Freude der Fische und Pflanzen. Und auch für den Betreiber dieser stilvollen Kläranlagenkombination entfällt fortan der lästige Aquariumswasserwechsel und das ewige Pflanzen giessen.
Photos credits : Ribon
The fish tank is a microcosm that reflects human concerns: within the finite space of its architecture the main issue that conditions the well-being of its inhabitants is waste management. ‘Floating Garden’ by Benjamin Graindorge and Duende Studio brings an innovative solution to the daily maintenance constraints of freshwater aquariums with a filtering system that is 100% natural: a cushion of sand + plants that adapts to each and every model. Its recycling principle based on hydroponics does away with the chore of regular water changes and proposes a new domestic- scale typology, between the decorative glass vase and the water purifying plant.