Kategoriearchive: urbane gestaltung

Delfin hechtet über Öltonne – ein original Banksy

Zweckentfremdeter Kinderbespassungsdelfin aus dem Einkaufszentrum, artgerecht verheddert im Thunfischfangnetz, lebensecht über eine Öltonne inklusive Leck springend – eine öffentliche Irritation der subversiven Sorte von Banksy, dem Streetart-Helden.

via hope+glory

*SR

Viele gute Gründe für einen Besuch am Moritzplatz

Noch ist es öfter schön als fies draussen – also raus aus der Bude, rin in die urbane Stadtnatur! Und wo isses da am schönsten? Richtich, am Moritzplatz.

Nicht nur weil S.W.W.S.W. da zu finden ist, sondern auch wegen der wunderbaren Prinzessinnengärten. Und dies nicht nur, wegen des gemütlichen Gartencafés/Biergartens, sondern auch wegen des kürzlich dort errichteten vagabundierenden Baumhaus-Zirkus-Restaurant-Kunstprojektes von Tony Hornecker namens „The Pale Blue Door – The Garden“.

Wenn Tony Hornecker auf Reisen geht, dann schliesst er nicht einfach seine blassblaue Londoner Wohnungstür hinter sich, sondern er schmeisst sie zusammen mit einem Haufen Werkzeug und seiner Crew in einen alten Ford Transit und nimmt sie mit. Irgendwo wird dann halt gemacht, das Lager aufgeschlagen, Sperrholz, Bestuhlung und Dekor von der Strasse aufgesammelt und ein vagabundierendes Hüttendorf gebaut. So auch im Prinzessinnengarten. Hier eröffnet “THE PALE BLUE DOOR – THE GARDEN” in 7 Baumhäusern und 7 Séparées am Donnerstag, den 12.8 – der Nacht, in der die meisten Sternschnuppen zu sehen sein werden. Als Extra sorgt ein Getränkelift für den Nachschub aus dem Gartencafé.

Der Getränkelift ist allerdings eine kleine Sensation. Drum auf, auf zum Moritzplatz!

via Prinzessinnengarten

*SR

Hartz IV Möbel – Kreuzberg 36 Chair

Es gibt leider mehr Menschen mit gutem Geschmack als gutem Einkommen. Nach dem Motto „Lebensqualität für alle“ hat der Architekt Le van Bo ein paar stilvolle Möbel entworfen, die sich jeder zu einem budgetfreundlichen Betrag selber basteln kann. Zum Beispiel den Kreuzberg Chair 36:
Hartz aber herzlich
Der Kreuzberg 36 Chair ist in 36 Arbeitsschritten mit 36 Euro Materialkosten  zu bauen und zudem eine Liebeserklärung an den buntesten Bezirk Berlins: Kreuzberg 36.
Die Materialien für den Kreuzberg Chair bekommt man in jedem handelsüblichen Baumarkt und den Bauplan gibt es kostenfrei*.
Zutaten:
- Standard-Leimholz aus Kiefer (30 x 80 cm), nicht viel größer als ein Skateboard  ( aus diesem Brett lässt man sich die Teile zuschneiden, die für das Gestell benötigt werden) – drei dünne Schichtholzfurniere für die Sitzflächen
Nein danke, keine Tüte erforderlich – passt alles in den Fahrradkorb.
Ein Stuhl mit Migrationshintergrund
Entworfen wurde der Kreuzberg 36 Chair von Le Van Bo, einem Kreuzberger Architekten mit laotischen Migrationshintergrund. Motiviert wurde er von einem Kreuzberger Theaterhaus mit ungarisch-rumänischen Migrationshintergrund, welches dringend einen Selbstbau-Stuhl für eine Premiere brauchte.
Der Prototyp entstand in einer Volkshochschule, einer Institution mit dänischem Migrationshintergrund. Inspiriert ist der Kreuzberger Küchenstuhl – kurz Kreuzberg Chair – von einem Stuhl mit französischem Migrationshintergrund (Standard Chair von Jean Prouvé) und einem Computer mit kalifornischen Migrationshintergrund (Macbook Pro von Jonathan Ive).
So jetzt bist Du dran.
Alles was Du an Werkzeug für den Bau des Kreuzberg 36 Chairs brauchst sind zwei Schraubzwingen, einen Akkuschrauber mit einem extralangen (!) 8mm Holzbohrer, eine Japansäge, Schleifpapier und eine CD von Peter Fox, oder andere Musik aus Kreuzberg.
*Bauplan gibt’s kostenlos von prime@web.de
*SR

Schmöker-Automat – Literatur to go

Hamburg ist um zwei intelligente Attraktionen reicher – nämlich die beiden Literaturautomaten vom Automatenverlag. Jetzt heisst’s schmökern statt schmöken (tschuldigung, den konnt ich mir irgendwie nicht verkneifen).

Bestückt sind die außergewöhnlichen Automaten mit zigarettenschachtelgroßen Werken, wie „Vom Zauber des seitlich dran Vorbeisehens“, „Stadtführer Hamburg für erwachsene, berufstätige Frauen“, „Koch doch selber! – Kochbuch für Kinder“ und natürlich „Das Rauchen“.

Die Idee dazu hatte Bettina von Bülow und anstatt extra einen Automaten bauen zu lassen, kaufte sie alte mechanische Zehnschacht-Automaten und schrumpfte das Buchformat auf die Größe einer Kippenschachtel. Famos und absolut notwendig auch in Berlin, wie wir finden.

Vielleicht bei uns am Moritzplatz? Der könnte literarische Aufbauarbeit gebrauchen und durch die Form der Präsentation wäre eventuell die Schwellenangst zum Literaturkonsum niedriger.

*SR

Rethink – von Anna Garforth

An dieser Stelle möchten wir noch ein inspirierendes Werk der wunderbaren Anna Garforth präsentieren.

RETHINK

‘To think again about (something such as a policy or course of action), esp. in order to make changes to it.’
This piece was located infront of two main resources we heavily depend upon, gas and water. The word communicates a need to rethink about what we consume and how we consume it.
The alarm’s gone off, the gong’s been rung, the fat lady has sung. Don’t press the snooze button, don’t roll over and go back to sleep. It’s time to wake up and smell the carbon.’

Also, dies ist als Anregung zu verstehen, denn der nächste Herbst kommt bestimmt und Blätter nur pressen ist out.

Fotos by Anna Garforth

*SR

Trash Chic Vol 3 – von Anna Garforth

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Head Gardner

Ein Guerilla Gardening Projekt von der bereits hier erwähnten Künstlerin Anna Garforth, bei dem alte Michflaschen zu neuen Euren (inklusive Trendfrisur) kamen. Ein paar dieser Character sind auf die Strasse gegangen, während sich andere ihre Frisur nicht vom Regen ruinieren lassen wollten.

Fotos by Anna Garforth

via Recyclart

*SR

smart street art – immer hübsch Augen aufhalten

Ob und was man alles in Berlin sieht, ist eine Frage des Blickwinkels, wie die Bilder aus der Bergmannstr. beweisen – smart street art! Funktioniert übrigens aus verschiedenen Perspektiven (s.u.).

via spreeblick

*SR

Alles ist erleuchtet – „Light Graffiti“ at it’s best

Zum Thema Green Graffiti möchten wir an dieser Stelle „Light Graffiti“ oder „Glowstick Graffiti“ präsentieren.

Benötigt wird dazu: Ein Fotoapparat, eine Lagzeitbelichtung von ca. 10 – 30 Sekunden, ein Stativ für beste Ergebnisse und natürlich was Erleuchtendes, wie Glowsticks, Taschenlampen, Reflektoren und sogar mit Fackeln kann man arbeiten, um alle Arten von Designs und Tags zu erstellen.

Jede Person, jeder Ort, jedes Ding kann damit zu einem Stück höchst vergänglicher Kunst werden. Ohne eine wirkliche physische Präsenz, nur durch das Foto sichtbar und erlebbar gemacht, tritt der Künstler und vor allem das Kunstwerk in den Hintergrund – und muss auch nicht aufwändig mittels ätzendster Chemie von irgendwelchen armen Hausmeistern von irgendwelchen unschuldigen Hauswänden geschrubbt werden.

inspired by colourlovers

mehr grandiose Bilder bei flickr

*SR

Galaktische Interventionen in öffentlichen Verkehrsmitteln

Improv Everywhere hat sich den Interventionen im Alltag im öffentlichen Raum verschrieben. Auf ihrere Website sagen sie über sich:

Improv Everywhere causes scenes of chaos and joy in public places.

In diesem Fall wurde die Gefangennahme von Prinzessin Leia durch imperiale Sturmtruppen (und schliesslich ihrem Vorgesetzten, Darth Vader höchst persönlich) in der New Yorker U-Bahn nachgespielt. Und es hat funktioniert, es reisst die Leute aus den U-Bahnsitzen, die Fahrt wird zur Theatervorstellung – der Alltag ist erfolgreich durchbrochen. Chapeauchen.

For our latest mission, we staged a reenactment of the first Princess Leia / Darth Vader scene from Star Wars on a New York City subway car. The white walls and sliding doors on the train reminded us of the rebel ship from the movie, and we thought it would be fun to see how people would react to a surprise appearance by the iconic characters. We spread out the actors along the train line, staging it so they would enter the right car at the right time. Enjoy the video first and then go behind-the-scenes with the photos and report below.

via rebelart

*SR

Glitsh

Afghanistan | Open for Blitzness
A bleeding clock displaying Afghanistan local time (AFT) is placed in a public space in Helsinki (EEST time). Location World Trade Center.

Glitsh – ein Streetartist aus Schweden, der meisterlich subversive Straßenkunst und Shopdroppingprojekte realisiert, wie z.B. die oben zu sehende „Bleeding Clock Afghanistan“ oder den unten abgebildeten  Austausch eines Hello Kitty-Puzzles gegen ein Kriegsbild.

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