Jawohl, wir haben ein Faible für’s urbane Gärtnern und Pflanzen und das ist kein Geheimnis. Und für uns und alle anderen Garten- und Natur-Fans gibt es ein kleines, aber feines Magazin namens “Balkon & Garten“.
Das ist ein wunderbares Naturfanzine und jede Ausgabe beschreibt ein Thema aus Beiträgen von Künstlern, Designern, Gärtnern, Musikern und Autoren und spürt damit der Natursehnsucht des modernen Menschen nach. Jede Ausgabe wird neu gestaltet und jeder kann mitmachen. Und Balkon & Garten ist ein non-profit Projekt. Was will man mehr?!
Balkon & Garten erscheint zweimonatlich in einer 150er-Auflage von handgehefteten, nummerierten Exemplaren im Format DIN A5 und wird übers Internet vertrieben. Und zwar zum Preis von 5,- Euro (zzgl. Versand).
Die aktuelle Ausgabe mit dem Titel Holzwege kann online durchgeblättert werden oder aber live bei S.W.W.S.W. am Moritzplatz. Und der Blog zum Magazin – Beton & Garten – ist ebenfalls höchst besuchenswert.
Wem jetzt noch spontan zum Thema der nächsten Ausgabe “SCHWARZ-WEISS” etwas einfällt, der kann mitmachen. Eingesendet werden können Fotos, Texte, Bilder, Gedichte, … – ohne Vorgaben. Allerdings ist der Einsendeschluss bereits am 01. März 2010, also hurtig ans Werk.
Und dann per Post an: beton + garten VerlagAnke Wulffen, Sonntagstraße 5, 10245 Berlin oder per E Mail an: redaktion(ät)balkon-garten(punkt)de
Ein Tipp für Berlinale- und Street Art-Fans: Heute, Sonntag, den 14.02.2010, läuft um 22.30 Uhr im Rahmen des Wettbewerbs bei der Berlinale (außer Konkurrenz) ein Film über den Street-Art-Künstler “Banksy“: »Exit through the Gift Shop«.
Der britische Graffitikünstler ist für seine längst zu Ikonen gewordene Straßenkunst berühmt und streng darauf bedacht, seine Identität geheim zu halten, um einer möglichen Strafverfolgung zu entgehen. Darum überrascht es auch nicht, dass er nicht bereit war, sich von einem exzentrischen französischen Ladenbesitzer namens Thierry Guetta filmen zu lassen.
Wir haben in der Recherche zu unserer Diplomarbeit Operation 030 mehrere Arbeiten von ihm vorgestellt – seine gesellschaftskritischen humorigen Arbeiten sind eine Sensation.
Der Film wird im Rahmen der Berlinale noch dreimal wiederholt: Am Montag, den 15.02., um 15:00 im Friedrichstadtpalast und um 20:00 Uhr in der Urania, und am Sonntag, den 21.02., um 17:30 im Berlinale Palast. Karten gibt es entweder online, am zentralen Vorverkauf der Berlinale am Potsdamer Platz oder am jeweiligen Tag an der Kinokasse des entsprechenden Kinos – wenn man Glück hat.
“Architecture of Change 2″ zeigt wie schon der Vorgänger “Architecture of Change” Arbeiten, die zusätzlich zu ihren außergewöhnlich architektonischen Qualitäten einen Beitrag leisten für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft. Das Buch berichtet außerdem von laufenden Initiativen, die die Forschung auf diesem Gebiet vorantreiben und so eine neue Generation von umweltbewussten Architekten und Stadtplanern ermutigen und fördern wollen. “Architecture of Change 2″ präsentiert 40 herausragende aktuelle Architektur-, Sozial- und Forschungsprojekte von renommierten internationalen Architekten, angefangen bei Rem Koolhaas über Renzo Piano bis hin zu Initiativen wie Brad Pitts Make-it-right Projekt in New Orleans und Estudio Teddy Cruzs Political Equator.
Diese Projekte zeichnen sich durch die Kombination von Kreativität, wissenschaftlicher Erkenntnis, technologischer Innovation, sozialem Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung aus und zeigen eine neue Architektur, die ebenso nachhaltig und innovativ wie ästhetisch herausragend ist.
Kristin Feireiss ist Autorin, Architekturkritikerin und Kuratorin. Sie hat zahlreiche Bücher über Architektur herausgegeben. 1980 gründete sie das Architekturforum Aedes in Berlin, eine der international erfolgreichsten Institutionen in der Kommunikation von Architekturkultur und Stadtgestaltung.
Jetzt kaufen bei S.W.W.S.W. am Moritzplatz! Jawohl!
“Architecture of Change 2“
Erscheinungsdatum: September 2009
Verlag: Die Gestalten Verlag
Format: 24 x 28 cm
Gebundene Ausgabe, 240 Seiten, vollfarbig
Preis: 44,- €
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“Architecture of Change“
Erscheinungsdatum: April 2008
Verlag: Die Gestalten Verlag
Format: 24 x 28 cm
Gebundene Ausgabe, 304 Seiten, vollfarbig
Preis bei S.W.W.S.W.: 49,90 €
Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin
Hier ein schönes Projekt, das Kunst, Landschaftsgestaltung und Architektur mit einem ökologischen Ansatz verbindet und dabei sowohl dem Auge als auch der Umwelt gut tun.
Die Installation “fake trees” wurde erdacht von den beiden Chilenischen Architekten Claudio Magrini and Emilio Marin, um die Eintönigkeit einer Strasse nach Santiago aufzuheben und gleichzeitig vorbeiziehenden Vögeln ein gemütliches Heim und gefahrloses Zwischenlandeplätzchen zu bieten in Form der dafür vorgesehenen Vogelhäuschen.
Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin
Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin
Photos: Courtesy of Claudio Magrini and Emilio Marin
Das Projekt wurde betreut von einem anerkannten Ornithologen und ist auch ein Versuchsfeld zur Erforschung solcher “Hilfsmassnahmen” für Vögel.
Unsere freundlichen Nachbarn in den Prinzessinnengärten lassen sich von den Architekten und Künstlern der “Plattenvereinigung”, aus alten Plattenbauteilen einen zweigeschossigen mobilen Bungalow mit Panoramablick auf den wunderbaren Moritzplatz in ihren urbanen Garten bauen.
Noch wird der Bau zur Erprobung in der Peter-Behrens-Halle der TU aufgebaut. Hier wird das Maxim-Gorki-Theater am 6.2. in der Reihe “Ökonomie des Lebens” Einar Schleefs „Das Haus“ aufführen – die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters zwischen privater Katastrophe und dem eingefriedeten Leben im Kollektiv – bevor das Ganze zu uns in den Garten wandert.
“Plattenvereinigung” ist ein Projekt von Architekten und Künstlern, die sich seit Jahren mit dem Rückbau der Sozialbauvisionen in Ost und West beschäftigen. Unter dem Eindruck der endlosen Diskussionen über “schrumpfende Städte“ und Vereinigungen in Köpfen und Parlamenten schaffen sie Fakten und bauen ein Haus aus Plattenbauteilen aus Frankfurt/Oder und München. In ihrem temporären Altneubau erforschen und erspielen sie die Ökonomie des Lebens damals und Möglichkeiten, in den Modulen der Geschichte zu leben, ohne sie abzureißen.
Wer genug von der Modewelt hat, kann heute Abend ab 18.30 Uhr in der Galerie Aedes bei der Ausstellungseröffnung von »SEISMOGRAPH CITY – HAMBURG IM DIALOG: Nachhaltige Strategien in Architektur und Städtebau« ein Sektchen kippen … und sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Städtebau auseinandersetzen.
Hamburg wird 2011 als “European Green Capital” den Titel der Klimahauptstadt Europas tragen. Durch seine Küstenlage ist Hamburg besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und zeigt den gegenwärtigen Planungsstand architektonischer und städtebaulicher Entwicklungen in der Hansestadt – aber nicht nur das: mehr als 80 internationale Projekte aus den Bereichen Neubau, Umnutzung, Infrastruktur, Hochwasserschutz, Küstenbebauung und neue Energiegewinnung – und Visionen, wie Architektur von morgen in Zeiten des Klimawandels aussehen könnte, sind zu sehen.
Die Ausstellung läuft bis 4. März. Mehr zur Veranstaltung auf der Seite von Aedes. Kristin Feireiss, Gründerin der Galerie Aedes, hat übrigens auch die beiden Bücher »Architecture of Change« I und II mit herausgegeben – natürlich erhältlich bei S.W.W.S.W.!
Wertvoll – Wunderbare Ökomode im Prenzlauer Berg
Wer danach noch Lust auf Austausch mit Gleichgesinnten hat, kommt ab 20.00 Uhr zum Netzwerktreffen und Kiezhappening bei Judith und Monika von Wertvoll im Prenzlauer Berg! Natürlich inklusive nachhaltigem Shoppingwahn – und endlich wieder ein bisschen Mode!
Die Revolution geht weiter: Nachdem im Oktober das französische Künstlerduo Encastrable (Antoine Lejolivet & Paul Souviron) in einem Hamburger Baumarkt temporäre Skulpturen aus dem vorgefundenen Material realisiert hat und wir dort eine illegale Vernissage mit über 100 Besuchern und zufälligen Gästen gefeiert haben, geht das subversive Ausstellungsprojekt PARASITES in die nächste Runde: Am Samstag, 13. Februar 2010, wird der Berliner Künstler The Wa irgendwo in Hamburg ein neues Kunstwerk realisieren. Zitat aus einem Interview: “Some people call my work “urban hacking.” It’s also been called “artivism.” But maybe it’s just a colorful way to make people think, and for me to react. To be honest with you, I don’t really know! I just always have this sentence pop up in my head from Pierre Bourdieu: “La Démocratie c’est un pouvoir et un contre pouvoir qui s’Équilibrent entre eux.” (”Democracy is the balance between people who have power and those who fight against them.”) I do not pretend that we are living in a democracy (most of my work is illegal) and I realize that some people might think what I do is wrong. Most people don’t understand why I do what I do. I use the city as a stage where I express my ideas whether they are “right” or “wrong.” The Wa co-kuratierte übrigens auch diese Adbusting-Ausstellung in Berlin. Mehr dazu bald: Aktuelle Infos zu dem Projekt wird es auf der Webseite, bei Twitter oder Facebook geben.
Die Arbeiten des Sreet Art Künstlers Specter sind subversive Interventionen im öffentlichen Raum. Leerstanddesign durch verfremdete Ladenschilder, kunstvoll verzierte Papptore als Irritation im Stadtbild, eine Hängebrücke zur Verbindung von Wohnhäusern, eine Schabe auf einer Burgerreklame oder inszenierter Verfall von Häsusern mithilfe von gemalten Rissen und zugefügten Backsteinen – ein Fall für unsere Reihe “Urbane Gestaltung“. Einfach großartig und ganz nach unserem Geschmack.
Diese neue Bushaltestelle war einmal ein Schulbus. Keine Zauberei, sondern das Werk zweier Künstler aus Atlanta – Christopher Fennell & Doug Makemson. Die Busse stammen aus den Jahren ‘62, ‘72 and ‘77. Und die Sitze sind aus ausgemusterten Stadtbussen entnommen. Großartige Sache.