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PARASITES #1: Encastrable

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Unendliche Rohstoffe und Möglichkeiten: Die französischen Künstler Antoine Lejolivet, 35, und Paul Souviron, 29, realisieren unter dem Pseudonym Encastrable temporäre Skulpturen illegal in Baumärkten. Zum Debüt der neuen Hamburger Ausstellungsreihe “PARASITES – illegal exhibitions” werden die beiden Bildhauer, ehemalige Studenten der Straßburger Kunsthochschule ESAD Straßburg, neue Installationen und Skulpturen in einem Hamburger Baumarkt präsentieren und zum ersten Mal eine Vernissage feiern (inklusive Schampus, Schnittchen und Führungen) – und das bis zum Rauswurf. Denn die Grundregel des Duos lautet: “Falls der Verkäufer eines Geschäfts uns eine offizielle Genehmigung erteilt, dann hören wir sofort damit auf.”

PARASITES präsentiert vier Mal im Jahr subversive Ausstellungen mit internationalen Künstlern in Hamburg. “Wir sind die Schweinegrippe der Kunstwelt”, erklärt der künstlerische Leiter Konrad Verwelkt. “Du kannst uns nicht entkommen, wir schleichen uns in das System, wir sind die Revolution auf Samtpfoten. Neue Räume für Off-Kultur schaffen? Wozu? Es gibt doch genug Räume – man muss sie sich nur nehmen! Street Art hat die Straße zur Galerie gemacht, wir machen die ganze Welt zu einer Ausstellung! Am 19. September sind wir in einem Baumarkt – aber morgen vielleicht schon in Deinem Wohnzimmer.”

SAMSTAG, 19. SEPTEMBER, AB 18 UHR IM BAUMARKT MAX BAHR, JESSENSTRASSE 11, HAMBURG-ALTONA

via Rebelart

*SR

Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier (12)

Bauanleitung für Gorleben-Treck

gorleben_treck_01Aus aktuellem Anlass und weil es sowieso mal an der Zeit ist, diese Serie durch konkrete “Mitmach”-Tipps aufzulockern, kommt jetzt mal eine Bastelanleitung. Wer nach dem Wochenende Lust hat, das Hochgefühl der “Mal richtig Abschalten!”-Demo auf dem heimischen oder Büro-Schreibtisch aufleben zu lassen, der kann sich den Gorleben-Treck ausdrucken, zurechtschneiden, falten und zusammenkleben: herunterzuladen auf der Seite vom Anti-Atom-Treck.

Ausgedruckt wurde der im Bild befindliche Anti-Atom-Trecker auf 110g starkem grauen Recyclingpapier (DIN A4), erhältlich als Skizzenblock bei Modulor, geklebt mit dem Naturkautschukkleber “Kristallgummi” von Gutenberg, erhältlich bei Memo.

Das Papier war zum Basteln etwas spröde, deshalb hielt auch der Kleber nicht so besonders. Aber wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, bedrohten den Trecker in den heimischen Gefilden ganz andere Mächte, die vermuten lassen, dass seine Tage gezählt sind (wie hoffentlich die deutscher Atomkraftwerke.)

*NB

Visualisierter CO2-Ausstoss

Photo by scaryideas.com

Die Luftverschmutzung in China hat in den letzten 10 Jahren um 50% zugenommen – eine Folge der raschen Industrialisierung des Landes und der drastisch angestiegenen Autoanschaffungen und -nutzung.

16 der 20 Städte mit der höchsten Luftverschmutzung des Planeten befinden sich in China. Die Umweltverschmutzung in China wird sich innerhalb der nächsten 15 Jahre voraussichtlich vervierfachen, es sei denn, das Land kann das Wachstum des Energieverbrauchs und der Kfz-Nutzung drosseln.

Die World Wildlife Foundation (WWF) hat sich diesem Thema angenommen und eine anschaulich aufbereitete Kampagne ins Leben gerufen. Ein Auto wurde mit einer gigantischen schwarzen Wolke versehen, die dessen C02-Ausstoss an nur einem Tag verdeutlichen sollte. Auf der Wolke war folgender Text zu lesen: “Drive one day less and look how much carbon monoxide you’ll keep out of the air we breathe.” (<- natürlich in chinesisch)

Die Kampagne war gleichzeitig ein Startschuss für das “20 Tips for Sustainable Development”-Programm des WWF, das auf der chinesischen Website 20to20.org vorgestellt wurde.

via ecoviz.org

*SR

Kein Schloss in unserem Namen!

addDie Bebauung des Berliner Schlossplatzes ist das wichtigste Kulturprojekt und größte staatliche Bauvorhaben in Deutschland für Jahrzehnte. Nach Ansicht der Initiatoren soll der Bau im Herzen der Hauptstadt identitätsstiftend für das wiedervereinte Berlin und Deutschland sein. Allerdings rief das Vorhaben seit Anbeginn einen gesellschaftlichen Dissens hervor.

Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil …

… uns das Nutzungskonzept uns nicht überzeugt.

… wir den Prozess seiner Durchsetzung kritisieren.

er sich von der Stadt abwendet.

er ein Bild von Geschichte und Gegenwart Deutschlands verkörpert, das wir nicht teilen.

Während der Beschluss für den Bau des Humboldtforums mit den barocken Schlossfassaden im Jahr 2002 bei manchen noch Euphorie (und bei anderen Resignation) hervorgerufen hatte, ist diese im Moment der Realisierung einer allgemeinen Ernüchterung und Sprachlosigkeit gewichen: Seit fast sieben Jahren existiert die Idee für die Nutzung, doch diese sieben Jahre sind verstrichen, ohne dass die Nutzer eine überzeugende  Konzeption entwickelt hätten.

Nach den ganzen Jahren Sammelei sind kaum Spenden eingegangen, nur wenige Architekten haben sich auf den Wettbewerb für das prestigeträchtige Bauvorhaben beworben, das Nutzungsprogramm wurde um mehr als die Hälfte zusammengestrichen, eine programmatische Idee ist nach wie vor nicht konkretisiert. Selten war ein Bauvorhaben so umstritten wie dieses, das gleichwohl identitätsstiftend für das wiedervereinte Berlin oder gar das heutige Deutschland sein soll.

Kein Wunder, dass bei solcher Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit die Initiatoren des Bauvorhabens – das Bundesbauministerium und der Förderverein – mit Falschinformationen, Verheimlichungen und unhaltbaren Versprechen seit Jahren Stimmung für das Projekt zu machen versuchen. Doch nicht nur diese Irreführung der Öffentlichkeit ist für das Projekt symptomatisch geworden, sondern ebenso eine Ideenlosigkeit und Blutleere.

Es bestand die einmalige Möglichkeit und Herausforderung, die Mitte der Hauptstadt neu zu gestalten. Doch die Debatte hat die plumpe Kalte-Krieg-Logik nie überwunden. Was in der Vehemenz der Schlossfassadenlegitimation auf der Strecke geblieben ist, ist das Verständnis, dass eine Rekonstruktion ein kultureller und kein technischer Akt ist und dass ein kulturelles Großprojekt wie dieses inhaltlich zum Leben erweckt werden muss. Das Nachdenken jedoch wurde eingestellt, bevor es begonnen hat.

via schlossdebatte.de und Kein-Scloss-in-meinem Namen.de

*SR

SWWSW aktiv beim Carrotmob

Jawohl, wir waren da. Denn wo es um die gute Sache geht, darf SWWSW nicht fehlen. Hier das Beweisfoto:

Nicole und Sylke von schœner.wærs.wenns.schœner.wær beim Karotten Mobbing

Nicole und Sylke von "schœner.wærs.wenns.schœner.wær" beim Karotten Mobbing

Und – man beachte – wir haben sogar ‘ne Bio-Limo im Späti gefunden und sofort käuflich erworben.

“Und wat passiert nu?”, wird sich der eine oder andere nun fragen. Nun, über carrotmobberlin.com kann man sich über den aktuellen Stand der Dinge auf dem Laufenden halten.
Als wir das letzte Mal geguckt haben hieß es dort:
“Wir sind mit Peter, unserem Energieberater, dran und fangen in den nächsten Tagen mit dem Umbau an… #carrotmob#berlin”

Na dann.

*SR

Boomerang von Greenpeace

“In France we don’t pollute. We use nuclear energy.”

“In France we don’t pollute. We use nuclear energy.”

Greenpeace startete vor einiger Zeit in Frankreich eine Kampagne mit bedruckten Boomerangs. Sie sollte den französischen Konsument daran erinnern, daß die Umweltthemen, die er naiv zu vermeiden sucht, ihn unweigerlich wieder einholen werden. Warnhinweise zu den langfristigen Auswirkungen der Kernenergie, dem unverantwortlichen Einsatz von Wasser und der generellen Umwelt-Apathie waren Inhalt der Boomerang-Botschaften.

via theinspirationroom.com + Steph

*SR

Boykott war gestern – Carrotmob hits Berlin!

carrotmob_picture

Es folgt ein Aufruf der Ecofashion Junkies:

1. Mach mit am 13. Juni!

Kaufe am 13. Juni 2009 um 16 Uhr im “Spätkauf MultiKulti” in der Wienerstraße 40. Der Laden wird satte 35% des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen. Wenn du dabei bist, können wir wirklich etwas verändern. Hier der Späti auf der Karte.

Ausgewählt wurde der Laden, der bereit ist, in einer Wettbewerbssituation mit weiteren „Spätis“, mehr als die anderen in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Der Carrotmob gibt dem Besitzer die Chance, sein Nachhaltigkeits-Image und seine Bekanntheit zu steigern und außerdem an dem Tag der Aktion eine Menge Umsatz mehr zu machen! Für ihn heißt das ganz klar: Ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Für den Konsumenten heißt das: Den “Erfolg und Misserfolg am Markt” mit sozialer und ökologischer Verantwortung zu verbinden. Der Carrotmob Berlin wurde von den Eco Fashion Junkies ins Rollen gebracht und wird nun in Zusammenarbeit mit anderen Aktiven freiwillig und unentgeltlich organisiert.

Hinweis: Bitte a) reise nicht extra zwei Stunden mit Auto und Bahn für den Carrotmob an (gerne aber mit dem Fahrrad!) und b) kauf auch nicht mehr ein als du brauchst und auch normal einkaufen würdest! Es geht bei der Aktion darum die Macht des bewussten Konsums zu zeigen – nicht extra CO2 in die Luft zu blasen oder den sinnlosen Konsum zu fördern…

2. Spread the word

Sag allen deinen Freunden Bescheid! Trag’ dich in den Newsletter ein, folg uns auf twitter.com oder trete den studiVZ/Facebook/myspace Gruppen ‘Carrotmob Berlin’ bei und lade deine Freunde und Bekannten dazu mit ein.

3. Give a hand

Gründe einen eigenen Carrotmob in deiner Stadt! Oder hilf mit www.carrotmob.de, www.carrotmobberlin.com oder www.cloudshopping.net weiter zu entwicklen.

via carrotmobberlin.com

Wir von “schoener.waers.wenns.schoener.waer” sind live dabei und versuchen dann im „MultiKulti Spätverkauf“ irgendetwas zu erwerben, was auch noch als nachhaltiger Konsumartikel durchgehen könnte – wir verrückten konsequenten Hühner.

*SR+NB