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Hartz IV Möbel – Kreuzberg 36 Chair

Es gibt leider mehr Menschen mit gutem Geschmack als gutem Einkommen. Nach dem Motto “Lebensqualität für alle” hat der Architekt Le van Bo ein paar stilvolle Möbel entworfen, die sich jeder zu einem budgetfreundlichen Betrag selber basteln kann. Zum Beispiel den Kreuzberg Chair 36:
Hartz aber herzlich
Der Kreuzberg 36 Chair ist in 36 Arbeitsschritten mit 36 Euro Materialkosten  zu bauen und zudem eine Liebeserklärung an den buntesten Bezirk Berlins: Kreuzberg 36.
Die Materialien für den Kreuzberg Chair bekommt man in jedem handelsüblichen Baumarkt und den Bauplan gibt es kostenfrei*.
Zutaten:
- Standard-Leimholz aus Kiefer (30 x 80 cm), nicht viel größer als ein Skateboard  ( aus diesem Brett lässt man sich die Teile zuschneiden, die für das Gestell benötigt werden) – drei dünne Schichtholzfurniere für die Sitzflächen
Nein danke, keine Tüte erforderlich – passt alles in den Fahrradkorb.
Ein Stuhl mit Migrationshintergrund
Entworfen wurde der Kreuzberg 36 Chair von Le Van Bo, einem Kreuzberger Architekten mit laotischen Migrationshintergrund. Motiviert wurde er von einem Kreuzberger Theaterhaus mit ungarisch-rumänischen Migrationshintergrund, welches dringend einen Selbstbau-Stuhl für eine Premiere brauchte.
Der Prototyp entstand in einer Volkshochschule, einer Institution mit dänischem Migrationshintergrund. Inspiriert ist der Kreuzberger Küchenstuhl – kurz Kreuzberg Chair – von einem Stuhl mit französischem Migrationshintergrund (Standard Chair von Jean Prouvé) und einem Computer mit kalifornischen Migrationshintergrund (Macbook Pro von Jonathan Ive).
So jetzt bist Du dran.
Alles was Du an Werkzeug für den Bau des Kreuzberg 36 Chairs brauchst sind zwei Schraubzwingen, einen Akkuschrauber mit einem extralangen (!) 8mm Holzbohrer, eine Japansäge, Schleifpapier und eine CD von Peter Fox, oder andere Musik aus Kreuzberg.
*Bauplan gibt’s kostenlos von prime@web.de
*SR

Umweltfestival am 05. & 06. Juni am Brandenburger Tor

Heute und morgen findet bei – hoffentlich wunderschönem Wetter – das von der Grünen Liga initiierte 15. Umweltfestival am Brandenburger Tor statt. Neben Konzerten, Podiumsdiskussionen und anderen Festival-Programmpunkten kann man sich über regenerative Energien und klimafreundliche Mobilität, Ökocaterer und Bio-Restaurants (und -Bauernhöfe) und vieles mehr informieren…

Bienenschmaus – Fertig gemacht zum Wurf auf die Mittelinsel am Moritzplatz

 

Auch S.W.W.S.W. ist mit von der Partie: Trotz enger Terminplanung (der DMY steht vor der Tür und damit zwei grandiose Veranstaltungen) haben wir eifrigen Hühner unsere wunderbaren Seedbombs gerollt: für den Stand der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau..! Sie ist unter anderem Herausgeberin des bei uns erhältlichen “Berlin isst Bio”-Reiseführers… Also, hin zum Umweltfestival und abends … abrocken beim Green Clubbing Club-Carrot-Mob:

Erster deutscher Club-Carrotmob ist Teil des Umweltfestival-Begleitprogramms: [...]
Die Berliner Clubcommission ist Mitinitiator der Aktion und begeisterte die Betreiber des Tresors, Kaffee Burger, Grüner Salon und Fate-Club sowie Zitadelle Spandau. Alle Clubs investieren einen Teil des an diesem Abend generierten Umsatzes in die klimafreundliche Modernisierung des eigenen Clubs. Damit auch die effizientesten Maßnahmen umgesetzt werden, erstellt ein Energieberater der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“ aktuell ein Energiekonzept für alle fünf Clubs.

*NB

http://blog.schoener-waers.de/2010/05/25/seedbombs-a-la-place-de-maurice-handgerollt-von-s-w-w-s-w/

Seedbombs à la Place de Maurice handgerollt von S.W.W.S.W.

Den Bienen geht’s nicht gut!  Wir müssen handeln. Gedacht, getan. Also, wir gar nicht faul ab in den nächsten Bio-Einkaufsladen und erstmal etliche Samen-Päckchen “Bienenschmaus*” erworben.

Dann Ärmelchen hochgekrempelt und mithilfe unserer famosen Anleitung zum Saatbombenbasteln fleissig Seedbombs gerollt. Da darf man keine Angst haben sich die Hände schmutzig zu machen, Freunde der nachhaltigen Umweltgestaltung! Die Bömbchen haben dann ein paar Tage faul in der Sonne gelegen zum Trocknen und schließlich den Weg auf unsere Ladentheke gefunden, wo sie von engagierten Bienenschützern erworben und ohne Unterlass in die Gegend geworfen werden können – zur Freude der Bienen und der gesamten Menschheit. Es leben die Bienen – mit Seedbombs à la Place de Maurice handgerollt von S.W.W.S.W.!

* Der Alnatura Bienenschmaus ist ein Mix aus Samen von Kräuter-, Duft- und Blütenpflanzen (aus k.b.A.). Aus den Samen sprießt eine blütenreiche, leckere Bienenweide & für jedes verkaufte Saatgutpäckchen spendet Alnatura 50 Cent an die Aktion BeeGood, mit der Mellifera Forschungsarbeiten für alternative Krankheitsbehandlungen von Bienen finanziert.

*SR

Magazine Wall & “brand eins”-Hocker

Die “Magazine Wall” von Elding Oscarson besteht aus tausenden von Magazinen und ist für die Büroräumlichkeiten einer Grafik-Agentur erdacht, um deren Tätigkeitsfeld ins Interieur mit einzubeziehen. via laissezfaire

Das passt ganz gut zu unserer Neu-Nutzung für unsere “brand eins”-Sammlung.

Die kann man doch nich einfach wegschmeissen – aber drauf sitzen und dazu Käffchen trinken, kann man durchaus jetzt auf unserem “brand eins”-Hocker. Komm se rum, könn se ankieken.

*SR

Jetzt bei S.W.W.S.W.! Guerilla Gardening – ein botanisches Manifest

Der Frühling ist in vollem Gange, höchste Zeit zur floralen Rückeroberung des urbanen Raums. Dazu  hier unsere Bauanleitung für Seed Bombs und ein höchst famoser Buchtipp (für 20,- Euro erhältlich bei uns im Laden oder in unserem Avocadostore-Shop):

»Eine bunte Anleitung zu zivilem Ungehorsam, die Lust macht, die nächstbeste Verkehrsinsel zu verschönern, und gleichzeitig die Augen für gärtnerisches Potenzial im öffentlichen Raum öffnet.« (media-mania.de)

Kohl auf dem Grünstreifen, Wildblumen auf Verkehrsinseln, Moosbilder an Betonmauern: Eine besondere Form des Gartenbaus ist unter dem Namen »Guerilla Gardening« zu einer weltweiten Bewegung angewachsen und gewinnt immer mehr Anhänger, mit ganz unterschiedlicher Motivation und immer einfallsreicheren Methoden. Gärtnern ist cool geworden!
Gemeinsam ist den verschiedenen Varianten, dass die Gärtner heimlich unterwegs sind. Sie kultivieren den öffentlichen Raum, indem sie ungefragt Brachflächen und Verkehrsinseln bepflanzen oder mit Blumen gegen die Verwahrlosung der eigenen Nachbarschaft vorgehen. So werden sie mit Spaten und Hacke zu Pionieren einer neuen Form der Stadtgestaltung.

Ein Buch für alle, denen etwas an der Welt außerhalb der eigenen vier Wände liegt und die daran glauben, dass wir sie selber gestalten können.

Der Londoner Richard Reynolds, selbst aktiv als urbaner Gartenguerillero, beschreibt die politischen, sozialen und künstlerischen Aspekte des Phänomens von den Ursprüngen des Guerilla-Begriffs bis hin zu aktuellen Beispielen für die blühenden Spuren, die Guerilla-Gärtner in aller Welt hinterlassen. Zur Hälfte besteht das Buch aus praktischer Starthilfe für die, die sich von der Idee anstecken lassen – mit Tipps zu Ausrüstung, Taktik und natürlich zur Wahl der botanischen Mittel.

www.guerillagardening.org

Guerilla-Gärtner in Aktion (Video)

Hoch die Spaten!

*SR

Von führenden Utopisten empfohlen …

… und von schlauen Realisten zu erwerben:
Lobkärtchen bei S.W.W.S.W.!


Wer kennt das Problem nicht? Zwischen all den Dingen, die zu erledigen sind, bleibt oft wenig Zeit zum … Loben! Genau! All die Lieben um einen herum, die sich abbuckeln, verdienen Dank – und Lob! Hoch die Tassen!

Und damit das neue Jahr nicht in guten Vorsätzen stecken bleibt, hat die “Gute Gesellschaft” wieder eine wunderbare Lösung parat: Und zwar in Form von Lobkärtchen für diverse Anlässe – in einer Utopia-Spezialedition (mit Pappschachtel aus CO2-reduzierter Papierproduktion statt Kunststoffbox und auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt) für schlappe 9,99 Euro.

10 x 10 verschiedene Versionen des Lobs fördern vorwärtsgerichtetes Denken und Handeln, außergewöhnliche Aktionen, herausragende Leistungen oder auch nur die eine kleine, gute Tat.
Das Signaturfeld auf der Vorderseite und die beschreibbare Rückseite machen die bunten Kärtchen zu kleinen Ansporn-Wundern.
Das beiliegende Faltblatt mit 16 großen Vorbildern, von Gandhi bis Tarzan, von Kolumbus über Tim-Berners-Lee bis hin zu MacGyver zeigt, welche Kreativität in jedem Einzelnen steckt — und beweist, dass jeder einmal klein angefangen hat.

Das finden wir exzellent! Hut ab!
Schwingt die Haxen und kommt vorbeigeschneit (harhar) bei schœner.waers.wenns.schœner.wær, bevor die erste Lieferung vergriffen ist!

*NB

Recycling von Tonträgern

Soundwave

Soundwave

“Sound Wave” ist eine Recycling-Skulptur ausgestellt in der Brooklyn Academy of Music in New York. Aus alten zusammengeschmolzenen Platten wurde ein schwarzer Wellenberg geformt nur unterbrochen durch farbige Labels.

Steht auf dem Hof der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Quelle: Flickr

Steht auf dem Hof der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Quelle: Flickr

Das ist eine Form der Wiederverwertung überalterter Tonträger oder aber die oben abgebildete Variante der Plattenkugel – ganz chic, aber auch nicht gerade platzsparend. Hier nun ein paar dekorative Inspirationen zur Umnutzung der guten Stücke zum Selberbasteln. Wer jetzt keine alten Platten mehr mit fragwürdiger musikalischer Qualität zuhause rumfliegen hat, der findet auf jedem gut sortierten Flohmarkt eben solche für schmales Geld. Und bei Instructables gibt es auch passende Bauanleitungen.

Vinyl-Nachttischlämpchen (funktioniert auch mit Energiesparlampe)

Vinyl-Nachttischlämpchen (funktioniert auch mit Energiesparlampe)

Vinyl-Notizbuch (z.B. zum Notieren der persönlichen Top 1000)

Vinyl-Notizbuch (z.B. zum Notieren der persönlichen Top 1000)

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Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier (12)

Bauanleitung für Gorleben-Treck

gorleben_treck_01Aus aktuellem Anlass und weil es sowieso mal an der Zeit ist, diese Serie durch konkrete “Mitmach”-Tipps aufzulockern, kommt jetzt mal eine Bastelanleitung. Wer nach dem Wochenende Lust hat, das Hochgefühl der “Mal richtig Abschalten!”-Demo auf dem heimischen oder Büro-Schreibtisch aufleben zu lassen, der kann sich den Gorleben-Treck ausdrucken, zurechtschneiden, falten und zusammenkleben: herunterzuladen auf der Seite vom Anti-Atom-Treck.

Ausgedruckt wurde der im Bild befindliche Anti-Atom-Trecker auf 110g starkem grauen Recyclingpapier (DIN A4), erhältlich als Skizzenblock bei Modulor, geklebt mit dem Naturkautschukkleber “Kristallgummi” von Gutenberg, erhältlich bei Memo.

Das Papier war zum Basteln etwas spröde, deshalb hielt auch der Kleber nicht so besonders. Aber wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, bedrohten den Trecker in den heimischen Gefilden ganz andere Mächte, die vermuten lassen, dass seine Tage gezählt sind (wie hoffentlich die deutscher Atomkraftwerke.)

*NB

Umweltfreundliche Sticker selbermachen – ein Tutorial von Keri Smith

photo by Julia Kahl -> slanted

photo by Julia Kahl -> slanted

Wie versprochen folgt hier nun das Tutorial zur Herstellung von umweltfreundlichen Stickern von Keri Smith aus ihrem fabelhaften Buch “The Guerilla Art Kit”.

Das Tutorial ist auf englisch also müssen schon wieder die Dictionaries bemüht werden – aber das hält schön fit im Kopf . Nach der Lektüre der Anleitung ist man in der Lage, sich zu jedem gesellschaftlich relevanten Thema auf umweltfreundliche Art visuell auszudrücken. Vom “Keine Werbung, bitte”-Aufkleber auf dem Briefkasten über den “Heute Auto einfach mal stehenlassen, bitte”-Sticker am Parkautomat bis hin zum “Heirate mich, bitte”-Poster an der Hauswand der Geliebten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. SWWSW-Tipp: Recyclingpapier benützen.

Noch zwei Hinweise: Die Haltbarkeit der umweltfreundichen Sticker ist draussen natürlich begrenzt bis zum nächsten Wolkenbruch und eine Unze sind umgerechnet etwa 28,35 Gramm.

Und rinjehauen!

HowToSticker1

HowToSticker2

*SR

Poster Pocket Plants

Photos by torotoist.com

Poster Pocket Plants ist eine Mischung aus alternativer Street Art, Guerilla Gardening und Adbusting und ein großartiger Beitrag zu unserer Serie “Urbane Gestaltung”. Die beiden “Erfinder” der Plakatbepflanzung, Eric Cheung und Sean Martindale, sehen sich als Rückeroberer des öffentlichen Raumes, der vorher massiv von Werbeflächen okkupiert wurde. Und die beiden möchten mit dieser Aktion alle dazu aufrufen, sich ebenfalls an der friedlichen Rückgewinnung des urbanen Raumes mit innovativen und inspirierenden Aktionen zu beteiligen. Sehr richtig – Taten sind gefragt. Denn ma los!

Mehr Bilder und die ganze Reportage gibt’s unter torontoist.com

via rebel:art

*SR