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Mit den Tags ‘inspiration’ versehene Einträge

Sheep Ink. – das Schaf als Werbungsfresser

03/08/2010 · 1 Kommentar

Das Künstler-Duo zweintopf gründete eine fiktive Firma namens „Sheep Ink.“ mit der kreativen Firmenidee Grünlandbewirtschaftung nach Marketinggesichtspunkten zu betreiben – und wir wollen davon berichten:

Idee
Unbewusst definiert und diktiert die Werbung unseren Lebensstil. Ihrer Beeinflussung zu entkommen ist schlicht unmöglich. Wie Schafe grasen wir in Herden die Einkaufszentren ab und fressen ohne Murren jede Art von Werbung und Mode, die man uns vorlegt. Dass es alle so machen, ist oft die einzige Begründung. Die Werbung entwickelt jene graphischen Elemente, die sich in der Phantasie ihrer Kunden ablagern und mit denen sie sich „ihre Welt konstruieren.“ Damit ist Werbung nicht nur eine Sphäre der modernen Lebenswelt, sondern ihr „Schematismus“.1 Ein Schematismus der sich nicht abstreifen lässt.

Die Marketingmaschinerie hält die „Phantasie“ der Konsumenten bei Laune, dreht sich doch alles nur um die Frage, wie man die Aufmerksamkeit eines von allen Seiten abgelenkten Kunden mit Sinnesangeboten noch fesseln könnte, wie man Marken und Logos in den Gehirnen möglichst unauslöschlich einschreiben könnte. Ständig sind neue, kreative Konzepte gefragt.

Und hier kommt die fiktive Firma „Sheep Ink.“ ins Spiel.

Die folgende Firmenbeschreibung soll einen Einblick in das Tätigkeitsfeld von Sheep Ink. geben: Sheep Ink. versteht sich als innovatives Unternehmen im Bereich Außenwerbung, das Agrar- und Dienstleistungssektor optimal verbindet. Mit einem einfachen, bisher einzigartigen System werden ländliche Grünlandbewirtschaftungsmethoden für die Werbewirtschaft nutzbar gemacht und brachliegende oder nur wenig ertragreiche Wiesenflächen durch gezielten Einsatz von Schafen zu „selbstarbeitenden“ Werbeflächen aufgewertet. Damit bietet Sheep Ink. die optimale Werbelösung für Unternehmen, die ihre biologische und ökologische Einstellung auf ihr Werbekonzept ausweiten wollen. Auf der Suche nach neuen kreativen Werbemöglichkeiten führt an Sheep Ink. kein Weg vorbei.

Was ist schon ein 24 Bogen Plakat gegen ein mehrere 1000 m2 großes Logo, das in Hanglage ein ganzes Tal erreicht oder in der Einflugschneise eines Flughafens zum Eyecatcher wird. Auch ist heute „Bio“ angesagter denn je und Nachhaltigkeit war nie so modern. Sogar von den Diskontern schallt es „Zurück zum Ursprung“. Die fiktive Firma Sheep Ink. liefert das perfekte Werbemittel für den Bioboom. Keine Regenwälder werden für Werbeplakate und Drucksorten verschwendet und keine Flüsse mit giftiger Druckerschwärze verschmutzt. Die Werbung setzt auf rasch nachwachsende Biomasse und artgerechte Schafhaltung.

Der Konnex zum Schaf als Hauptakteur und „Mitarbeiter“ von Sheep Ink. ergibt sich über das landläufige Sprichwort „wie die Schafe“, für meist unüberlegtes menschliches Herdenverhalten, gläubiges Nachlaufen in der Masse. Bei Sheep Ink wird das Schaf zum Werbungsfresser. Schaf und Mensch werden in ihrem Verhalten gleichgesetzt: Das Schaf wird vom Elektrozaun gelenkt, der Mensch durch die Werbung.

via rebelart

*SR

Kategorien: inspiration · kunst · nachhaltiges design · sustainable design
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Von führenden Utopisten empfohlen …

01/28/2010 · Hinterlasse einen Kommentar

… und von schlauen Realisten zu erwerben:
Lobkärtchen bei S.W.W.S.W.!


Wer kennt das Problem nicht? Zwischen all den Dingen, die zu erledigen sind, bleibt oft wenig Zeit zum … Loben! Genau! All die Lieben um einen herum, die sich abbuckeln, verdienen Dank – und Lob! Hoch die Tassen!

Und damit das neue Jahr nicht in guten Vorsätzen stecken bleibt, hat die „Gute Gesellschaft“ wieder eine wunderbare Lösung parat: Und zwar in Form von Lobkärtchen für diverse Anlässe – in einer Utopia-Spezialedition (mit Pappschachtel aus CO2-reduzierter Papierproduktion statt Kunststoffbox und auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt) für schlappe 9,99 Euro.

10 x 10 verschiedene Versionen des Lobs fördern vorwärtsgerichtetes Denken und Handeln, außergewöhnliche Aktionen, herausragende Leistungen oder auch nur die eine kleine, gute Tat.
Das Signaturfeld auf der Vorderseite und die beschreibbare Rückseite machen die bunten Kärtchen zu kleinen Ansporn-Wundern.
Das beiliegende Faltblatt mit 16 großen Vorbildern, von Gandhi bis Tarzan, von Kolumbus über Tim-Berners-Lee bis hin zu MacGyver zeigt, welche Kreativität in jedem Einzelnen steckt — und beweist, dass jeder einmal klein angefangen hat.

Das finden wir exzellent! Hut ab!
Schwingt die Haxen und kommt vorbeigeschneit (harhar) bei schœner.waers.wenns.schœner.wær, bevor die erste Lieferung vergriffen ist!

*NB

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Parasites#2 im Februar mit dem Berliner Künstler The Wa

01/06/2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Revolution geht weiter: Nachdem im Oktober das französische Künstlerduo Encastrable (Antoine Lejolivet & Paul Souviron) in einem Hamburger Baumarkt temporäre Skulpturen aus dem vorgefundenen Material realisiert hat und wir dort eine illegale Vernissage mit über 100 Besuchern und zufälligen Gästen gefeiert haben, geht das subversive Ausstellungsprojekt PARASITES in die nächste Runde: Am Samstag, 13. Februar 2010, wird der Berliner Künstler The Wa irgendwo in Hamburg ein neues Kunstwerk realisieren. Zitat aus einem Interview: “Some people call my work “urban hacking.” It’s also been called “artivism.” But maybe it’s just a colorful way to make people think, and for me to react. To be honest with you, I don’t really know! I just always have this sentence pop up in my head from Pierre Bourdieu: “La Démocratie c’est un pouvoir et un contre pouvoir qui s’Équilibrent entre eux.” (”Democracy is the balance between people who have power and those who fight against them.”) I do not pretend that we are living in a democracy (most of my work is illegal) and I realize that some people might think what I do is wrong. Most people don’t understand why I do what I do. I use the city as a stage where I express my ideas whether they are “right” or “wrong.” The Wa co-kuratierte übrigens auch diese Adbusting-Ausstellung in Berlin. Mehr dazu bald: Aktuelle Infos zu dem Projekt wird es auf der Webseite, bei Twitter oder Facebook geben.

via rebel:art

*SR

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Nachtrag Recycling von Tonträgern

10/26/2009 · Hinterlasse einen Kommentar

fishrec1

JAXPAC (Jacksonville Public Art Coalition) Fish (August 2009)

Neulich haben wir hier ein paar schöne Ideen zum Recycling von Platten präsentiert – das hab ich noch zum Thema gefunden. Todschick, wie ich finde.

via wooster collective

*SR

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Hocker aus recycelten Skateboards von deckstool

09/11/2009 · 1 Kommentar

deckstool

Neulich erst berichteten wir an dieser Stelle von der außergewöhnlichen Skateboardkunst von Harumaki und Hirosher. Hier nun ein Beispiel des Skateboardrecyclings im Bereich Produktdesign von deckstool. Die Idee des Stuhls ist entstanden durch die Art in der die Decks am häufigsten zerbrachen, nämlich entweder im obersten Drittel oder direkt in der Mitte. Et voila – der geübte Kreative übersetzt diese Beobachtung natürlich sofort in Stuhlbeine und Sitzflächen. Die handverlesenen Bruchstücke werden dann in einem Handwerksbetrieb in Pennsylvania zur Sitzgelegenheit verbaut und sogar die alten Achsen werden wiederverwendet und dienen als Verbindungsstück.

Eine chice Idee  und ein Möbel, das schon allein visuell von einer bewegten Geschichte berichten kann.

*SR

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PET Project – Miwa Koizumi

08/20/2009 · 1 Kommentar

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Miwa Koizumi zaubert aus schnöden gebrauchten PET-Flaschen wunderbare neue Unterwasserwelten:

„I love the idea of using liquid containers to make water animals. Contained/containing, trash/not-trash, like the jelly-fish or anemone: Living/non-living
And I wanted some pets…“

Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

*SR

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Visualisierung von Statistiken

06/22/2009 · 4 Kommentare

Seit längerem habe ich ein Faible für die Visualisierung von Daten und Statistiken und die Übertragung in andere Formate. Auch in unserer Diplomarbeit Operation 030 waren statistische Daten (und die Sachverhalte, die sie spiegeln) Ausgangspunkt für diverse Produktideen – in diesem Fall immer mit Berlinbezug.

© Dawid Bleja

© Dawid Bleja

Das Projekt „Breathing Earth“ von Dawid Bleja zeigt in einer „Echtzeit-Simulation“ auf intelligente Weise den CO2-Ausstoss der verschiedenen Länder dieser Welt. Wenn man mit der Maus über die einzelnen Länder fährt, werden einem die Daten für den CO2-Ausstoss pro Jahr und pro Kopf angezeigt und wie viel CO2 emittiert wurde, seit man auf der Website ist. Auch die Anzahl von Geburten und Todesfällen werden simuliert. Ein Vergleich zu den Werten vor zwei Jahren wird angeführt – leider ist die Bilanz für Deutschland schlechter als vor zwei Jahren.

* NB

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Urbane Gestaltung mit Köbberling & Kaltwasser

05/13/2009 · 1 Kommentar

Nicht nur als Vorgeschmack auf die Veranstaltung „Ready made Architecture“ am Donnerstagabend sei hier auf die Arbeit des Künstlerduos Folke Köbberling & Martin Kaltwasser hingewiesen. Seit über zehn Jahren thematisieren die beiden in ihren Werken die Bedingungen städtischen Lebens – und fordern zu einer Wiederaneignung des städtischen Raums auf. Mit der Verwendung und dem Recyceln von Materalien, die nicht mehr für eine Verwertung vorgesehen sind, hinterfragen sie darüber hinaus das verschwenderische Konsumverhalten westlicher Gesellschaften.

"White Trash" von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser

"White Trash" von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser, Foto: Uwe Jonas

„White Trash“ z.B. ist die Nachbildung eines SUVs (Audi Q 7) aus Holz, die letztes Jahr im Rahmen von space—thinks – Temporäre künstlerische Interventionen in Berlin-Neukölln – zu sehen war. Die hölzerne Skulptur war auf dem Mittelstreifen der Karl-Marx-Allee in Neukölln „geparkt“ und blockierte dort über vier Wochen mehrere Parkplätze. Aufgrund der Witterung degenerierte das Statussymbol zu einem Haufen „White Trash“.

Im Fokus dieser Arbeit von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser steht die Okkupation des öffentlichen Raumes durch egomanisches Verkehrsverhalten und entsprechende Verkehrspolitik. Ein Indiz dafür ist die massive Zunahme an SUVs – trotz CO2- und Feinstaubproblematik.

Zitat: space—thinks

In einem anderen Projekt haben die beiden aus einem alten Auto zwei Fahrräder gebaut: „Autos zu Fahrrädern“ – eigentlich auch ein schöner Kommentar zur Abwrackprämie…
Den Artikel und eine Bilderstrecke zum Bau gibt es hier.

*NB

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Inflatable Street Art von Joshua Allen Harris

04/21/2009 · 2 Kommentare

Joshua Allen Harris verwandelt tote Plastiktüten in gigantische lebendige Tiere – Zauberei? Mitnichten, aber das Werk eines kreativen Geistes mit einer großartigen Idee. Harris klebt alte Plastiktüten mit Klebeband zusammen und befestigt sie über den Lüftungsgittern der New Yorker U-Bahn, wo der Luftzug ihnen stoßweise Leben einhaucht.

Man kann darin eine Visualisierung des Artensterbens durch den Klimawandel sehen, die Versinnbildlichung eines von kurzen komatösen Pausen unterbrochenen Lebens in Highspeed oder endlich mal eine gelungene Verwandlung von Müll in Kunst. Man kann sich aber auch einfach nur über diese überraschende Störung des Alltags freuen.

Sein „Air-Bear“ wurde auch vom Environmental Defense Fund ausgezeichnet und im Video ihrer Anti-Global-Warming-Kampagne verwendet.

Eine wundervolle Inszenierung und passend in unsere Reihe „urbane Umweltgestaltung„.

*SR

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Baubotanik II: Der Weidenpavillon

03/29/2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Weidenpavillon bei Nacht © weidenprinz.de

Weidenpavillon bei Nacht © weidenprinz.de

Wer nicht gerade in Wald-Ruhestetten beheimatet ist und lieber sein eigenes baubotanisches Projekt realisieren will, dem sei der Weidenpavillon von Weidenprinz ans Herz gelegt:
„Mit dem Weidenpavillon erwerben Sie ein Produkt, das teilweise aus lebenden Pflanzen besteht. Damit Sie möglichst viel Freude an Ihrem Pavillon haben werden, bemühen wir uns ständig, den Anwuchserfolg und die langfristige Vitalität der Pflanze zu verbessern. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Einhaltung der richtigen Pflanzzeit. Deshalb liefern wir normalerweise nur in den Monaten Oktober, November, Februar, März und April.
Innerhalb dieser Zeiträume beträgt die Lieferzeit drei Wochen ab Bestellung. Der Lieferumfang beinhaltet die Weiden, die Edelstahlteile, das Membrandach, Aufstellhilfen und alles notwendige Zubehör. Eine ausführliche Bauanleitung bekommen Sie gleich nach Bestellung zugesandt, damit Sie den Bau vorbereiten können.“

* NB

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