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Peepoo – die Toilette für alle Fälle

40% der Weltbevölkerung leben ohne Toilette oder sanitäre Infrastruktur. Und jährlich sterben cirka 1,5 Millionen Kinder an Durchfall, durch die öffentliche Defäkation vergiftetes Trinkwasser.

Das sind die Fakten, die Anders Wilhelmson, Architekt und Professor in Stockholm, dazu veranlssten die Vermarktung des “Peepoo” in Angriff zu nehmen.

Der “Peepoo” ist eine Einweg-Toilette, die menschliche Exkremente kurz nach dem Stuhlgang keimfrei macht und dadurch verhindert, daß die nähere und weitere Umgebung verunreinigt bzw. vergiftet wird. Der “Peepoo” ist leicht zu transportieren und ebenso leicht zu verwenden. Er braucht keinerlei zusätzliche Hilfsmittel, wobei eine aufgeschnittene PET-Flasche beim Gebrauch hilfreich sein kann.

Einmal benutzt, kann der Beutel zugeknotet und vergraben werden. Eine Schicht aus Harnstoff-Kristallen vernichtet die Krankheitserreger in den Fäkalien und wandelt diese in Dünger um.

2-3 Wochen nach Gebrauch, wenn alle Krankheitserreger wirkungslos geworden sind, bilden die durch die Harnstoff-Kristalle behandelten Fäkalien einen hochwertigen Stickstoff-Dünger von beträchtlichem Wert. Zusätzlich verbessern die organischen Stoffe die Bodenstruktur und somit seine Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Langfristig fallen hierdurch auch insgesamt die Ernten besser aus.

Da Dünger teuer ist und rares Gut in den Entwicklungsländern, ist es für einfache Öko-Systeme möglich, sich durch das Einsammeln und Verteilen der “Peepoo”-Beutel, ohne großen Aufwand weiterzuentwickeln.  Somit stellen die Beutel keine Verunreinigung dar, sondern vor Ort erzeugte Hilfsmittel.

Ausserdem stellt der Beutel eine der wenigen sanitären Lösungen dar, die ohne Wasser auskommen, lediglich zum Händewaschen wird Wasser benötigt. So wird zusätzlich die Abhängigkeit zwischen sanitären Einrichtungen und Wasser beendet.

Eine schnelle und wirkungsvolle Superlösung und ein Prachtbeispiel für verantwortungsvolle Gestaltung.

Mehr Infos: For Pennies, a Disposable Toilet That Could Help Grow Crops von Sindya N. Bhanoo (New York Times)

via peepoople und fairplanet

*SR

Klimafarming beim Delinat-Institut

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Durch Leguminosebegrünung im Weinberg können bis zu 4 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr gespeichert werden, Quelle: Ithaka-Journal

Am 24. Oktober war Climate Action Day (Informationen hierzu finden sich u.a. bei 350.org) – ein Tag weltweiter Aktionen, um tatkräftiges Handeln gegen den Klimawandel einzufordern. Zwar konnten wir aufgrund unserer Ladeneröffnung nicht an anderen Aktionen teilnehmen, fanden aber gerade diesen Tag sehr passend für unsere Eröffnung. Denn natürlich versuchen wir mit »schœner.wærs.wenns.schœner.wær« einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten – auf unterschiedlichen Ebenen: Durch Informationen auf unserem Blog, durch die Produktion eigener durchdachter Kleinserien, bei unseren Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Überzeugungstätern (dazu demnächst mehr), und ganz aktuell auch in unserem Ladengeschäft – durch den Verkauf von ökologisch und fair produzierten, wunderschönen Dingen für den täglichen Gebrauch.

Bienen & Wein in inniger Eintracht

Bienen & Wein in (wein)seeliger Eintracht, Quelle: Ithaka-Journal

Besonders gefreut hat uns in diesem Kontext, dass Delinat unsere Eröffnungsfeier u.a. mit leckerem Bio-Prosecco (der im übrigen

“keinen Kopp” macht) bereichert hat. Denn über den Versand von ökologischen Weinen hinaus forscht Delinat seit Juni diesen Jahres am klimaneutralen Weinanbau. Das Delinat Institut für Ökologie und Klimafarming, als gemeinnützige Stiftung gegründet, hat seinen Sitz mitten in den Weinbergen des Schweizer Wallis. Delinat brachte das Stiftungskapital ein und der Walliser Winzer Hans-Peter Schmidt sein Weingut Mythopia. Fünf Forscher und Winzer sind bereits angestellt, sowie mehrere Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden. Weiterlesen

Embrace – der mobile Inkubator

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Embrace” ist das Ergebnis des Projekts “Extreme Affordability” (Äußerste Erschwinglichkeit) der Studenten des “Stanford Institute of Design”.

Es wirkt erstmal wie ein gemütlicher Babyschlafsack für 25$. “Embrace” ist allerdings ein mobiler Thermoregulator für Neugeborene in Entwicklungsländern. Er erfüllt die Eigenschaften eines Baby-Inkubators im Krankenhaus – mit dem kleinen Preisunterschied von ca. 19.975$.

Pro Stunde sterben 450 Neugeborene in Entwicklungsländern, die mit zu geringem Geburtsgewicht oder zu früh geboren wurden, weil ihnen die Geräte und Mittel eines Krankenhauses nicht zur Verfügung stehen. Denn in abgelegeneren Gebieten schaffen es die Mütter selten bis ins Krankenhaus, in denen es zudem nicht immer eine ausreichende Ausstattung gibt. So waren dann die Vorgaben für die Studenten, daß jeder Entwurf auch in ländlicher Umgebung funktionieren müsste, also ohne Elektrizität, intuitiv, transportabel, leicht zu reinigen und der wahrscheinlich wichtigste Aspekt – preiswert.

Und so funktioniert “Embrace”:
10-15 Minuten nach Befüllung der PCM-Tasche (phase change material) mit kochendem Wasser, hat “Embrace” die richtige Temperatur erreicht, die notwendig für das Überleben des Neugeborenen ist. “Embrace” kann diese Temperatur bis zu 4 Stunden halten. Danach wird eine “Wiederaufladung” signalisiert, die durch einfaches Eintauchen der PCM-Tasche in heißes Wasser für einige Minuten erfolgt.

Das “Embrace” Team hat von Amerika nach Indien übergesiedelt und hofft schon bald ihr Produkt weltweit anbieten zu können. Da kann man nur massiven Erfolg wünschen mit diesem Musterbeispiel nachhaltigen Designs.

via Inhabitot
*SR

Transition Town Festival am Boxi am 05.09. von 15.00h bis 22.00h

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Am 5. September trifft sich alles, was Rang und Namen hat in Berlin: erst zur Abschlusskundgebung des Anti-Atom-Trecks Mal richtig abschalten! vorm Berliner Hauptbahnhof ab 13 Uhr (von da geht´s zum Brandenburger Tor), und dann ab 15 Uhr zum Transition Town Festival in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Boxhagener Platz, um gemeinsam zu feiern, zu träumen und zu diskutieren!

Willst du wissen, wie du in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg aktiv etwas für den Klimaschutz tun kannst und dich und deinen Kiez vorbereiten kannst auf das Jahr 2050, wenn die fossilen Brennstoffe – allen voran das Erdöl – knapp und knapper geworden sein werden?

Auf dem Transition Town Festival stellen einige Friedrichshainer, Kreuzberger und Umländer von 15 bis 22 Uhr ihre Antworten auf Klimawandel und Energiekrise vor. Außerdem befragen wir BundestagskandidatInnen auf dem PolitSofa nach ihrem Wissen zu diesen Themen, wir tun mit dem Schriftsteller Lorenz Hippe einen Blick in die Zukunft der Jugendlichen von 2050, wir basteln Solares nicht nur mit Kids, essen und trinken regional, saisonal und biologisch, lassen uns kulturell und musikalisch verwöhnen, vernetzen uns im Weltcafé, um gemeinsam Lösungen zu finden, wie wir unseren Kiez anpassungsfähig gestalten können für kommende Zeiten und und und…

Das Weltcafé zu verschiedenen Themen (z.B. Energieautonomie, Ernährungssouveränität, alternative Mobilität, Kiezkultur) bietet den Anwohnern und Gästen Gelegenheit, sich auszutauschen und ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen und wird so zur Vernetzung von Akteur/innen und Bevölkerung, auch über den 5.9. hinaus, beitragen.

Auf einem Markt der Möglichkeiten mit Ständen von lokalen und nachhaltig orientierten Initiativen sollen konkrete Alternativen visualisiert und sinnlich erfahrbar gemacht werden. Produzenten biologischer Lebensmittel aus der Region, lokale Kulturinitiativen und ökologisch wirtschaftende lokale Handwerksbetriebe stellen sich dort vor.

Am 5. September 2009 am Boxhagener Platz von 15:00 bis 22:00 Uhr

zu erreichen:

  • mit dem Bus 240 ab Hauptbahnhof Richtung Storkower Str. ( Haltestelle Boxhagener Platz
  • U5 Haltestelle Samariterstraße, Fußweg über Mainzer Str/Gärtnerstr.
  • S-Bahn Warschauer Str., Fußweg über Warschauer Str./rechts Grünberger Str.

gehört bei MotorFM und mehr Infos bei transitiontown.org

SWWSW geht hin und hofft auf gutes Wetter. Und falls das erfolglos bleibt, wird die funktionale Kleidung reaktiviert. So oder so, wir sehen uns da.

*SR

Grünes Wirtschaftswunder + Greencamp + KarmaKonsum

Krasse Aktion! Am frühen Morgen (5:22h) des 18. Juni 2009 haben Wirtschaftsaktivisten im Vorfeld der KarmaKonsum Konferenz 2009 den Bullen vor dem Frankfurter Börsenpakett grün eingekleidet und mit einem Schriftzug “Grünes Wirtschaftswunder” markiert.

Ziel dieser Aktion ist es, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf die Potenziale neuen Wirtschaftens hinzuweisen. In den nächsten zwei Tagen kommen rund 600 Teilnehmer und Wirtschaftsaktivisten aus ganz Deutschland zur dritten KarmaKonsum Konferenz nach Frankfurt.

via KarmaKonsum

Jawohl, auch SWWSW war am vergangenen Wochenende in nachhaltiger Mission in Frankfurt – zum Greencamp im Rahmen der KarmaKonsum Konferenz. Allerdings haben wir den grünen Bullen nicht mehr live erlebt. Hat sich trotzdem gelohnt. Wir haben gefühlte 1 Mio neue Mitstreiter und freundliche Öko-Piepels* kennengelernt oder wiedergetroffen und uns kollektiv Halsschmerzen vom vielen Netzwerken erarbeitet. Weiterlesen