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Plattenvereinigung in den Prinzessinnengärten

Foto von plattenvereinigung

Unsere freundlichen Nachbarn in den  Prinzessinnengärten lassen sich von den Architekten und Künstlern der “Plattenvereinigung”, aus alten Plattenbauteilen einen zweigeschossigen mobilen Bungalow mit Panoramablick auf den wunderbaren Moritzplatz in ihren urbanen Garten bauen.

Noch wird der Bau zur Erprobung in der Peter-Behrens-Halle der TU aufgebaut. Hier wird das Maxim-Gorki-Theater am 6.2. in der Reihe “Ökonomie des Lebens” Einar Schleefs Das Haus aufführen – die Passionsgeschichte eines Bauarbeiters zwischen privater Katastrophe und dem eingefriedeten Leben im Kollektiv – bevor das Ganze zu uns in den Garten wandert.

“Plattenvereinigung” ist ein Projekt von Architekten und Künstlern, die sich seit Jahren mit dem Rückbau der Sozialbauvisionen in Ost und West beschäftigen. Unter dem Eindruck der endlosen Diskussionen über “schrumpfende Städte“ und Vereinigungen in Köpfen und Parlamenten schaffen sie Fakten und bauen ein Haus aus Plattenbauteilen aus Frankfurt/Oder und München. In ihrem temporären Altneubau erforschen und erspielen sie die Ökonomie des Lebens damals und Möglichkeiten, in den Modulen der Geschichte zu leben, ohne sie abzureißen.

via beton+garten und prinzessinnengarten

Eine Flasche Kohlrabi, bitte

Urbanes Gewächshaus – Kohlrabi in PET-Flasche

Dieses urbane und mobile Gewächshaus ist entstanden in den Prinzessinnengärten im Rahmen unserer Ladeneröffnung. Mein Sohn, der Urban Farmer, hat diesen Kohlrabi mithilfe der Jungs von Nomadisch Grün in einer ausrangierten aufgeschnittenen PET-Flasche (selbstverständlich ohne Pfand) gepflanzt und wartet nun gespannt auf die Ernte im Januar. Er setzt große Hoffnungen in das noch zarte Pflänzchen, denn geplant ist, zur Ernte die ganze Familie zum großen Kohlrabifestmahl einzuladen.

Um die optimalen Rahmenbedingungen für das Projekt zu schaffen, haben wir den guten “Korabi” (<- liebevoller Arbeitstitel) nun bei uns im Laden ins rechte Licht gesetzt, wo er auch öffentlich beim Wachsen und Gedeihen beobachtet werden kann.

Nachahmungen und Wachstumsbattles sind definitiv erwünscht. Urban Farming rules!RoccosKohlrabi_auf

*SR

Wir haben’s getan!

Oh Freunde des nachhaltigen Designs, wir haben es getan – zum allerersten Mal. Wir haben den Mietvertrag unterschrieben zu unserem lang ersehnten Ladenatelier! Da der Beweis:

Original-Mietvertragsunterschrift von SWWSW

Original-Mietvertragsunterschrift von SWWSW

Oranienstr.58a (direkt am Moritzplatz – das mintfarbene Haus) will be soon the place to be! Moritzplatz? Da, wo auch die Prinzessinnengärten sind, das betahaus und das Ïma Design Village? Etwa da, wo auch SWWSWs Partner Modulor 2011 die Pforten des “Modulor Hauses” öffnen wird? Jawohl, haargenau da.

Wer noch einen Grund braucht, um schon mal zu gucken, wie’s eigentlich so is am Moritzplatz, der kann ja zur Umbauphaseneinläutungsparty von Modulor am 25.09. ins ehemalige Bechsteinhaus/zukünftige “Modulor Haus” kommen – und dann nochmal zu unserer Eröffnung genau gegenüber erscheinen und von da an regelmässig uns und den Moritzplatz besuchen. Hoch die Tassen – auf den Moritzplatz!

Laden_6

Moritzplatz - the place to be

*SR

Prinzessinnengarten – Jungbauern am Moritzplatz

Foto von nomadischgrün

Moritzplatz goes green! Die Jungs und Mädels von “Nomadisch Grün” setzen dort ein Urban Gardening Projekt allerfeinster Güte um, und wir wollen an dieser Stelle mit Begeisterung davon berichten:

Über ein halbes Jahrhundert dämmerte der Moritzplatz im Schatten der Mauer vor sich hin. Bis zu seiner Zerstörung im Krieg stand an diesem stark belebten Platz ein Wertheimkaufhaus, danach war hier lange die Errichtung eines Autobahnkreuzes geplant, temporär siedelte sich ein Flohmarkt an und die letzten Jahre stand die Fläche brach, wurde von der Ruderalvegetation zurückerobert und der Moritzplatz wurde zum reinen Transitraum.

Der “Prinzessinnengarten” soll diesen vergessenen Ort zwischen Prinzen- und O-Straße wieder zu neuem urbanen Leben erwecken.

In Städten wie Havanna oder Santiago wird dort schon seit längerer Zeit erfolgreich die so genannte agricultura urbana betrieben. Dabei handelt es sich nicht allein um Gemüseanbau und Selbstversorgung in der Stadt. Die gemeinsame Bewirtschaftung städtischer Freiflächen verwandelt diese Orte zugleich in urbane Lebens- und Arbeitsräume. Hier halten die Nachbarn ihr Schwätzchen, die Erwachsenen geben ihr Wissen an Kinder weiter, man entspannt sich bei einer Tasse Kaffee aus der Thermoskanne.

Auch in New York und anderen nordamerikanischen Städten wird urbane Landwirtschaft betrieben. Hier sind seit den 70er Jahren zahlreiche community gardens entstanden und dies aus den unterschiedlichsten Gründen: um sozial schwache Quartiere zu aktivieren, um sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen, um die Umwelt zu schonen, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren, um gut zu essen, um zusammen zu arbeiten, um die Stadt zu verschönern, um die heilende Wirkung von Gärten zu nutzen, um arbeitslosen Jugendlichen eine Aufgabe und Verantwortung zu geben.

„Lass uns so etwas auch in Berlin machen!“, mit diesem Vorsatz hat sich “nomadischgrün” an die Planung gesetzt. Sie haben aus der Vogelperspektive leere Flächen auf dem Stadtplan gesucht, haben unzählige Telefonate geführt, mit Grundstückseigentümern geredet, haben Helfer und Kooperationspartner gefunden; schließlich sind sie am Moritzplatz fündig geworden, sind durch ein Loch im Zaun geklettert und haben einen Plan aufgestellt.

Foto von nomadischgrün

Und so sieht der in etwa aus: Weiterlesen