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Rückblick auf »Papier: Recycling: HUI – Frischfaser: PFUI« – Design hat {soziale} Verantwortung *Vol.6

Vor ein bisschen mehr als zwei Wochen beehrte uns Jupp Trauth vom »Forum Ökologie & Papier« mit seinem Besuch und trat als Redner auf unserer Veranstaltung »Papier: Recycling: HUI – Frischfaser: PFUI« auf. Vor wissbegierigem Publikum berichtete er über die Vorzüge von Recyclingpapier, sprach über die Unterschiede zwischen Blauem Engel und FSC und gab Tipps für den alltäglichen, ökologisch sinnvollen Umgang mit Papier. Er räumte auf mit irreführenden Mythen rund um Recyclingpapier und teilte so manches Anekdötchen aus seiner Karriere als ‘der’ Papierfachmann mit uns.

Danke Jupp!

Für alle, die nicht dabei waren, gibt es hier Jupp’s kleinen ‘Papierkompass’ mit Infos zum Papierverbrauch in Deutschland, Bleichmethoden, Import- und Exportzahlen, etc. als pdf zum Download: FÖP_PaKo11

*MG

»Papier: Recycling: HUI – Frischfaser: PFUI« – Design hat {soziale} Verantwortung *Vol.6

Freunde und Fans des Nachhaltigen Designs,
die 6. Veranstaltung unserer Reihe »Design hat {soziale} Verantwortung« steht ins Haus, und wir freuen uns sehr, einen ganz besonderen Gast begrüßen zu dürfen: JUPP TRAUTH vom »Forum Ökologie & Papier«, dessen Expertise wir im Rahmen unserer Blogreihe »Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier« des öfteren angefragt hatten.

Extra aus Roth angereist, wird Jupp Trauth alle Fragen rund ums Thema »Papier: Recycling: HUI – Frischfaser: PFUI«
beantworten.

WANN?
Am Donnerstag, den 30. Juni 2011, um 19.30 Uhr.
(Anmeldung bis Dienstag, den 28. Juni 2011, unter wieschoen{at}schoener-waers.de)
WO?
Bei »schoener.waers.wenns.schoener.waer« | Oranienstraße 58 a (direkt am Moritzplatz) | 10969 Berlin | blog.schoener-waers.de

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WAS GENAU?
Während der Recherche zu unserer Blogreihe »Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier« sind wir immer wieder auf widersprüchliche Informationen zur Frage, ob und warum Recyclingpapier die ökologischere Alternative ist, gestoßen.
Erst die Bekanntschaft mit JUPP TRAUTH vom »Forum Ökologie & Papier« (FÖP) hat Licht ins Dunkel gebracht. Dieses Licht würden wir gerne weiter tragen :-)
Seit gut 20 Jahren versammelt das »Forum Ökologie & Papier« (FÖP) Papierfachleute aus Deutschland und der Schweiz, die von unabhängiger Seite die Aspekte Rohstoffherkunft, Fasergewinnung, Papierherstellung und Recyclingkette unter die Lupe nehmen. Der vom FÖP 2004 herausgegebene »Kritische Papierbericht« dient u.a. dem Bundesumweltamt als Grundlage für seine Empfehlungen und wird von vielen Organisationen (darunter Greenpeace, Robinwood) für ihre Analysen herangezogen.
Jupp Trauth berät u.a. das Gremium zur Vergabe des Blauen Engels.

FÜR WEN?
Offen für alle Interessierten – Die Plätze sind allerdings begrenzt.
Deshalb flink anmelden unter wieschoen{at}schoener-waers.de bis spätestens Dienstag, den 28. Juni 2011!

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DIE REIHE:
In regelmäßigen Abständen präsentiert S.W.W.S.W. unterschiedlichste Ansätze, Projekte, Produkte und Firmen, die die Vielfältigkeit verantwortungsvoller Gestaltung aufzeigen.
Netzwerken, Trinken, Diskutieren und Ideen-Aushecken inklusive. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erlaubt.

Wir freuen uns auf Euch!
*NB

D.I.Y. Frühling – von schoener.waers.wenns.schoener.waer

Der garstige Winter will und will nicht weichen und die Kälte krallt sich unbarmherzig ins müde Fleisch? Ein Fall für den Klassiker von schoener.waers.wenns.schoener.waer, das Karten-Stempel-Set ‘Ein Baum für alle Fälle – Frühling’.
(Der eine oder andere erinnert sich vielleicht an unser erstes grandioses eigenes Produkt der Extraklasse.)

Wir pfeifen einfach auf unartige Wetterverhältnisse und machen uns unsere Lieblingsjahreszeit eben selbst mit dem Karten-Stempel-Set ‘Ein Baum für alle Fälle – Frühling’:
Einfach Blumen, Blätter oder Vögel an die kahlen Zweige des Baumes stempeln, entzückt in die Hände klatschen und gleich mit herzlichen Grüßen an die Lieben schicken.

Man kann auch ein flottes Frühlingsgedicht zwischen die Zweige schreiben oder eigene Motive aus Fauna und Flora malen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt beim ‘Baum für alle Fälle’.
Das Frühlings-Set besteht aus 4 Karten mit Baummotiv und 3 Stempeln (Vogel, Blume, Blatt) und ist für 16,- Euro in unserem formidablen Onlineshop und Laden erhältlich.

Herstellung:

Karte: Gefertigt im Buchdruckverfahren – mit minimalem Farbaufwand, Farben basierend auf Firnis und Pigment, in kleinem Berliner Druckereibetrieb, in dem die Maschinen noch per Muskelkraft betrieben werden.
Stempel: Handgefertigt in Thüringen, in einer Werkstatt für behinderte Menschen.

Material:

Karte: Postkartenkarton aus 100% post-consumer-Altpapier – farblich vorsortiert, nicht entfärbt. Durch den Verzicht auf die Faserbleiche ist der Karton leicht gesprenkelt, die Oberfläche ist unbehandelt und daher leicht rauh.
Stempel: Stempelfläche aus Gummi, Stempelgriff aus Holz aus heimischen Wäldern, mit umweltfreundlichem Wachs behandelt.

Die Karten-Stempel-Set-Serie ‘Ein Baum für alle Fälle’ hält für jede Jahreszeit die passenden Stempel bereit – ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – und wird kontinuierlich mit neuen entzückenden Stempelmotiven erweitert. Schon bald werden alle Motive und Sets in unserem prächtigen Onlineshop erhältlich sein.
Denn das Leben ist schön beim Stempeln!

*SR

Feierei für, im & mit dem Wald

2011 ist das von den Vereinten Nationen ausgerufene ‘Internationale Jahr der Wälder‘.
Ab März lädt das Umweltministerium darum zu lauter tollen Aktionen rund um den Wald, Spaziergängen, Konzerten und so fort ein.
Und man kann sich auch selber grandiose Veranstaltungen ausdenken, die man dann in diese extra dafür vorgesehene Excel-Tabelle einträgt und anschliessend korrekt ausgefüllt an kampagnenbuero@wald2011.de verschickt.
Uiuiui, das finden wir gut. Denn der Wald ist wirklich spitze, nicht nur beliebter Erholungsort und Spielplatz, sondern auch die ‘grüne Lunge’ unserer Erde.
Deshalb ist es wichtig, das Thema Wald wieder mehr in den Fokus der Menschen zu rücken und vor allem dafür zu sorgen, dass er uns noch lange erhalten bleibt.

Ein Beitrag dazu sind unsere vielen auf FSC- oder Recycling-Papier gedruckten Schreibwaren, die es bei uns im Laden am Moritzplatz oder in unserem Onlineshop käuflich zu erwerben gilt :-)

*MG

Hurra, der Sommer ist endlich vorbei!

Wir haben zwei Nachrichten – eine gute und eine schlechte. Welche zuerst? Ok, die schlechte: Der Sommer ist vorbei. Defnitiv unwiederbringlich perdu. So!

Und die gute: Endlich sind auch die verkürzten Sommer-Öffnungszeiten bei S.W.W.S.W. vorbei! Der Herbst hat also neben dem schönen bunten Laub auch andere positive Seiten, denn nun heisst es wieder “shop until you drop at S.W.W.S.W.” – aber immer hübsch strategisch, bitte. Von vormittachs um Zwölwe bis in die späten Abendstunden, so um Sieme, ist dem strategischen Konsum am Moritzplatz wieder Tür und Tor geöffnet.

Wem jetzt nichts einfällt, was er kaufen könnte, dem geben wir folgende Einholtipps mit auf den Weg: Wir haben wundervolle Grußkarten mit Umschlag von der amerikanischen Künstlerin Nikki McClure. Sie schneidet mittels Skalpell ihre komplexen, aber trotzdem natürlich wirkenden Motive aus einem Stück schwarzem Tonpapier. Dieser Prozess ist heikel und zeitaufwendig, was das Endergebnis umso wertvoller und außergewöhnlicher macht.

Die ausgeschnittenen Motive werden dann als Druckvorlage verwendet und mit pflanzenölbasierten Farben auf 100% Post-Consumer Recyclingpapier übertragen und das Ganze in einer kleinen familiengeführten Druckerei in Oregon, die mit Strom arbeitet, der durch Green-e ® mit erneuerbaren Energien ausgeglichen wird. Supersache oder?

Und dann hätten wir noch ein wundervolles Notizbuch mit dem Titel “Things To Make And Do” von Nikki McClure. Denn wie formulierte es der werte Herr Kästner doch so treffend: “Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.” So sieht es einfach mal aus. Und weil wir ja alle nicht jünger werden und das Gedächtnis mitunter schwächelt, kann man nun in diesem Buch die wichtigen Aufgaben des Lebens stilvoll hinterlegen.

Mehr oekofaire wunderbare Dinge zum Wohnen und Schenken kann man live am Moritzplatz bewundern, gerne auch lautstark, wir hören das gern.

*SR

Anastassia Elias in ihrer besten Rolle

Obwohl ihr Schwerpunkt eigentlich auf Malerei und Illustration liegt, macht Anastassia Elias jetzt in Klopapierrollen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Was zunächst anrüchig erscheint, ist in Wahrheit wunderschön anzusehen. Die Pariser Künstlerin schneidet feinste Silhoutten aus Papier, setzt sie mittels Pinzette in eine Klorolle und ordnet sie liebevoll so an, daß sie bei Lichteinfall zu zartem Leben erwachen.

Und so kommt es, daß in jedem Röllchen gerne mal ein paar Stunden filigranster Handarbeit stecken. Aber wenn man sich die Meisterstückchen dann anschaut, kann man sagen, es hat sich gelohnt, Frau Elias.

via designboom

*SR

Facebook jetzt bei S.W.W.S.W.

Facebook jetzt auch bei S.W.W.S.W. Tolle Sache!

Wer genug hat von wichtigen Infos vom Schlage “War eben aufm Klo gewesen”, kann nun sein eigenes Facebook bei uns kaufen und die wirklich wichtigen Dinge darin verzeichnen. Endlich. Dies Buch mit vielen Gesichtern gilt es bei S.W.W.S.W. am Moritzplatz zu erwerben, meine Damen und Herren – für schlappe 10,- Euro.

Notizbuch “Facebook”
Material: 100% Recyclingpapier
Maße: 20,5 cm x 15 cm x 1,1 cm

*SR

Garn gesponnen aus alten Zeitungen – von Greetje van Tiem

Greetje van Tiem, Absolventin der “Design Akademie Eindhoven – Abteilung Mensch und Freizeit”, präsentierte 2007 ihre Abschlussarbeit “indruk”, das alte Zeitungen in Garn umwandelt, woraus wiederum Teppiche, Vorhänge und Polster gewebt werden können.

Dazu van Tiem (frei übersetzt ins Deutsche):
“Die heutige Nachricht ist Textil von morgen. Die Titelseite einer Zeitung liefert nicht weniger als zwanzig Meter Garn, die es ermöglichen, Schnee von gestern in greifbare Erinnerungen umzuwandeln, die in alle Arten von Polster umgewandelt werden können.
Wenn man genau hinsieht, kann man einzelne Buchstaben erkennen, einen Teil des Datums und Farben erscheinen aus einem Foto. Man ist nicht mehr in der Lage, die Zeitung zu lesen, aber die Erinnerung wird wach gehalten.”

Ein prächtiges Beispiel für sinnvolles Recycling von Tageszeitungen. Über die Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit und Pflege der Teppiche und Vorhänge habe ich leider keine näheren Infos.

via dezeen

*SR

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (18)

Punkte & Pünktchen

Aus aktuellem Anlass (die Zitty berichtete darüber) soll hier noch kurz ein Produkt von uns vorgestellt werden, das Ihr natürlich bei S.W.W.S.W. erwerben könnt: Unsere gepunkteten Notizhefte.

Mittels kleiner Veränderungen in der Gestaltung haben wir Druckfarbe und Material gespart:  durchgezogene Linien wurden durch wunderschöne grüne Punkte ersetzt. Die 20 Innenseiten sind aus Recyclingpapier (Resa Offset 100g, mit dem Blauen Engel ausgezeichnet), das angefallene Andruckpapier (diesmal haben wir im Offset mit mineralölfreien Farben gedruckt) wird für kleinere Notizzettelblöcke weiterverwendet.

Der Umschlag ist aus FSC-zertifiziertem Savanna Holzstrukturkarton von Gmund, einem Traditionsunternehmen, das 70% der benötigten Energie durch Wasserkraft und Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugt (s. auch Go green or die!). Die bayerische Büttenfabrik ist auch bei innovativen Recyclingpapieren (z.B. beim Bierpapier Verwendung von festen Resten aus der Maische nach der Bierherstellung, recycelten Bieretiketten und -deckeln etc) immer vorneweg (was allerdings auch seinen Preis hat…)

Gebunden wurden die Hefte in liebevoller Handarbeit im Kaspar Hauser Therapeutikum – die Fäden wurden eigens mit Lebensmittelfarben eingefärbt (somit ist jedes Heft ein Einzelstück) und mit Bienenwachs behandelt, so dass die ganze Werkstatt bei der Abholung der Hefte ungewohnt nach Honig duftete.

Als Variation gibt es auch noch Blanko-Hefte mit grauen Zwischenlegern und “Wendehefte” – von der einen Seite gepunktet für geistige Großtaten, von der anderen Seite blanko für bildhafte Einfälle!

*NB

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (17)

Gestaltungsbeispiel: Restpapiere verwenden & Farbauftrag reduzieren

Leider hat diese Serie etwas unter unseren Eröffnungsvorbereitungen gelitten, aber nu geht´s wieder frisch weiter mit Informationen, wie man Druckerzeugnisse nachhaltiger gestalten kann. Und zwar gleich mit einem Anwendungsbeispiel.

Auch wir haben für unsere Eröffnung Flyer gestaltet und sie nicht nur gemailt, sondern auch gedruckt. Und zwar digital. Ist das denn ökologisch?
SWWSW_Flyer_gruen_vJein. In unserem Fall: ja. In anderen Fällen möglicherweise: nein.

Warum “jein”?
1. Wir haben eine kleine Auflage drucken lassen (ca 750 St.), und Offsetdruck “lohnt” sich erst bei größeren Mengen – in dem Fall ab einer Auflage von ca 500 Bogen (in DIN A 3 entsprechen 500 Bogen 4.000 Flyern in A6 – also viel mehr als wir brauchten).
Hierbei zählt nicht nur der wirtschaftliche Aspekt, sondern vor allen Dingen der Papierverbrauch: Bei Offsetmaschinen müssen für den jeweiligen Auftrag die Farben eingestellt und an das jeweilig verwendete Papier angepasst werden, und dafür werden Andruckbögen gebraucht – und verbraucht. Die wandern dann zwar meistens wieder in den Recyclingkreislauf, aber sie sind erstmal “Müll”. Das ist nicht sinnvoll – bei einer kleinen Auflage würde es darauf hinauslaufen, dass man mehr Papier-Müll produziert als im Endeffekt für das Endprodukt gebraucht wird.

2. Wir haben für unsere Flyer mit der Druckerei Humburg in Berlin-Pankow zusammen gearbeitet, die uns freundlicherweise die Flyer gesponsert hat. Es wurden verschiedene Restpapiere aus anderen Aufträgen verwendet – zumeist Recyclingpapiere, aber auch ein paar FSC-zertifizierte Papiere. Also Papier, das ansonsten nicht weiter genutzt worden wäre.
Beim Digitaldruck stellten die unterschiedlichen Papiere kein Problem dar – genauso wenig wie die Entscheidung, unsere Flyer in unterschiedlichen Farben zu produzieren. Dies hätte im Offsetdruck jeweils Anpassungen der Maschine und somit weitere Andruckbögen (= Makulaturpapier) bedeutet. Weiterlesen