Monatsarchiv: März 2009

Baubotanik II: Der Weidenpavillon

Weidenpavillon bei Nacht © weidenprinz.de

Weidenpavillon bei Nacht © weidenprinz.de

Wer nicht gerade in Wald-Ruhestetten beheimatet ist und lieber sein eigenes baubotanisches Projekt realisieren will, dem sei der Weidenpavillon von Weidenprinz ans Herz gelegt:
„Mit dem Weidenpavillon erwerben Sie ein Produkt, das teilweise aus lebenden Pflanzen besteht. Damit Sie möglichst viel Freude an Ihrem Pavillon haben werden, bemühen wir uns ständig, den Anwuchserfolg und die langfristige Vitalität der Pflanze zu verbessern. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Einhaltung der richtigen Pflanzzeit. Deshalb liefern wir normalerweise nur in den Monaten Oktober, November, Februar, März und April.
Innerhalb dieser Zeiträume beträgt die Lieferzeit drei Wochen ab Bestellung. Der Lieferumfang beinhaltet die Weiden, die Edelstahlteile, das Membrandach, Aufstellhilfen und alles notwendige Zubehör. Eine ausführliche Bauanleitung bekommen Sie gleich nach Bestellung zugesandt, damit Sie den Bau vorbereiten können.“

* NB

Korrekte Osterpostkarten zu gewinnen!

Freunde von „schœner.wærs.wenns.schœner.wær“, weil 1. bald Ostern ist und ihr 2. so freundlich unseren Blog besucht und wir 3. unsere Spendierhosen frisch gebügelt haben, gibt es hier und heute nun ein Gewinnspiel für euch.falscherhase1

Was gibt’s zu gewinnen?

Frische Osterpostkarten aus dem Hause „schœner.wærs.wenns.schœner.wær“ – auf FSC-zertifiziertem Papier in einem Berliner Ökoprofit-Betrieb gedruckt und wunderschön. Es gibt zwei Motive: „Falscher Hase“und „Schneller Hase“ jeweils inklusive Rezept (s. Bilder).

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Was ist zu tun?

Einfach diesen Satz originell vervollständigen: „Schöner wär’s, wenn ….“ und bis zum 01. April ’09 per Mail an wieschoen@schoener-waers.de schicken.
Den Verfassern der großartigsten 5 Zuschriften wird als Gewinn je ein Postkarten-Set zugeschickt (vollständige Postadresse mitmailen, bitte). Frisch ans Werk und mitgemacht!

*SR+NB

Baubotanik

© Baubotanik

Steg bei der Eröffnung am 08.05.05

Eine lebendige Form nachhaltiger Architektur, die Natur und technische Materialien kombiniert, ist das Projekt „Steg“ von der „Entwicklungsgesellschaft für Baubotanik“. Der Entwurf kombiniert eine Stützenstruktur aus schnellwachsenden Weiden, die eine begehbare Fläche aus Stahlgitterrosten trägt. Vor vier Jahren wurden die Weiden gepflanzt, die zeitliche Entwicklung des Projektes kann man sich auf der Homepage noch genauer anschauen. Live zu erleben in „Neue Kunst am Ried“, Wald-Ruhestetten.

Fotos: © Entwicklungsgesellschaft für Baubotanik

* NB

Wirklich kurze Kurzfilme

really-short-filmsManchmal ist einfach einfach besser!

via kitsunenoir.com

*SR

Spaghettibank von Pablo Reinoso

01Pablo Reinoso – Künstler und Designer – ist 1955 in Buenos Aires (Argentinien) geboren und lebt und arbeitet in Paris seit 1979. Seine berühmte Spaghettibank ist inspiriert von der typischen Parkbank im öffentlichen Raum. Reinoso versteht es, dem allgemein Bekannten eine spielerisch fantastische Wendung zu geben.

Die Bänke sind nicht nur konzeptionelle Arbeiten, sondern auch ein herausragendes Beispiel handwerklicher Kunstfertigkeit, wo jede spielerische Kurve im Holz mit virtuoser Präzision von Hand geschnitzt ist.

02Einfach wundervoll! Und so passend zum Frühling – die Bäume, äh, Bänke schlagen aus. Ha.

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Das Buch der Fragen

Das Buch der FragenGestern klingelte nun der Postmann (bei mir ist was los) und brachte mir den Wälzer „Wo beginnt Verantwortung? – Das Buch der Fragen“ – erschienen im brand eins Verlag. Zusammen mit Siemens (klingt erstmal komisch) hat brand eins Wissen ein facettenreiches Buch über die Verantwortung von Unternehmen herausgebracht. Unter den Rubriken „Was? Warum? Wer? Wie? Wohin?“ geht es u.a. um Bauanleitungen für eine bessere Welt, um das Scheitern der Entwicklungspolitik des Westens und Studiengänge, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Zu beziehen über brand eins Wissen zum Selbstkostenpreis von 25,– Euro + Porto.

*NB

Handbuch Ökologie + Grafikdesign

Lies mich. Kopier mich. Schick mich weiter.Vor ein paar Tagen klingelte die Postfrau und brachte mir das mit Freude erwartete „Lies mich. Kopier mich. Schick mich weiter. – Handbuch Ökologie + Grafikdesign“ von Manuel Haugke aus München.
Eine wunderbar gestaltete, intelligente und informative Diplomarbeit, die konkrete Tipps und Hintergrundwissen, wie man als Grafikdesigner (und nicht nur als Designer) ökologische Gesichtspunkte in die alltägliche Arbeit integrieren kann, bereithält.
Ein Exemplar des Handbuchs wird von Interessent zu Interessent in Deutschland geschickt (da, wie auf S.4. zu lesen, die Produktion bei Printmedien 87 Prozent des Gesamtenergiebedarfs darstellt, der Transport dagegen nur wenig ins Gewicht fällt).
Ich darf es noch knapp zwei Wochen lesen, dann geht es weiter auf die Reise nach Köln.

*NB

Lecker „Seed Bombs“ zum Frühlingsanfang

seedbombAm Samstag ist Frühlingsanfang!!! Und ein passendes Geschenk zu diesem hoffnungsreichen Tage wäre ein Schächtelchen „Seed Bombs“ oder? Dabei handelt es sich um kleine pralinenartige Kugeln, die aus Saatgut, Erde und Tonpulver bestehen und per Wurfsendung in jeder beliebigen Brachlandschaft platziert werden können. Ohne einpflanzen oder eingraben, sind sie einfach, schnell und kostengünstig herzustellen und zu bedienen.

Hierfür nun erstmal die -> bebilderte Anleitung für die kleinen feinen „Seed Bombs“ und ergänzend dazu die bombensichere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

WELCHE ZUTATEN UND HILFSMITTEL WERDEN GEBRAUCHT?

  • Saatgut* (z.B. Schmetterlingsanlockwiese, Kräuter, Gemüse)
  • gute Erde (Blumenerde) – getrocknet und gesiebt
  • Rotes oder braunes Tonpulver – getrocknet und gesiebt; im Handel** bezeichnet als Tonmehl/Lehmmehl/ Lehmpulver (nicht zu verwechseln mit normalem feuchten Ton); möglichst kein graues oder weißes Tonpulver verwenden
  • Etwas Wasser
  • Ein Behälter oder eine Unterlage zum Mischen der Zutaten

Der Erde-Ton-Mix schützt die Samen vor Austrocknung durch Sonneneinstrahlung, Tierfraß (Vögel, Nagetiere) oder vor Verwehung/Auswaschung durch Wind/Regen.

Tipps:

* Bitte sicherstellen, dass es sich bei den ausgewählten Samen um heimische Arten handelt. Unbedingt auch darauf achten, dass es ungiftige Pflanzen sind, wegen der Kinder.
** natürliches Tonpulver ist sehr günstig im (Natur-) Baustoffhandel erhältlich. Heilerde funktioniert auch, ist aber teuer.

WIE WERDEN „SEED BOMBS“ GEMACHT?

Mengenanteil: 1 Teil Samen – 3 bis 5 Teile Erde – 3 bis 5 Teile Tonpulver
Diese Zutaten sollten trocken und gesiebt sein, es erleichtert die Herstellung ungemein. Weiterlesen

Danke, Greenpeace!

Copyright: © Bert Bostelmann / Greenpeace
Copyright: © Bert Bostelmann / Greenpeace

Auch auf die Gefahr hin, dass die meisten Leser von der heutigen Greenpeace-Aktion schon über andere Kanäle gehört haben:
Kletterspezialisten von Greenpeace haben heute morgen an der Fassade der Deutschen Bank ein Plakat mit der Aufschrift „Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet“ entrollt. Damit protestiert die Umweltschutzorganisation für eine stärkeres finanzielles Engagement der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz (und gegen die Lösung der Bankenkrise zu lasten der Klimakrise).

via: Greenpeace.de

*NB

Guerilla Gardening

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Bildquelle: piratesparty

Als Guerilla Gardening wurde ursprünglich die heimliche Aussaat von Pflanzen im öffentlichen Raum bezeichnet, vorrangig in Großstädten oder auf öffentlichen Grünflächen.

Somit eine Form der kreativen Rückeroberung des öffentlichen Raums durch das Individuum und damit passend zu unserer Reihe “Urbane Umweltgestaltung / Green Graffiti”.

Guerilla Gardening / Gartenarbeit 2.0

Sich urbanen Lebensraum über wildes Gärtnern emotional zurückzuerobern, hat insbesondere in London Konjunktur. Hier hat Guerilla Gardening als Protestform auch seine Anfänge. Denn am 1. Mai 2000 versammelten sich Globalisierungsgegner, Umweltaktivisten und Anarchisten auf dem Londoner Parliament Square, um den Platz eigenhändig und ohne Erlaubnis im wahrsten Sinne des Wortes umzugraben und zu begrünen. Aus einigen politisch motivierten Globalisierungsgegnern, die Golfplätze mit Dornenhecken oder Disteln verunstalteten, sind so Guerilla-Gärtner geworden: Mit grünem Vandalismus setzen sie sich aber nicht weniger leidenschaftlich für einen schöneren Lebensraum vor der eigenen Haustüre ein. „Think local“ ist die Devise. Weiterlesen