Monatsarchiv: März 2009

Lecker „Seed Bombs“ zum Frühlingsanfang

seedbombAm Samstag ist Frühlingsanfang!!! Und ein passendes Geschenk zu diesem hoffnungsreichen Tage wäre ein Schächtelchen „Seed Bombs“ oder? Dabei handelt es sich um kleine pralinenartige Kugeln, die aus Saatgut, Erde und Tonpulver bestehen und per Wurfsendung in jeder beliebigen Brachlandschaft platziert werden können. Ohne einpflanzen oder eingraben, sind sie einfach, schnell und kostengünstig herzustellen und zu bedienen.

Hierfür nun erstmal die -> bebilderte Anleitung für die kleinen feinen „Seed Bombs“ und ergänzend dazu die bombensichere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

WELCHE ZUTATEN UND HILFSMITTEL WERDEN GEBRAUCHT?

  • Saatgut* (z.B. Schmetterlingsanlockwiese, Kräuter, Gemüse)
  • gute Erde (Blumenerde) – getrocknet und gesiebt
  • Rotes oder braunes Tonpulver – getrocknet und gesiebt; im Handel** bezeichnet als Tonmehl/Lehmmehl/ Lehmpulver (nicht zu verwechseln mit normalem feuchten Ton); möglichst kein graues oder weißes Tonpulver verwenden
  • Etwas Wasser
  • Ein Behälter oder eine Unterlage zum Mischen der Zutaten

Der Erde-Ton-Mix schützt die Samen vor Austrocknung durch Sonneneinstrahlung, Tierfraß (Vögel, Nagetiere) oder vor Verwehung/Auswaschung durch Wind/Regen.

Tipps:

* Bitte sicherstellen, dass es sich bei den ausgewählten Samen um heimische Arten handelt. Unbedingt auch darauf achten, dass es ungiftige Pflanzen sind, wegen der Kinder.
** natürliches Tonpulver ist sehr günstig im (Natur-) Baustoffhandel erhältlich. Heilerde funktioniert auch, ist aber teuer.

WIE WERDEN „SEED BOMBS“ GEMACHT?

Mengenanteil: 1 Teil Samen – 3 bis 5 Teile Erde – 3 bis 5 Teile Tonpulver
Diese Zutaten sollten trocken und gesiebt sein, es erleichtert die Herstellung ungemein. Weiterlesen

Danke, Greenpeace!

Copyright: © Bert Bostelmann / Greenpeace
Copyright: © Bert Bostelmann / Greenpeace

Auch auf die Gefahr hin, dass die meisten Leser von der heutigen Greenpeace-Aktion schon über andere Kanäle gehört haben:
Kletterspezialisten von Greenpeace haben heute morgen an der Fassade der Deutschen Bank ein Plakat mit der Aufschrift „Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet“ entrollt. Damit protestiert die Umweltschutzorganisation für eine stärkeres finanzielles Engagement der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz (und gegen die Lösung der Bankenkrise zu lasten der Klimakrise).

via: Greenpeace.de

*NB

Guerilla Gardening

1305277587_8ef16115de

Bildquelle: piratesparty

Als Guerilla Gardening wurde ursprünglich die heimliche Aussaat von Pflanzen im öffentlichen Raum bezeichnet, vorrangig in Großstädten oder auf öffentlichen Grünflächen.

Somit eine Form der kreativen Rückeroberung des öffentlichen Raums durch das Individuum und damit passend zu unserer Reihe “Urbane Umweltgestaltung / Green Graffiti”.

Guerilla Gardening / Gartenarbeit 2.0

Sich urbanen Lebensraum über wildes Gärtnern emotional zurückzuerobern, hat insbesondere in London Konjunktur. Hier hat Guerilla Gardening als Protestform auch seine Anfänge. Denn am 1. Mai 2000 versammelten sich Globalisierungsgegner, Umweltaktivisten und Anarchisten auf dem Londoner Parliament Square, um den Platz eigenhändig und ohne Erlaubnis im wahrsten Sinne des Wortes umzugraben und zu begrünen. Aus einigen politisch motivierten Globalisierungsgegnern, die Golfplätze mit Dornenhecken oder Disteln verunstalteten, sind so Guerilla-Gärtner geworden: Mit grünem Vandalismus setzen sie sich aber nicht weniger leidenschaftlich für einen schöneren Lebensraum vor der eigenen Haustüre ein. „Think local“ ist die Devise. Weiterlesen

Schmucker Kampfstil – mit Öko(schlag)ringen

Ja, ja, schon wieder Moos-News. Langsam wird’s offensichtlich – Moos scheint das Material der Zukunft. Ohne Moos nix los sozusagen. Harhar.

Hier haben wir etwas sehr Schmuckes gefunden bei einem Berliner Kollegen „Lilli Green – Blog für nachhaltiges Design„:

Wer selbst bei einer Schlägerei nicht auf Nachhaltigkeit verzichten will, ist hier genau richtig. Doch auch ohne Nasenbluten sollte man weiterlesen. Denn ein klassischer Ring für die Dame von Welt ist auch dabei. Hafsteinn Juliusson aus Reykjavik hat Schmuck entworfen der nicht nur gut ausschaut sondern auch gepflegt werden muss und eine willkommene Alternative zu den fragwürdigen Blutdiamanten bietet.

via  lilligreen.de

*SR

Nachtrag zum „Tag der Ernährung“

311126293030supersize_frontDiese Bilder wurden ursprünglich gemacht für das japanische IDEA Design Magazine, für die Ausgabe mit dem Thema „Made in America“ mit Schwerpunkt auf amerikanischem Design.

494173742323supersize_backDurch den kulturellen Imperialismus – Amerika exportiert Waffen und Waffengewalt in den Rest der Welt durch Filme und andere „Unterhaltungs“-Kanäle – wird Amerika vor allem in Japan als ein sehr gewalttätiger Ort wahrgenommen.

Der ebenfalls schädliche und mittelfristig tödliche Exportschlager Amerikas ist jedoch Fast-Food. Die Unternehmen, die Märkte schaffen für Rindfleisch, Milch und frittierte Lebensmittel in Kulturen, deren Ernährung zuvor auf nachhaltigen und gesunden Nahrungsmitteln beasierte, schießen ihnen damit direkt ins Herz. Das japanische Wort für „Supersize“ ist „Supersize“.

Concept by Plazm. Photography by Dan Forbes.

via plazm.com

*SR

Moosmatte

moss_carpet2Auch auf die Gefahr hin bald als Moosfetischistin zu gelten, muß ich noch auf dieses nachhaltige Designobjekt aufmerksam machen.

Barfuß auf einer Wiese laufen, soll ja gut für die Durchblutung sein. Wem das vielleicht aus Zeitgründen nicht  so oft möglich ist, dem sei die Moos-Badematte von Nguyen La Chánh vorgestellt. Außer einem fäulnisbeständigem Polyethylen-Schaum, genannt Plastazote, enthält die Matte drei verschiedene gemütliche Waldmoose. Und die Feuchtigkeit des Badezimmers sorgt dafür, dass die Moose gut gedeihen.

Ob diese Matte tatsächlich zur Durchblutungsförderung beiträgt, sei jetzt einfach mal dahingestellt.

moss_carpet3

via yankodesign.com

*SR

Moss Art /Moss Graffiti

Hier hab ich noch ein paar außergewöhnliche Kunststücke zum Thema Moss Art / Moss Graffiti auf environmentalgraffiti.com gefunden.

*SR