Monatsarchiv: September 2009

Wir haben’s getan!

Oh Freunde des nachhaltigen Designs, wir haben es getan – zum allerersten Mal. Wir haben den Mietvertrag unterschrieben zu unserem lang ersehnten Ladenatelier! Da der Beweis:

Original-Mietvertragsunterschrift von SWWSW

Original-Mietvertragsunterschrift von SWWSW

Oranienstr.58a (direkt am Moritzplatz – das mintfarbene Haus) will be soon the place to be! Moritzplatz? Da, wo auch die Prinzessinnengärten sind, das betahaus und das Ïma Design Village? Etwa da, wo auch SWWSWs Partner Modulor 2011 die Pforten des „Modulor Hauses“ öffnen wird? Jawohl, haargenau da.

Wer noch einen Grund braucht, um schon mal zu gucken, wie’s eigentlich so is am Moritzplatz, der kann ja zur Umbauphaseneinläutungsparty von Modulor am 25.09. ins ehemalige Bechsteinhaus/zukünftige „Modulor Haus“ kommen – und dann nochmal zu unserer Eröffnung genau gegenüber erscheinen und von da an regelmässig uns und den Moritzplatz besuchen. Hoch die Tassen – auf den Moritzplatz!

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Moritzplatz - the place to be

*SR

Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier (13)

Was macht eigentlich der FSC?

Das FSC-Logo kennzeichnet Produkte, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Das FSC-Logo kennzeichnet Produkte, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

FSC ist die Abkürzung für „Forest Stewardship Council“, und auf der deutschen Seite des FSC ist zu lesen:

Der FSC ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Umweltorganisationen, Waldbesitzer, Gewerkschaften und Unternehmen der Holzwirtschaft unterstützen den FSC.

Der FSC wurde 1993 gegründet und hat über 500 stimmberechtigte Mitglieder, die genaue Historie kann auf der internationalen Seite nachgelesen werden. Das System fusst auf drei Kammern, die dafür sorgen, dass neben den Umweltaspekten auch die Sozialverträglichkeit und die wirtschaftliche Tragfähigkeit Grundlage der Zertifizierung sind. Die deutsche Arbeitsgruppe exisitiert seit 1997: Ihr Ziel war und ist es, Standards für eine gute Waldbewirtschaftung in Deutschland zu etablieren und zu überprüfen. Greenpeace schreibt:

Die deutschen Standards einzuhalten, das heißt beispielsweise, Kahlschläge grundsätzlich zu unterlassen, keine Biozide einzusetzen und abgestorbene Bäume im Wald zu belassen. Die Arbeitsbedingungen müssen sozial verträglich gestaltet werden. Das Personal wird möglichst ganzjährig beschäftigt und kann an regelmäßigen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Die Bewirtschaftung des Waldes soll effizienter gestaltet werden, die Qualität des erzeugten Holzes soll gesteigert werden.

Gute WaldbewirtschaftungDie Kriterien, was eine „gute Waldbewirtschaftung“ ist, sind je nach Land und Forstwirtschaft unterschiedlich – deshalb unterstützt die internationale Organisation nationale Arbeitsgruppen, damit vor Ort sinnvolle Richtlinien erarbeitet werden, die wiederum von der internationalen Organisation anerkannt werden müssen.

Eine höhere Bedeutung als im deutschen Kontext kommt dem FSC in Ländern zu, in denen illegaler Einschlag und Raubbau an der Tagesordnung sind. Hier sorgt der FSC mit jedem Stück zertifiziertem Wald dafür, dass Waldflächen vor illegalem Einschlag geschützt werden.

Kritisiert wird der FSC (innerhalb und außerhalb der Organisation) dafür, dass auch Plantagen (z.B. Eukalyptus) FSC-zertifiziert werden – die massiven ökologischen und sozialen Probleme, die mit dem großflächigen Anbau von Monokulturen einhergehen, dabei aber meistens unberücksichtigt bleiben. Mehr zur Kritik am FSC kann man u.a. bei Greenpeace nachlesen (Mitglied in der FSC-Umweltkammer).

Wichtig ist zu wissen, dass der FSC (im Gegensatz z.B. zum Blauen Engel) wirklich nur den Ursprung des Rohstoffes kontrolliert und zertifiziert, nicht die Art der Weiterverarbeitung (z.B. Chemikalieneinsatz bei der Papierherstellung). Weiterlesen

Hocker aus recycelten Skateboards von deckstool

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Neulich erst berichteten wir an dieser Stelle von der außergewöhnlichen Skateboardkunst von Harumaki und Hirosher. Hier nun ein Beispiel des Skateboardrecyclings im Bereich Produktdesign von deckstool. Die Idee des Stuhls ist entstanden durch die Art in der die Decks am häufigsten zerbrachen, nämlich entweder im obersten Drittel oder direkt in der Mitte. Et voila – der geübte Kreative übersetzt diese Beobachtung natürlich sofort in Stuhlbeine und Sitzflächen. Die handverlesenen Bruchstücke werden dann in einem Handwerksbetrieb in Pennsylvania zur Sitzgelegenheit verbaut und sogar die alten Achsen werden wiederverwendet und dienen als Verbindungsstück.

Eine chice Idee  und ein Möbel, das schon allein visuell von einer bewegten Geschichte berichten kann.

*SR

Baumhausträume von Baumraum

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Manche Kindheitsträume lassen sich leider erst erfüllen, wenn man älter ist und das nötige Kleingeld zusammen hat – dann aber umso doller, wie zum Beispiel die Baumhäuser von Baumraum.

Mit größter Sorgfalt im Umgang mit den Materialien und dem umgebenden Naturraum erschafft Baumraum traumhafte Rückzugsmöglichkeiten, die sich sehen lassen können und harmonisch in die Umgebung integrieren.

Bevorzugtes Arbeitsmaterial von Baumraum ist Holz – am liebsten heimisches. Aber auch andere Hölzer aus FSC-zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft können auf Wunsch zum Einsatz kommen.

Bei der Befestigung der Baumhäuser wird auf Schrauben und Bolzen verzichtet und stattdessen mit abgespannten Seilkonstruktionen gearbeitet. Um die Baumhäuser und Ter­rassen sicher und verletzungsfrei in den Bäumen zu verankern, werden Stahlsei­le benutzt, die über hochbelastbare Textilgurte an starken Ästen oder dem Stamm befestigt werden. Diese Befestigungsart führt im Gegensatz zu Bolzen oder Schrauben nicht zu Verletzungen der Rinde, die einen Pilzbefall begünstigen können. Die Textilgurte ha­ben ihren Ursprung in der Baumpflege und ermöglichen dem Baum Bewegungsfreiheit und weiteres, weitgehend zwängungsfreies Wachsen.

Alles in allem ein nachhaltiges Luxusträumchen, so eine schnieke Baumhütte. Und inmitten der Natur, geschützt vor den Naturgewalten, lassen sich bestimmt auch viel besser die dollsten Umweltaktionen ersinnen.

Mehr Infos und Bilder von diesen 1a-Baumhäusern bei Baumraum und in dem demnächst erscheinenden Buch „Baumhäuser – Neue Architektur in den Bäumen“ von Andreas Wenning.

*SR

Nachhaltiges Gestalten – Druck und Papier (12)

Bauanleitung für Gorleben-Treck

gorleben_treck_01Aus aktuellem Anlass und weil es sowieso mal an der Zeit ist, diese Serie durch konkrete „Mitmach“-Tipps aufzulockern, kommt jetzt mal eine Bastelanleitung. Wer nach dem Wochenende Lust hat, das Hochgefühl der „Mal richtig Abschalten!“-Demo auf dem heimischen oder Büro-Schreibtisch aufleben zu lassen, der kann sich den Gorleben-Treck ausdrucken, zurechtschneiden, falten und zusammenkleben: herunterzuladen auf der Seite vom Anti-Atom-Treck.

Ausgedruckt wurde der im Bild befindliche Anti-Atom-Trecker auf 110g starkem grauen Recyclingpapier (DIN A4), erhältlich als Skizzenblock bei Modulor, geklebt mit dem Naturkautschukkleber „Kristallgummi“ von Gutenberg, erhältlich bei Memo.

Das Papier war zum Basteln etwas spröde, deshalb hielt auch der Kleber nicht so besonders. Aber wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, bedrohten den Trecker in den heimischen Gefilden ganz andere Mächte, die vermuten lassen, dass seine Tage gezählt sind (wie hoffentlich die deutscher Atomkraftwerke.)

*NB

Transition Town Festival am Boxi am 05.09. von 15.00h bis 22.00h

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Am 5. September trifft sich alles, was Rang und Namen hat in Berlin: erst zur Abschlusskundgebung des Anti-Atom-Trecks Mal richtig abschalten! vorm Berliner Hauptbahnhof ab 13 Uhr (von da geht´s zum Brandenburger Tor), und dann ab 15 Uhr zum Transition Town Festival in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg auf dem Boxhagener Platz, um gemeinsam zu feiern, zu träumen und zu diskutieren!

Willst du wissen, wie du in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg aktiv etwas für den Klimaschutz tun kannst und dich und deinen Kiez vorbereiten kannst auf das Jahr 2050, wenn die fossilen Brennstoffe – allen voran das Erdöl – knapp und knapper geworden sein werden?

Auf dem Transition Town Festival stellen einige Friedrichshainer, Kreuzberger und Umländer von 15 bis 22 Uhr ihre Antworten auf Klimawandel und Energiekrise vor. Außerdem befragen wir BundestagskandidatInnen auf dem PolitSofa nach ihrem Wissen zu diesen Themen, wir tun mit dem Schriftsteller Lorenz Hippe einen Blick in die Zukunft der Jugendlichen von 2050, wir basteln Solares nicht nur mit Kids, essen und trinken regional, saisonal und biologisch, lassen uns kulturell und musikalisch verwöhnen, vernetzen uns im Weltcafé, um gemeinsam Lösungen zu finden, wie wir unseren Kiez anpassungsfähig gestalten können für kommende Zeiten und und und…

Das Weltcafé zu verschiedenen Themen (z.B. Energieautonomie, Ernährungssouveränität, alternative Mobilität, Kiezkultur) bietet den Anwohnern und Gästen Gelegenheit, sich auszutauschen und ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einzubringen und wird so zur Vernetzung von Akteur/innen und Bevölkerung, auch über den 5.9. hinaus, beitragen.

Auf einem Markt der Möglichkeiten mit Ständen von lokalen und nachhaltig orientierten Initiativen sollen konkrete Alternativen visualisiert und sinnlich erfahrbar gemacht werden. Produzenten biologischer Lebensmittel aus der Region, lokale Kulturinitiativen und ökologisch wirtschaftende lokale Handwerksbetriebe stellen sich dort vor.

Am 5. September 2009 am Boxhagener Platz von 15:00 bis 22:00 Uhr

zu erreichen:

  • mit dem Bus 240 ab Hauptbahnhof Richtung Storkower Str. ( Haltestelle Boxhagener Platz
  • U5 Haltestelle Samariterstraße, Fußweg über Mainzer Str/Gärtnerstr.
  • S-Bahn Warschauer Str., Fußweg über Warschauer Str./rechts Grünberger Str.

gehört bei MotorFM und mehr Infos bei transitiontown.org

SWWSW geht hin und hofft auf gutes Wetter. Und falls das erfolglos bleibt, wird die funktionale Kleidung reaktiviert. So oder so, wir sehen uns da.

*SR

Biophilie im Büro – Green Trash

biophillic-composting-system_1_iTQt4_69Öko-Faktor: Bürokompostierer trägt zur Verbesserung von Luftqualität, Raumklima und  Büro-Ambiente bei.

Das Biophillic Composting System wandelt organische Büroabfälle in Kompost um, der dann zur Innenraumbegrünung – angefangen beim Mülleimer – verwendet wird, die wiederum das Raumklima und die Büroluftqualität verbessert, was schließlich die Stimmung der Büroinsassen hebt. Also eine winwinwin-Situation sozusagen.

Entworfen ist die ganze Chose von Cooler Solutions Inc, die meinen, das System basiere auf dem Prinzip der Biophilie – laut Fromm die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen und  dem Wunsch, das Wachstum zu fördern, ob es sich nun um einen Menschen, ein Tier, eine Pflanze, eine Idee oder eine soziale Gruppe handelt.

So, so. Nun denn, geliebter Büro-Bioabfall, kompostiere hurtig und lasse mannigfache Bürooasen erblühen.

via ecofriend.org

*SR