Monatsarchiv: November 2009

‘Floating Garden’ – Kläranlagenaquariumsgarten von Benjamin Graindorge und Duende Studios

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Photos credits : Ribon

Der französische Designer Benjamin Graindorge hat in Kooperation mit dem Duende Studio einen Garten entwickelt, der auf der Oberfläche eines Aquariums schwimmt und die anfallenden Fischexkremente als Dünger nutzt.

Der „Floating Garden“ ist eine Art Kläranlagenaquariumsgarten, in dem das Aquariumswasser nach oben in den „Garten“ gepumpt wird, um dann frisch geklärt vom nährstoffreichen Düngemittel (Fisch-AA) wieder ins Aquarium zurückzufliessen – sehr zur Freude der Fische und Pflanzen. Und auch für den Betreiber dieser stilvollen Kläranlagenkombination entfällt fortan der lästige Aquariumswasserwechsel und das ewige Pflanzen giessen.

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Photos credits : Ribon

The fish tank is a microcosm that reflects human concerns: within the finite space of its architecture the main issue that conditions the well-being of its inhabitants is waste management. ‘Floating Garden’ by Benjamin Graindorge and Duende Studio brings an innovative solution to the daily maintenance constraints of freshwater aquariums with a filtering system that is 100% natural: a cushion of sand + plants that adapts to each and every model. Its recycling principle based on hydroponics does away with the chore of regular water changes and proposes a new domestic- scale typology, between the decorative glass vase and the water purifying plant.

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Photos credits : Ribon

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Photos credits : Ribon

*SR

Design hat soziale Verantwortung Vol*1: »Stadt gestalten«

Der November hat es in sich: Kaum ist der Vision Summit vorbei, tagt auch schon die 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung im Berliner Congress-Centrum. Dicht gefolgt von der Utopia-Konferenz am Donnerstag.

Auch S.W.W.S.W. lässt sich nicht lumpen und lädt in Kooperation mit Goldbörse herzlichst ein:
Zum 1. Themenabend unserer Reihe »DESIGN HAT SOZIALE VERANTWORTUNG«
WANN? Diesen Freitag, den 27. November 2009, um 20.00 Uhr.
WAS? Los geht´s mit dem Thema »STADT GESTALTEN«
WO? Bei schoener.waers.wenns.schoener.waer | Oranienstraße 58 a (Moritzplatz) | 10969 Berlin
WER? Offen für alle Interessierten – Die Plätze sind allerdings begrenzt. Wir bitten deshalb um Anmeldung unter wieschoen{at}schoener-waers.de bis Mittwoch, 26.11.2009!

WAS GENAU?
++++++

DIE REIHE: In Kooperation mit Goldbörse präsentieren wir in regelmäßigen Abständen unterschiedlichste Ansätze, Projekte, Produkte und Firmen, die die Vielfältigkeit verantwortungsvoller Gestaltung aufzeigen. Netzwerken, Trinken, Diskutieren und Ideen-Aushecken inklusive.

DER ABEND: 27.11.2009, 20.00 Uhr: »STADT GESTALTEN«
Mit: Katharina Wyss (Pankow-Guide, Goldbörse), Nicole Bednarzyk & Sylke Rademacher (schoener.waers.wenns.schoener.waer & Operation 030) und Robert Shaw (Nomadisch Grün & Prinzessinnengärten).

1. Katharina Wyss: »Pankow-Guide« – wie ein Stadtplan neue Sozialstrukturen schafft
2. Nicole Bednarzyk & Sylke Rademacher: »Operation 030« – mit Humor & Subversion die Stadt (zurück)erobern
3. Robert Shaw: »Prinzessinnengärten« – eine andere Stadt pflanzen: Urbane mobile Landwirtschaft am Moritzplatz

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Wir freuen uns auf Euch!

++++ Die Abende sind kostenfrei, wir bitten um eine freiwillige Spende/Unkostenbeitrag für alle, die mithelfen. ++++

*NB

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (18)

Punkte & Pünktchen

Aus aktuellem Anlass (die Zitty berichtete darüber) soll hier noch kurz ein Produkt von uns vorgestellt werden, das Ihr natürlich bei S.W.W.S.W. erwerben könnt: Unsere gepunkteten Notizhefte.

Mittels kleiner Veränderungen in der Gestaltung haben wir Druckfarbe und Material gespart:  durchgezogene Linien wurden durch wunderschöne grüne Punkte ersetzt. Die 20 Innenseiten sind aus Recyclingpapier (Resa Offset 100g, mit dem Blauen Engel ausgezeichnet), das angefallene Andruckpapier (diesmal haben wir im Offset mit mineralölfreien Farben gedruckt) wird für kleinere Notizzettelblöcke weiterverwendet.

Der Umschlag ist aus FSC-zertifiziertem Savanna Holzstrukturkarton von Gmund, einem Traditionsunternehmen, das 70% der benötigten Energie durch Wasserkraft und Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugt (s. auch Go green or die!). Die bayerische Büttenfabrik ist auch bei innovativen Recyclingpapieren (z.B. beim Bierpapier Verwendung von festen Resten aus der Maische nach der Bierherstellung, recycelten Bieretiketten und -deckeln etc) immer vorneweg (was allerdings auch seinen Preis hat…)

Gebunden wurden die Hefte in liebevoller Handarbeit im Kaspar Hauser Therapeutikum – die Fäden wurden eigens mit Lebensmittelfarben eingefärbt (somit ist jedes Heft ein Einzelstück) und mit Bienenwachs behandelt, so dass die ganze Werkstatt bei der Abholung der Hefte ungewohnt nach Honig duftete.

Als Variation gibt es auch noch Blanko-Hefte mit grauen Zwischenlegern und „Wendehefte“ – von der einen Seite gepunktet für geistige Großtaten, von der anderen Seite blanko für bildhafte Einfälle!

*NB

Nachhaltiges Gestalten – Druck & Papier (17)

Gestaltungsbeispiel: Restpapiere verwenden & Farbauftrag reduzieren

Leider hat diese Serie etwas unter unseren Eröffnungsvorbereitungen gelitten, aber nu geht´s wieder frisch weiter mit Informationen, wie man Druckerzeugnisse nachhaltiger gestalten kann. Und zwar gleich mit einem Anwendungsbeispiel.

Auch wir haben für unsere Eröffnung Flyer gestaltet und sie nicht nur gemailt, sondern auch gedruckt. Und zwar digital. Ist das denn ökologisch?
SWWSW_Flyer_gruen_vJein. In unserem Fall: ja. In anderen Fällen möglicherweise: nein.

Warum „jein“?
1. Wir haben eine kleine Auflage drucken lassen (ca 750 St.), und Offsetdruck „lohnt“ sich erst bei größeren Mengen – in dem Fall ab einer Auflage von ca 500 Bogen (in DIN A 3 entsprechen 500 Bogen 4.000 Flyern in A6 – also viel mehr als wir brauchten).
Hierbei zählt nicht nur der wirtschaftliche Aspekt, sondern vor allen Dingen der Papierverbrauch: Bei Offsetmaschinen müssen für den jeweiligen Auftrag die Farben eingestellt und an das jeweilig verwendete Papier angepasst werden, und dafür werden Andruckbögen gebraucht – und verbraucht. Die wandern dann zwar meistens wieder in den Recyclingkreislauf, aber sie sind erstmal „Müll“. Das ist nicht sinnvoll – bei einer kleinen Auflage würde es darauf hinauslaufen, dass man mehr Papier-Müll produziert als im Endeffekt für das Endprodukt gebraucht wird.

2. Wir haben für unsere Flyer mit der Druckerei Humburg in Berlin-Pankow zusammen gearbeitet, die uns freundlicherweise die Flyer gesponsert hat. Es wurden verschiedene Restpapiere aus anderen Aufträgen verwendet – zumeist Recyclingpapiere, aber auch ein paar FSC-zertifizierte Papiere. Also Papier, das ansonsten nicht weiter genutzt worden wäre.
Beim Digitaldruck stellten die unterschiedlichen Papiere kein Problem dar – genauso wenig wie die Entscheidung, unsere Flyer in unterschiedlichen Farben zu produzieren. Dies hätte im Offsetdruck jeweils Anpassungen der Maschine und somit weitere Andruckbögen (= Makulaturpapier) bedeutet. Weiterlesen

mitbringen – Ausstellung bei S.W.W.S.W.

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Was soll ich bloß mitbringen?

All ihr Liebhaber nachhaltigen Designs,

schon drei Wochen nach unserer formidablen Eröffnung findet nun wieder eine unserer grandiosen Veranstaltungen statt. Aufgehorcht:

Wir laden herzlich ein zur Kreuzberger Vernissage von »mitbringen« bei »schoener.waers.wenns.schoener.waer« am Samstag, den 14.11.2009, um 20.00 Uhr.
Neue Antworten auf die Frage nach dem, was man gern schenkt, haben junge Designer aus Berlin und das Berliner Designlabel »nachacht« entwickelt und in Zusammenarbeit mit den VIA Werkstätten (Werkstätten für behinderte Menschen) umgesetzt.

Stehleuchte (nachacht + VIA Werkstätten) bei S.W.W.S.W. erhältlich - Foto von nachacht

Stehleuchte (nachacht + VIA Werkstätten) bei S.W.W.S.W. erhältlich - Foto von nachacht

Die drei Designer Mark Bergold, Julian Jaede und Martin Schmid haben zur Ideengenerierung Studenten der UdK und der Kunsthochschule Weissensee zum wöchentlichen Stammtisch geladen, mit dem Ziel, die Produktpalette der VIA Werkstätten um kleinere Gegenstände – eben zum »mitbringen« – zu erweitern. Aufgrund des Leistungsspektrums der VIA Werkstätten liegt der Schwerpunkt der Produkte in der Holz- und Metallverarbeitung sowie im Keramik- und Textilbereich.
Die Ergebnisse werden nun bezirksübergreifend präsentiert. Vom 07.11. bis 13.11.2009 im »Blumenfisch« im Prenzlauer Berg und ab Samstag, den 14.11.2009, bei »schoener.waers.wenns.schoener.waer« in Kreuzberg! Wo sonst.

Sehet und staunet, was die Design-Studenten von heute so »mitbringen« würden. Und trinkt feinsten Bio-Wein und -Sekt von Delinat und bei der Gelegenheit können auch gleich noch ein paar Weihnachtsgeschenke bei »S.W.W.S.W.« gekauft werden – damit wäre das auch erledigt.

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Also fix notiert:
Vernissage
am Sa, den 14.11.2009 um 20.00 Uhr
dann Mo, den 16.11. – Fr, den 20.11.

geöffnet täglich von 11.00 – 19.00 Uhr
bei »schoener.waers.wenns.schoener.waer«
Oranienstr. 58a (direkt am Moritzplatz)
10969 Berlin
BUS M29  |  U-Bhf. Moritzplatz

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Wir freuen uns und grüßen schoen,
die nachhaltigen Mädels vom Moritzplatz!

*SR+NB

Eine Flasche Kohlrabi, bitte

Urbanes Gewächshaus – Kohlrabi in PET-Flasche

Dieses urbane und mobile Gewächshaus ist entstanden in den Prinzessinnengärten im Rahmen unserer Ladeneröffnung. Mein Sohn, der Urban Farmer, hat diesen Kohlrabi mithilfe der Jungs von Nomadisch Grün in einer ausrangierten aufgeschnittenen PET-Flasche (selbstverständlich ohne Pfand) gepflanzt und wartet nun gespannt auf die Ernte im Januar. Er setzt große Hoffnungen in das noch zarte Pflänzchen, denn geplant ist, zur Ernte die ganze Familie zum großen Kohlrabifestmahl einzuladen.

Um die optimalen Rahmenbedingungen für das Projekt zu schaffen, haben wir den guten „Korabi“ (<- liebevoller Arbeitstitel) nun bei uns im Laden ins rechte Licht gesetzt, wo er auch öffentlich beim Wachsen und Gedeihen beobachtet werden kann.

Nachahmungen und Wachstumsbattles sind definitiv erwünscht. Urban Farming rules!RoccosKohlrabi_auf

*SR

Paper Gun Model Kits – jetzt bei S.W.W.S.W. – wunderbar!

Ab sofort möchten wir regelmässig berichten über die oekofairen und wunderbaren Produkte, die man in unserem nachhaltigen Shop „schœner.wærs.wenns.schœner.wær“ am Moritzplatz käuflich erwerben kann. Was man sonst nie erfährt, weils nicht alles auf ein Produktschildchen passt, wird hier dem Interessierten zugänglich gemacht.

Heute schockfrisch und neu: Papierknarren!

Das in London ansässige multidisziplinäre Designstudio PostlerFerguson, bestehend aus Martin Postler und Ian Ferguson, untersuchten im Rahmen eines Kunstprojektes die Geschichte, die Ästhetik und die tödliche Anziehungskraft von Waffen. In ihrem „Paper Gun Model-Kit“-Serie zerlegten sie die sonst so gefährlichen Waffen in Papier-Bastelbausätze und beraubten sie so ihrer todbringenden Eigenschaften. Frei nach dem Motto:

If you’re gonna play with guns, use paper ones!

Die guten Papierknarren sind natürlich aus FSC-zertifiziertem Papier und klimaneutral produziert in Zusammenarbeit mit „MyClimate.org“ – wenn schon, denn schon ;)

Ein Beispiel? Bittesehr:

AK47

Paper Gun Model Kit

AK47 Paper Gun Model Kit

For a new art project, the designer Martin Postler has investigated the history, the aesthetics and the lethal seductiveness of the Kalashnikov. He has freed the AK-47 from its terrible capacity to injure and kill by deconstructing it into a paper model construction set. At the end of the construction process each person can decide if they would like to hang their own AK-47 on the wall, paint it, customize it with stickers or simply burn it. Then ultimately this AK-47 thankfully remains a piece of paper.

Following the AK47 (2007), the death machine series has now been extended with four new paper weapons to the arsenal including the UZI, MP5, M4A8 and Mills Bomb paper grenade. Ultimately these weapons thankfully remain a piece of paper.

Not recommended for people under age 18.
Recommended for experienced crafters.
Construction time depends on handcrafting abilities.
Does not contain glue and cutter.

Hier nun alle Modelle, die es bei S.W.W.S.W. zu shoppen gibt (Preise zwischen 14,90 € – 19,90 €):