Monatsarchiv: Mai 2010

Design hat {soziale} Verantwortung Vol.*3 »Global und lokal – Nachhaltige Gestaltung auf Distanz«

Freunde des nachhaltigen Designs, sensationelle Ereignisse kündigen sich an – DMY und S.W.W.S.W. ist dabei!

Und das gleich mit zwei hervorragenden Veranstaltungen. Oho. Hier aber erstmal die Infos zu einem der beiden Events (der zweite folgt an dieser Stelle und in Kürze):

Wir möchten euch im Rahmen des diesjährigen DMY* einladen zum 3. Teil unserer Veranstaltungsreihe »Design hat {soziale} Verantwortung«. Diesmal findet ein Themenabend mit Podiumsdiskussion in unseren nachhaltigen Hallen statt mit dem thematischen Schwerpunkt:

»Global und lokal – Nachhaltige Gestaltung auf Distanz«
Am Freitag, den 11.06.2010
Von 20.00h bis 23.00h (Einlass: 19.30h)

-> WICHTIG: Zum Themenabend bitten wir um Anmeldung bis Dienstag, den 08.06.2010 per Mail an wieschoen@schoener-waers.de.

Unsere Gäste sind diesmal:

Oliver Errichiello von »Magno wooden radio«

wooden radio ist Direktimporteur der Magno-Serie des indonesischen Designers Singgih Kartono in Europa. wooden radio – das sind die beiden Soziologen Oliver Errichiello und Dr. Arnd Zschiesche.

2006 entdeckte Oliver Errichiello auf der Jakarta Fair ein einzelnes wooden radio. Obwohl er dieses Radio gerne sofort mitgenommen hätte, machte ihm Singgih Kartono klar, dass er »sein Kind« nicht an jeden x-beliebigen verkauft.

Wie ein so besonderes Radio in einer Region entsteht, die ansonsten oft mit Massenproduktion auf Kosten von Mensch und Umwelt verbunden wird, zeigt Oliver Errichiello in seinem Vortrag bei S.W.W.S.W.

Mareike Lienau von »Lyk Carpet«

Die Produktdesignerin Mareike Lienau verbindet mit Lyk Carpet zeitgemäßes Design und traditionelles tibetanisches Knüpfhandwerk zu 
wunderbaren Teppichen. Lyk Carpet Teppiche werden sowohl 
ästhetischen als auch nachhaltigen Ansprüchen gerecht, sie sind fair und ökologisch gefertigt – zertifiziert durch »Label 
STEP«. Mareike Lienau wird bei S.W.W.S.W. über Gestaltungsentscheidungen und –abläufe auf Distanz mit allen kulturellen und gesellschaftlichen Unterschieden berichten.

Reto Aschwanden vom »Label STEP«

Das Fair-Trade-Label STEP engagiert sich für gute Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, insbesondere der Knüpferinnen und Knüpfer in Produktionsgebieten von handgefertigten Teppichen. Es bekämpft missbräuchliche Kinderarbeit und setzt sich für die Förderung ökologisch verträglicher Teppichherstellungsverfahren ein.

Zur Umsetzung dieser Ziele überprüft Label STEP regelmäßig die Produktionsstätten seiner Lizenznehmer und achtet auf die Einhaltung fairer Bedingungen. Wie der faire Teppichhandel funktioniert, mit welchen länderspezifischen Problemen Label STEP kämpft und welche Lösungsansätze verfolgt werden, erklärt Reto Aschwanden in seinem Vortrag bei S.W.W.S.W.

Wo finden diese überragenden Events denn immer statt?

Natürlich bei »schoener.wærs.wenns.schoener.wær«
– Conceptstore für Nachhaltiges Design
Oranienstr. 58a (am Moritzplatz)
10969 Berlin

Also, gleich hübsch notiert und ordentlich angemeldet und dann sehen wir uns. Bis dennchen!

………………………………….

* Jährlich präsentiert DMY das International Design Festival Berlin, auf dem renommierte sowie junge Designer neue Produkte, Prototypen und experimentelle Konzepte vorstellen.
In diesem Jahr öffnen ergänzend zur zentralen Ausstellung in den großflächigen Hangarn des Flughafens Berlin Tempelhof zahlreiche Satellitenausstellungen ihre Türen.
Über 40 Ausstellungen in Designinstitutionen, Museen und Gallerien laden dazu ein, die kreativen, stets im Umbruch begriffenen Orte der Stadt zu erkunden.

*SR + NB

ChariTea und LemonAid – Gutes trinken & tun

ChariTea stammt von einem kleinen Hamburger Start-Up, das all jenen, denen es  nach Weltverbesserung dürstet, ein Getränk an die Hand gibt.

Einen trinken und dabei Gutes tun – ein Träumchen, mag man denken. Aber mit LemonAid und ChariTea geht das auch in Erfüllung. Denn sämtliche Zutaten für diese nachhaltigen Softdrinks sind biologisch angebaut und der Tee stammt aus fairem Handel – genauer von Plantagen in Südafrika und Sri Lanka, wo mit den Fairtrade-Geldern Bildungs- und Gesundheitsprojekte unterstützt werden.
Und der Geschmack – ebenfalls ein Träumchen. Wir haben alle durchprobiert – echte Zitronenlimonade, Rooibos-Tee mit Passionsfrucht, Schwarzer Tee mit Zitrone und Grüner Tee mit Ingwer (alle ohne Zucker, nur leicht verfeinert mit Agavendicksaft) – und wollen immer mehr vom Guten.

Apropops mehr vom Guten, bei S.W.W.S.W. am Moritzplatz kriegt man das stete Tröpfchen in der stylischen Flasche natürlich auch – auf Wunsch mit biologisch abbaubarem Strohhalm.

Und weil wir gerade bei gut sind, ChariTea präsentiert sich jetzt auch, neben vielen weiteren guten Projekten, auf der Seite agoodsite.org.
Dort wird all denen eine Plattform geboten, die auf originelle Weise dazu beitragen, dass es ein wenig fairer, ökologischer und friedlicher auf der Welt zugeht. Na dann: Prost!

*SR

Seedbombs à la Place de Maurice handgerollt von S.W.W.S.W.

Den Bienen geht’s nicht gut!  Wir müssen handeln. Gedacht, getan. Also, wir gar nicht faul ab in den nächsten Bio-Einkaufsladen und erstmal etliche Samen-Päckchen „Bienenschmaus*“ erworben.

Dann Ärmelchen hochgekrempelt und mithilfe unserer famosen Anleitung zum Saatbombenbasteln fleissig Seedbombs gerollt. Da darf man keine Angst haben sich die Hände schmutzig zu machen, Freunde der nachhaltigen Umweltgestaltung! Die Bömbchen haben dann ein paar Tage faul in der Sonne gelegen zum Trocknen und schließlich den Weg auf unsere Ladentheke gefunden, wo sie von engagierten Bienenschützern erworben und ohne Unterlass in die Gegend geworfen werden können – zur Freude der Bienen und der gesamten Menschheit. Es leben die Bienen – mit Seedbombs à la Place de Maurice handgerollt von S.W.W.S.W.!

* Der Alnatura Bienenschmaus ist ein Mix aus Samen von Kräuter-, Duft- und Blütenpflanzen (aus k.b.A.). Aus den Samen sprießt eine blütenreiche, leckere Bienenweide & für jedes verkaufte Saatgutpäckchen spendet Alnatura 50 Cent an die Aktion BeeGood, mit der Mellifera Forschungsarbeiten für alternative Krankheitsbehandlungen von Bienen finanziert.

*SR

Mäusekunst

Hier mal eine kleine erfrischende Anwendung zwischendurch:

IOGraph ist eine kleine Software-Applikation, die die Bewegungen der Computermaus aufzeichnet und in zusammenhängenden Pfaden wiedergibt und sie so in moderne Kunst verwandelt.

Dieses Programm läuft im Hintergrund mit und nach eines langen Tages harter Arbeit, kann man dann auch sehen, was man getan hat. Den ganzen Tag am Rechner sitzen kann am Ende auch manchmal schöne Ergebnisse zutage fördern, wie auch bei flickr zu sehen ist.

via information aesthetics

*SR

Mountains of Molehills – A timeline of global media scare stories

„to make a mountain out of a molehill“ bedeutet soviel wie „aus einer Mücke einen Elefanten machen“

Dies ist ein Beispiel für eine ebenso schöne wie intelligente Datenvisualisierung. Die Anzahl der globalen Panikmeldungen und -themen der Medien – wie z.B. Y2K Apokalypse, Vogelgrippe, gewaltverursachende Computer-Spiele, Killerwespen und Schweinegrippe – werden hier in einer Zeitachse dargestellt und gegenübergestellt zu den tatsächlichen Auswirkungen.

via informationisbeautiful

*SR

Magazine Wall & „brand eins“-Hocker

Die „Magazine Wall“ von Elding Oscarson besteht aus tausenden von Magazinen und ist für die Büroräumlichkeiten einer Grafik-Agentur erdacht, um deren Tätigkeitsfeld ins Interieur mit einzubeziehen. via laissezfaire

Das passt ganz gut zu unserer Neu-Nutzung für unsere „brand eins“-Sammlung.

Die kann man doch nich einfach wegschmeissen – aber drauf sitzen und dazu Käffchen trinken, kann man durchaus jetzt auf unserem „brand eins“-Hocker. Komm se rum, könn se ankieken.

*SR

Schritt für Schritt wird’s grüner

Die DDB Group China verdeckte einen Zebrastreifen in einer belebten chinesischen Geschäftsstraße mit einer riesigen Leinwand, die einen kahlen Baum zeigte. Auf beiden Seiten des Zebrastreifens wurden „Fußabtreter“ aus Schwamm ausgelegt, die mit grüner (umweltfreundlicher, leicht abwaschbarer und schnell trocknender) Farbe getränkt waren. Nicht unbedingt für jeden gleich erkennbar, aber die Message ist leicht verständlich: Wenn alle zu Fuß gehen wird die Erde Schritt für Schritt grüner.

Schöne Kampagne, trotzdem sie die breite Masse in China wahrscheinlich nicht erreicht hat.

via paperplane

*SR

Francois Robert – Stop the Violence

picture by Francois Robert

„Stop the Violence“ heißt die Bilderserie des Künstlers Francois Robert, die mithilfe von menschlichen Knochen typische Symbole für Leid, Verwüstung und Konflikte visualisiert.

Der Künstler dazu:

The human skeleton is a powerful visual symbol. It’s come to represent the “remains”, what’s left after life has ended, after the flesh and mind cease to function. In my photographs, I use the human skeleton as the formal visual element, the subject of the image. In this manner, the skeleton is both the protagonist and antagonist (the Buddhist notion about, “the duality of man” seems apt).

For each photograph I disassemble the modular system of the skeleton and reconfigure the elements to form a new image. These images are man made. Images of aggression, images that cause suffering, devastation and conflict. I intend the images to plant the notion of restraint and charity in an effort to promote peace and tolerance.

via Francois Robert

*SR

Alle Jahre wieder …

… ist Muttertag. Dieses Jahr am nächsten Sonntag – also schon in zwei Tagen! Und natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder die Mutter-Beruhigungskarte von S.W.W.S.W.! Also, noch schnell an den Moritzplatz gewetzt und die Karte geschnappt (für schlappe 80 Cent dieses Jahr), schön mit Blümchen zu Mutti und für den Rest des Jahres ist Ruhe …

Mehr Infos & Fotos gibt´s hier. Wer noch Mutterkuchen backen will, hier das Rezept.

* NB

Nachbarn am Moritzplatz

Etsy gibt’s jetzt auch in Berlin und wo sollte ein Marktplatz für Kreative da wohl am ehesten zu finden sein? Richtig, am famosen Moritzplatz. Falls sich jemand fragt, wer oder was Etsy ist, kommt hier die Auflösung:

Etsy ist ein Online-Marktplatz für den Kauf und Verkauf von handgemachten Dingen. Ziel ist es, eine enge Verbindung zwischen Hersteller und Konsument zu ermöglichen, um so der Weltwirtschaft aus ihrer Anonymität zu helfen und ein Gemeinschaftsgefühl zu fördern.

Seit kurzem gibt es Etsy nun auch in Deutschland und dort in Berlin. An einem deutschsprachigen Etsy wird gearbeitet und die Euro-Einführung steht auch noch bevor.

Neu ist der Berlin City Guide von Etsy , in dem die tollsten Shops, Cafés, Bars, Künstlerbedarfsläden, Museen, Showrooms undsoweiterundsoweiter zu finden sind (und charmanterweise auch wir vertreten sind). Na denn, auf fröhliche Nachbarschaft!

*SR