Monatsarchiv: Mai 2012

The Portrait Project – Evelin Kasikov – CMYK embroidery and Typographic Design – London

Portrait Project ist ein Set von 10 gestickten Porträts von Evelin Kasikov. Alle basieren auf demselben Raster, bestehend aus Quadraten, Kreuzen und diagonalen Linien. Die Bilder werden mit verschiedenen Stick-Methoden und Fadenstärken erstellt und sind 210 x 280 mm groß. Bestickend schön.

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via The Portrait Project
*SR

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Vortrag in der Nachbarschaft am 29.5. um 20h: „Sustainable Design – wie bitte?“ von Joachim Kobuss

In Kooperation mit unseren Nachbarn vom planet modulor lädt das sustainable design center (SDC) zum rituellen Stammtisch ins Aufbauhaus. Vortragsredner ist diesmal Joachim Kobuss – Coach und Scout für Designer und Unternehmer und betreibt unter der Marke DesignersBusiness® ein Büro für designökonomische Entwicklung. Gemeinsam mit Prof. Michael B. Hardt hat er das Buch »Designzukunft denken und gestalten« geschrieben.

Sustainable Design – zwei falsch benutzte Begriffe als neues Betätigungsfeld einer ganzen Berufsgruppe. Er stellt die Definition der beiden Begriffe zur Diskussion und leitet daraus die beruflichen und unternehmerischen Chancen und Perspektiven für Designer ab. Er diskutiert mit den Teilnehmern über die ökonomische Bedeutung der Nachhaltigkeit und wie diese im Zusammenhang mit Ökologie, Fairness und Wandel zu sehen ist. Seine These ist: Es gab noch nie soviel zu tun für Designer aller Disziplinen, es gab noch nie soviel Veränderung im Berufsbild und soviel Notwendigkeit an Begriffsklarheit. Die Zukunft gehört den Orientierung gebenden Designern.

WANN: 29.5.2012, 20 Uhr – ca. 22.00 Uhr
MIT WEM: Joachim Kobuss
WIEVIEL: 4 € für Nicht-Mitglieder des SDC
WO: Aufbauhaus – gegenüber von S.W.W.S.W. am Moritzplatz (vor dem Eingang zu Modulor links die Treppe hoch / Glaskubus)

via SDC
*SR

Leerstand aufzeigen in Berlin

Seit April kann jetzt auch jeder Bürger Leerstand in Berlin öffentlich sichtbar machen – mithilfe von leerstandsmelder.de!

Ziel der kollektiven Internet-Plattform ist es, leerstehende Gebäude und Flächen für alle Bewohner sichtbar zu machen. Neben prominenten Leerständen in Berlin wie der Bärenquell Brauerei, der Abhöranlage auf dem Teufelsberg oder dem Steglitzer Kreisel befinden sich auf leerstandsmelder.de aber auch viele bisher unbeachtet brachliegende Gewerbe- und Wohnimmobilien.

Mitmachen ist einfach – nach Anmeldung hat jeder die Möglichkeit, Leerstände in die Kartengrundlage einzutragen und Informationen darüber hinzuzufügen. So entsteht eine umfassende und stetig aktualisierte Visualisierung von Leerständen in der Stadt.
Die hierdurch verstärkte Sensibilisierung für Leerstand soll die Diskussion um einen nachhaltigen Umgang mit Leerständen und Ideen zur Neunutzung vorangetrieben werden.
Gegen diese Entwicklung setzen sich die Initiatoren des Leerstandsmelders aktiv ein und fordern nun auch für Berlin:
– Leerstandspotentiale der Stadt aktivieren
– Spekulativen Leerstand öffentlich aufzeigen
– Offenlegung aller ungenutzten städtischen Immobilien. Grundlegende Weiterentwicklung der Vergabe nach sozialen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen Kriterien

Betrieben wird der Berliner Leerstandsmelder vom openBerlin e.V. – einem Verein für partizipative Stadtentwicklung und gemeinschaftsfördernde Stärkung lokaler Ressourcen und Potentiale.

via Urban Art in Berlin
*SR

D.I.Y. Ausstellung – die Mitmach-Revolution

Im Gegensatz zum ständigen Quatschen sind wir ja eher für’s Machen zu begeistern – und das zu Recht. Was liegt da näher, als auf die D.I.Y. Ausstellung im Museum für Kommunikatoion Berlin hinzuweisen? Gesagt, getan:

Die Mitmach-Revolution
Die im Museum für Kommunikation konzipierte DIY-Ausstellung zeigt die Vielfalt und Relevanz des Selbermachens, in seinen historischen Rahmenbedingungen zwischen Arbeit und Freizeit. Insbesondere an Beispielen aus der Kommunikations- und Mediengeschichte lassen sich Veränderungen und Unterschiede beim Selbermachen aufzeigen. Die Ausstellung thematisiert selbstmotivierte Praktiken der Medienamateure, Heimwerker, Tüftler und Dilettanten. Sie zeigt die Entwicklung der Amateurkulturen vom 19. Jahrhundert bis hin zur Web 2.0-Nutzung der Gegenwart.

Zahlreiche UpCycle-Workshops und ein Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche laden neben der Ausstellung passenderweise zum Selbermachen ein.
Prima ist doch zum Beispiel folgender Workshop:
Alles in Ordnung. Praktisches Tetra Pack-System

am So, den 1.7. von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Also, immer schön machen statt quatschen – und gefälligst hingehen.

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Detaillierte Fakten:
Do It Yourself – Die Mitmach-Revolution
30. März bis 2. September 2012
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin-Mitte

Das Museum ist barrierefrei. Eine Wegbeschreibung für blinde Menschen zum Museum können Sie hier herunterladen.

Öffnungszeiten:
Dienstag 9–20 Uhr
Mittwoch bis Freitag 9–17 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10–18 Uhr

*SR

Schön war’s – Seedbombardement auf den Moritzplatz & BerlinerHonig naschen

Gar nicht faul und getreu dem Motto „Machen statt quatschen“ haben alle Mädels von schoener.waers.wenns.schoener.waer erneut eine Weltverbesserungsmaßnahme in die Tat umgesetzt – das Seedbombing auf den Moritzplatz! Um künftig den Bienen einen nahrhaften Imbiss und den Bewohnern und Besuchern des Moritzplatzes einen blütenreichen Augenschmaus zu bieten.
Und das war längst nicht alles, oh nein, denn gleichzeitig fand bei S.W.W.S.W. im & vorm Laden eine delikate Honigverköstigung von & mit BerlinerHonig statt.
Wer nicht dabei sein konnte, dem sei nun hier davon berichtet:

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Bei prachtvollem Kaiserwetter war eine erlesene, hochmotivierte Meute mit gut trainierten Wurfarmen am Moritzplatz erschienen, um eben diesen mit Samenbomben zu bewerfen. Und tatsächlich wurden 100(!) handgerollte Bomben Modell Bienenschmaus auf die Mittelinsel gepfeffert zur Freude der Menschen und Bienen. Anschliessend wurden die Bomben auf der Mittelinsel aufgesucht und ausreichend gewässert.
Die vorbildlich verkehrssicher durchgeführten Bombardements & Wassergüsse führten zu hellen Begeisterungsstürmen in vorbeifahrenden Bussen, im Schritt-Tempo und bremsbereit umfuhren die Autos den Moritzplatz (Slow Moritplatz!) und vorbei eilende Passanten hielten inne, um spontan zu jubeln. Die Welt war schön am Moritzplatz.

Tausend Dank an Josa und alle anderen von BerlinerHonig!

In den Beschusspausen kosteten alle vom köstlichen Stadthonig, verfielen in genussvolle Ahs und Ohs, ob der grandiosen Geschmäcker, und informierten sich bei Josa von BerlinerHonig rund um’s Thema Imkern in & um Berlin.
Derweil wurde die Mittelinsel mit Sitzgelegenheiten bestückt, schöne Menschen gaben sich inmitten des brausenden Verkehrs dem leisen Müßiggang hin und die Kinder spielten Eis essend auf dem grünen (schon bald aber in tausend Farben blühenden) Rasen. Das Leben war voller Genuss am Moritzplatz.

Abschließend kann man sagen, die Welt war besser an diesem Nachmittag am Moritzplatz. Definitiv.
Mission erfüllt. Auf zur nächsten…


alle Fotos von Jon-Sebastian Riedel
*SR

14. Lange Buchnacht am 12. Mai in der Oranienstr.

»Schöne Nächte ohne Bücher,
fast unmöglich.
Eine Nacht mit vielen – süper.«
(Grußwort an die „14. Lange Buchnacht“ von Ulrich Peltzer)

Die 14. Lange Buchnacht findet am 12. Mai 2012 in der Oranienstr. statt, und wir haben zu Ehren dieses fantastischen Events unsere schönsten Bücher zum Thema Nachhaltiges Design kunstvoll im Schaufenster drapiert.
Es lohnt sich also wie immer den Tag am Moritzplatz zu starten ;)
Was sonst noch los ist an der besagten Buchnacht, erfährt man hier:
Programm zur 14. langen Buchnacht

„Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“
Zitat Groucho Marx

via Lange Buchnacht
*SR

schoener.waers.wenns.schoener.waer im Interview beim Inforadio – wunderbar!

Potzblitz und eiderdaus – wir waren im Radio zu hören! Aber lest und hört selbst:

INFORADIO: Kultur, Mo 07.05.12 08:55 Uhr

Schöner wär’s …

Der Name ist schon mal wunderbar – und zugleich Programm: „Schöner wär’s wenn’s schöner wär'“ nennt sich ein kleiner Laden am Kreuzberger Moritzplatz. Zu kaufen gibt es dort Wohnaccessoires und andere schön gestaltete Kleinigkeiten. Barbara Wiegand hat sich in dem Shop mal umgesehen.

Sylke Rademacher: Das war eigentlich unser Arbeitstitel und wir haben dann gemerkt, es gibt nichts passenderes als Schöner wär’s wenn’s schöner wär’“ für diesen Laden. Also zum einen der Weltverbesserungsgedanke und zum anderen wollen wir schöne Sachen anbieten und zeigen, dass grünes Design schön sein kann!

So umschreibt Sylke Rademacher die Idee ihres Concept Stores. Vor zweieinhalb Jahren hat sie ihn zusammen mit Nicole Bednarzyk eröffnet – in den Räumen übrigens, in denen in den 80ern die Jungen Wilden ihre Bilder malten. Doch das erfuhren die beiden Designerinnen erst später. Gegenüber des heutigen Geschäfts und früheren Ateliers liegt das Aufbauhaus, der neue Trendort Berlins in Sachen Kreativ-Design. mit dem gleichnamigen Verlag darin, Designern, einer Galerie, einer Buchhandlung und einem Theater. Diese Nachbarschaft schätzen die Rademacher und ihre Partnerin – den Standort für ihren Laden wählten sie aber vor allem, weil der Moritzplatz als verkehrsumtoster, Kreisverkehr so gut zu ihrem schönen Motto passt, meint Nicole: Vor allem fanden wir es am Moritzplatz besonders passend. Jetzt mit den Prinzessinnengärten, dem Aufbauhaus, Modulor, und den ganzen Kreativnetzwerken einiges im Gange, aber im Prinzip ist der Platz ist der Platz unwirtlich und menschenfeindlich.

In den hellen großzügigen Räumen bieten die beiden Dinge an, die man nicht unbedingt braucht zum leben, die es aber vielleicht angenehmer machen. Da ist Blumenvase, die wie eine kunstvoll nach Origami Art gefaltetes Papier aussieht, und doch Wasserdicht aus Keramik ist, oder das kleine Stövchen aus Holzstäbchen, eine Art Miniaturlagerfeuer.

Wir sind ja beide selber Designerinnen und behaupten einfach einen guten Geschmack zu haben und den stellen wir hier aus. Das ist tatsächlich unser persönlicher Geschmack.

Das Ganze ist aber mehr als ein Shop für chice Geschenke. Sondern hat ökologischen Anspruch. Und auch auf fairen Handel und faire Produktionsbedingungen wird wert gelegt.

Sylke Rademacher: Der etwas überstrappazierte Begriff nachhaltig steht im Vordergrund. Öko fair und wunderbar ist unser Slogan. Wichtig sind die Materialien aber auch nicht nur, weil Sachen, die grün produziert werden müssen nicht unbedingt menschenfreundlich produziert sein. Bei den Materialien stehen recycelte Materialien im Vordergrund, oder kompostierbare. Wir haben hier etwa ein Töpfchen, die wenn sie damit abgeschlossen haben und sich aufs große Örtchen wagen, dann kann man die einbuddeln und vergraben.

Die Dinge, die bei schöner wärs wenns schöner wär im Regal stehen finden die beiden sowohl um die Ecke, als auch in der weiten Welt -so wurde zum Beispiel der zum Sitzhocker umgestaltete alte Olivenölkanister, auf dem man sich auf einen Kaffee niederlassen kann, in den USE Werkstätten für Behinderte Menschen in der Kreuzberger Oranienstraße hergestellt. Und das hölzerne Kofferradio, dass als kleiner knubbeliger Kasten mit drei dicken Drehknöpfen dran im Regal steht stammt aus Indonesien. Erklärt Sylke Rademacher.

Sylke Rademacher: Das Wooden Radio ist eines der nachhaltigsten Produkte, es stammt von einem Designer Indonesien, der läßt es dort fertigen und hat auch ein Nachforstungsprojekt in Anlauf gebracht. Und es wird international vertrieben – eigentlich wird kja in den westlichen Ländern designt, dann in Indonesien oder so produziert und wieder im Westen verkauft. Und hier ist es mal anders herum.

Schöner wär’s wenn’s schöner wär’ ist also mehr als ein origineller Laden. Vielmehr steht der kleine Concept Store für eine Idee, die mittlerweile nicht nur bei Design-affinen Kunden ankommt, sondern auch bei alteingesessenen Nachbarn: Schön gut und grün …

via Inforadio
*SR