Monatsarchiv: Februar 2017

Radius – Geschichte der URBAN ART in Deutschland – URBAN NATION

Lust auf spontanen Kulturkonsum an einem lauen Winterabend in Berlin?
Dann bitte weiterlesen:

URBAN NATION Museum for Urban Contemporary lädt mit der Ausstellung “Radius” zur 11. Runde der Projektreihe Projekt M/ ein. „Street-Artists hinterließen in Deutschland und insbesondere hier in Berlin schon vor Jahrzehnten ihre Spuren. Seither ist die Sprühdose Instrument kreativen Ausdrucks und gesellschaftlicher Kritik und hat eine außergewöhnlich vielseitige Szene hervorgebracht“, sagt URBAN NATION-Direktorin Yasha Young. „Radius“ vereint die Werke von 16 Künstlern, die die Szene maßgeblich geprägt haben. Die Show gibt sowohl einen Einblick in die Komplexität der zeitgenössischen, hiesigen städtischen Kunstszene, als auch einen Überblick über das weitreichende Wirkungsfeld unterschiedlicher Urban-Art-Genres. Die Werke von 16 unterschiedlichen Künstlern geben gemeinsam in einer Ausstellung sowohl einen Einblick in die Vielschichtigkeit der urbanen Kunstszene, als auch einen Überblick über das weitreichende Wirkungsfeld unterschiedlicher Urban Art Genres in Deutschland.

Diese Künstler sind Teil von „Radius“:
Case Maclaim | Dave the Chimp | Flying Förtress | Formula 76 | Low Bros | MadC | Moses & Taps | Nomad | Patrick Hartl & C100 | Rocco and his brothers | SatOne | Sweet Uno | Various & Gould | Zelle Asphaltkultur | XOOOOX | Hatch Sticker Museum

Vernissage: 22. Februar 2017, 19:30 Uhr, URBAN NATION – Bülowstr. 97, 10783 Berlin

Über URBAN NATION – MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART
URBAN NATION ist eine internationale Institution für Künstler und Projekte, die im Herbst 2017 als Museum neue Maßstäbe setzen wird. Im Mittelpunkt steht die Förderung junger Künstler der Urban Contemporary Art. Seit Ende 2013 lädt URBAN NATION unter der Kuration und Direktion von Yasha Young in regelmäßigen Abständen lokale und internationale Künstler sowie Kuratoren nach Berlin ein, um urbane Räume künstlerisch zu gestalten und ihnen positive Impulse zu geben. Dabei kommt es in einem öffentlichen Non-Profit-Raum zu einem inspirierenden Austausch zwischen bekannten und gerade aufstrebenden Kreativen. URBAN NATION ist in der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben verankert. Weitere Informationen unter http://www.urban-nation.com

Über Berliner Leben – eine Stiftung der Gewobag
Mit der Gründung von Berliner Leben im Jahr 2013 übernimmt das städtische Unternehmen Gewobag Verantwortung für die kontinuierliche und nachhaltige Quartiersentwicklung in Berliner Bezirken. Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht die Förderung gleichberechtigter Partizipation und interkultureller Integration. Berliner Leben fördert Kunst und Kultur, die Jugend- und Altenhilfe sowie den Sport. Weitere Informationen zur Stiftung unter http://www.stiftung-berliner-leben.de

Quelle: PM 11 // RADIUS › Urban Nation

*SR

JULIAN RÖDER – AUSSTELLUNG ›RECHT UND RAUM‹

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© Julian Röder: „Genoa“, aus der Serie „The Summits“, 2011 (C-Print, 50 x 70 cm)

Wer am Wochenende noch nichts vorhat, dem sei diese Ausstellung ans Herz gelegt: »Recht und Raum« von Julian Röder im Haus am Waldsee (Gut zu kombinieren mit einem Verdauungsspaziergang rund um die Krumme Lanke.)
Bekannt wurde Julian Röder u.a. durch seine Dokumentationen der Proteste beim G8-Gipfel 2011 in Genua. Inzwischen widmet er sich in vielfältiger Hinsicht der genauen Beobachtung kapitalistischer Macht- und Lebensverhältnisse.  Die Schau im Haus am Waldsee zeigt fünf Serien seines Schaffens.

Dafür gelingt es ihm beängstigend überzeugend, die kapitalistische Welt mithilfe seiner Fotografien als Konsumhölle ohne Aussicht auf Erlösung zu inszenieren.
Wie gut sich Röder auf suggestive Irritationen versteht, zeigt jetzt ein vom Berliner Haus am Waldsee unter dem Titel „Recht und Raum“ arrangierter Querschnitt durch sein Werk. Aus seinen Aufnahmen von internationalen Wirtschaftsmessen entfernte Röder nachträglich sämtliche Firmenlogos und Schriftzüge, was die Verkäufer wie Marketingroboter auf leerer Bühne aussehen lässt. Mitunter ist die Wirklichkeit aber schon irritierend genug, wie Röder in World of War­fare, seiner Reportage über die Konsumschau für Militärtechnik in Abu Dhabi, zeigt. Man weiß gar nicht, was man erschreckender finden soll: dass hier Diktatoren durch einen ­gigantischen Supermarkt flanieren, in dem Sturmgewehre, Raketen und Panzer wie massenproduzierte Konsumgüter angeboten werden, oder dass der Krieg im Sandkasten dieser Messe aussieht wie ein Kinderspiel.

Zitat: Michael Kohler auf art-magazin.de

Noch bis Ende der Woche (12.02.2017) geöffnet, und zwar Dienstag bis Sonntag, 11 – 18 Uhr

Haus am Waldsee
Internationale Kunst in Berlin
Argentinische Allee 30
D-14163 Berlin

*N/M