Schlagwort-Archive: architektur

›Platz da! Kinder machen Stadt‹ im Labyrinth Kindermuseum

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Noch bis Ende August läuft im Labyrinth Kindermuseum im Wedding die Ausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“. Ausgestattet mit Bauhelm, Grips und allen Sinnen können Kinder von 3 bis 11 Jahren in der Ausstellung ihren eigenen Lebensraum ganz neu entdecken, gestalten und verändern. Durch eigene Ideen, Neugier und Kreativität wird die Welt des Bauens und Planens für Kinder lebendig – und die Stadt nicht nur passiv erlebt, sondern aktiv zum Wohlfühl-Ort umgestaltet. Van Bo Le-Mentzel, dem werten Leser bekannt durch seine Hartz IV-Möbel, ist Schirmherr der Ausstellung – entsprechend seinem Motto „Konstruieren statt Konsumieren“.

Platz da! Kinder machen Stadt– Eine interaktive Bauausstellung für Kinder von 3 bis 11 Jahren.

Platz da! Kinder machen Stadt– Eine interaktive Bauausstellung für Kinder

Kinder und die Stadt Berlin haben vieles gemeinsam: Sie wachsen und wachsen, sie sind neugierig, eigensinnig und kreativ – und ihr Leben ist eine höchst aktive Baustelle. Beste Voraussetzungen also, um genauer darüber nachzudenken: Wie sehen Kinder ihre Stadt, wie wollen sie dort leben – und wie können sie ihr Zuhause mitgestalten? Platz da! Kinder machen Stadt lädt Mädchen und Jungen ein in einen urbanen Mikrokosmos. Hier finden sie viele Inspirationsquellen, die sie dazu ermutigen sollen, die Stadt einmal so zu träumen, zu planen und zu bauen, wie sie ihnen gefällt.

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Urban Intervention & Urban Living Award Berlin 2013 – Projektaufruf noch bis 24. August

Operation 030 – Temporäre Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität :-)

Operation 030 – zwar keine Architektur, aber durchaus Projekte, die das städtische Miteinander stimulieren…

Noch bis zum 24. August (Datum des Poststempels) können Architekten und Architektinnen an einem Wettbewerb teilnehmen, der Projekte auszeichnet, die zur Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Umfeld beitragen und „Prozesse des städtischen Miteinanders stimulieren“.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin startet zum 2. Mal die europaweite Ausschreibung zum „Urban Intervention Award Berlin“. Zum ersten Mal wird der Preis in Kooperation mit der Deutsche Wohnen AG vergeben und damit auch um den „Urban Living Award“ erweitert.

Erstmals winken auch Preisgelder in Höhe von von jeweils € 3.000,- für die Gewinner der zwei Kategorien des Urban Intervention Award Berlin: „Build“ and „Temporary“ und den Gewinner des „Urban Living Award“. Es können Projekte eingereicht werden, die  innerhalb der vergangenen fünf Jahre realisiert worden sind. 

Urban Intervention Award 2013

Urban Intervention Award Berlin 2013 
Ziel des Urban Intervention Award Berlin ist es, maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Umfeld beizutragen und Prozesse des städtischen Miteinanders zu stimulieren. Der Urban Intervention Award Berlin gliedert sich in zwei Kategorien: Built (ein realisiertes Bauprojekt) und Temporary (ein realisiertes temporäres Projekt). Die Auszeichnungen würdigen Projekte, die einen substantiellen Beitrag zur Neudefinition, Wiederbelebung und Aufwertung innerstädtischer Quartiere leisten und Vorbildcharakter haben. Das gilt für die Umwandlung und Umnutzung alter Bausubstanz, für Neubauten und temporäre Projekte.

Mehr Informationen findet man auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

*NB

Cradle to Cradle – Festival in der Galerie Aedes

Heute eröffnet in der Galerie Aedes im Prenzlauer Berg eine Ausstellung zum Thema Cradle to Cradle –  „von der Wiege bis zur Wiege“.

Das Cradle to Cradle®-Design Konzept ist als eine Strategie des Wandels auf dem Weg zu einem neuen Wirtschaftssystem zu sehen. Das Prinzip „von der Wiege bis zur Wiege“ basiert auf der Auffassung, dass Umweltschutz nur erfolgreich sein kann, wenn Produkte im Hinblick auf ihren gesamten Lebenszyklus entwickelt werden. Diese Produkte produzieren daher keinen Müll und sind eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Die Ausstellung visualisiert das Cradle to Cradle®- Prinzip und seine ökologischen wie ökonomischen Wirkungsweisen. Im Fokus stehen, unter anderem Produkte und Stadtplanung in den Niederlanden.

Die Eröffnung ist heute, Mittwoch, 26. Januar, um 18.30 Uhr. Zur Eröffnung sprechen u.a. Prof. Dr. Michael Braungart vom EPEA, Mitbegründer und Entwickler des Cradle to Cradle-Prinzips.
Die Ausstellung ist bis zum 16. März 2011 zu sehen.

Zusätzlich gibe es Donnerstag und Freitag ein Begleit-Programm, das sich u.a. mit der Fragestellung beschäftigt, inwieweit die Prinzipien von Cradle to Cradle auf Städtebau und Raumplanung anwendbar sind und welche politischen Rahmenbedingungen es braucht, um die notwendigen Prozesse eines effektiven und umfassenden ökologischen Handelns zu beschleunigen.
Genauere Informationen gibt es auf der Seite vom ANCB – Aedes Network Campus Berlin.
Der Eintritt zur den Workshops ist frei (um Anmeldung wird gebeten).

Wo? Galerie Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten:
Di bis Fr 11.00 bis 18.30 Uhr, Sa und So 13.00 bis 17.00 Uhr

*NB

SEISMOGRAPH CITY in der Galerie Aedes & Netzwerktreffen bei Wertvoll

Wer genug von der Modewelt hat, kann heute Abend ab 18.30 Uhr in der Galerie Aedes bei der Ausstellungseröffnung von »SEISMOGRAPH CITY – HAMBURG IM DIALOG: Nachhaltige Strategien in Architektur und Städtebau« ein Sektchen kippen … und sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Städtebau auseinandersetzen.

Hamburg wird 2011 als „European Green Capital“ den Titel der Klimahauptstadt Europas tragen. Durch seine Küstenlage ist Hamburg besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und zeigt den gegenwärtigen Planungsstand architektonischer und städtebaulicher Entwicklungen in der Hansestadt – aber nicht nur das: mehr als 80 internationale Projekte aus den Bereichen Neubau, Umnutzung, Infrastruktur, Hochwasserschutz, Küstenbebauung und neue Energiegewinnung – und Visionen, wie Architektur von morgen in Zeiten des Klimawandels aussehen könnte, sind zu sehen.

Die Ausstellung läuft bis 4. März. Mehr zur Veranstaltung auf der Seite von Aedes. Kristin Feireiss, Gründerin der Galerie Aedes, hat übrigens auch die beiden Bücher »Architecture of Change« I und II mit herausgegeben – natürlich erhältlich bei S.W.W.S.W.!

Wertvoll – Wunderbare Ökomode im Prenzlauer Berg

 

Wer danach noch Lust auf Austausch mit Gleichgesinnten hat, kommt ab 20.00 Uhr zum Netzwerktreffen und Kiezhappening bei Judith und Monika von Wertvoll im Prenzlauer Berg! Natürlich inklusive nachhaltigem Shoppingwahn – und endlich wieder ein bisschen Mode!

*NB

Baumhausträume von Baumraum

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Manche Kindheitsträume lassen sich leider erst erfüllen, wenn man älter ist und das nötige Kleingeld zusammen hat – dann aber umso doller, wie zum Beispiel die Baumhäuser von Baumraum.

Mit größter Sorgfalt im Umgang mit den Materialien und dem umgebenden Naturraum erschafft Baumraum traumhafte Rückzugsmöglichkeiten, die sich sehen lassen können und harmonisch in die Umgebung integrieren.

Bevorzugtes Arbeitsmaterial von Baumraum ist Holz – am liebsten heimisches. Aber auch andere Hölzer aus FSC-zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft können auf Wunsch zum Einsatz kommen.

Bei der Befestigung der Baumhäuser wird auf Schrauben und Bolzen verzichtet und stattdessen mit abgespannten Seilkonstruktionen gearbeitet. Um die Baumhäuser und Ter­rassen sicher und verletzungsfrei in den Bäumen zu verankern, werden Stahlsei­le benutzt, die über hochbelastbare Textilgurte an starken Ästen oder dem Stamm befestigt werden. Diese Befestigungsart führt im Gegensatz zu Bolzen oder Schrauben nicht zu Verletzungen der Rinde, die einen Pilzbefall begünstigen können. Die Textilgurte ha­ben ihren Ursprung in der Baumpflege und ermöglichen dem Baum Bewegungsfreiheit und weiteres, weitgehend zwängungsfreies Wachsen.

Alles in allem ein nachhaltiges Luxusträumchen, so eine schnieke Baumhütte. Und inmitten der Natur, geschützt vor den Naturgewalten, lassen sich bestimmt auch viel besser die dollsten Umweltaktionen ersinnen.

Mehr Infos und Bilder von diesen 1a-Baumhäusern bei Baumraum und in dem demnächst erscheinenden Buch „Baumhäuser – Neue Architektur in den Bäumen“ von Andreas Wenning.

*SR

Baubotanik III & Lebende Möbel

© Peter Cook, http://www.pooktre.com/

© Peter Cook (Pooktre)

Im März hatte ich über eine Form der nachhaltigen Architektur, die Baubotanik, berichtet. Im seiner letzten Ausgabe stellte der Spiegel (Nr. 29/2009, S.114) das Team der „Entwicklungsgesellschaft für Baubotanik“ vor – drei Doktoranden am Fachbereich „Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen“ der Universität Stuttgart. Sie nutzen den lebendigen Baum als Baumaterial – einerseits hinsichtlich seines Wachstums – die Architekten beginnen den Bau, der Baum macht weiter – andererseits hinsichtlich seiner Tragfähigkeit – alle Kräfte von oben nach unten gehen durch das Holz. Ihr neuestes Projekt in Stuttgart: ein „Grünes Zimmer“ – ein etwa 120 qm großer Pavillon für Ausstellungen und Konzerte.

Inspiriert wurden die Baubotanik von einer Kunstrichtung namens „Arborsculpture“, die versucht, Bäume durch Beschnitt und Aufpfropfen zu lebenden Skulpturen zu formen. In diesem Kontext ist auch das Projekt „Pooktre Tree Chair“ zu sehen.

Während bei der Baubotanik und den hier vorgestellten Architekturprojekten auch „nicht wachsende“ Materialien wie z.B. Stahl oder Stoff zum Einsatz kommen, besteht der „Pooktre Tree Chair“ am Ende wirklich ausschließlich aus einem lebendigen Baum – eine Art Möbel herzustellen, die man durchaus als „Slow Furniture“ bezeichnen könnte. Der Baum wurde 1998 gepflanzt.

© Jody Boyman

© Jody Boyman

Weitere skurrile Bilder von Bäumen, die unterschiedlichste Formen annehmen und sich diverse Gegenstände einverleiben, gibt es hier.

*NB

2012 Architects beim DMY-Symposium

Villa Welpeloo

Villa Welpeloo, © Jeroen Bergsma/2012Architecten

Aus Anlass des letzten Laborgesprächs zum Thema „Ready made Architecture“ in der Galerie Aedes hatte ich bereits die Arbeit von Köbberling & Kaltwasser vorgestellt. Ein weiterer Gast war Jan Jongert von 2012 Architecten, der morgen – am 06. Juni – beim DMY Symposium einen Vortrag im Rahmen des Themenkomplexes „Nachhaltigkeit“ hält.

Superuse. 2012Architects erklären ihre Auffassung, Wiederverwendung als ganzheitliche Designstrategie zu begreifen sowie ihr Konzept zur Auffindung von “Abfall” mithilfe einer Ernte-Karte. Die Lecture zeigt, wie die Resultate in Entwürfe integriert werden.

„How can you create beauty out of waste?“ – das bezeichnete Jan Jongert als die zentrale Frage in der Arbeit von 2012 Architects. Sie benutzen gefundene Materialien („Müll“) und geben ihnen einen neuen Sinn – in einem anderen Kontext. Ausgediente Windräder, alte Fenster- und Türrahmen, ganze Fabriken werden demontiert und neuen Nutzungen zugeführt. So geschehen u.a. in den beiden Projekten Wikado und Villa Welpeloo.

Wikado, © Jos de Krieger/2012Architecten

Wikado, © Jos de Krieger/2012Architecten

Für Wikado wurden alte Rotorblätter von Windkraftanlagen in eine Spiellandschaft für Kinder überführt. Allein in Holland fallen jährlich ca. 200 Rotorblätter an, die aufgrund ihrer Materialzusammensetzung nicht reziklierbar sind und aufwendig entsorgt werden müssen.
Die Villa Welpeloo wurde nach dem Konzept „Function follows Form“ gebaut – alle verwendeten Materialien wurden in der Nähe des Baugrundes „gefunden“ und aufgrund ihrer Beschaffenheit für bestimmte Funktionen innerhalb des Baus ausgewählt. Nicht der Entwurf gab vor, welche Materialien aus aller Welt herangeschafft werden mussten, sondern die Gegebenheiten vor Ort führten zu dem gebauten Ergebnis. Durch geringe Transportkosten und die Benutzung von vorhandenen Materialien eine sehr nachhaltige Form von Architektur, die hoffentlich viele Besucher – nicht nur des Symposiums – inspiriert.

Mehr Fotos der spannenden Arbeiten von 2012 Architects gibt es hier. Mehr tolle Projekte zum Thema „Zweitnutzung“ gibt es auf Superuse.org.

* NB