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Flucht nach vorn: CUCULA gibt Flüchtlingen eine Zukunft!

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„Cucula“ bedeutet in der westafrikanischen Hausa-Sprache „etwas verbinden, gemeinsam machen“. Und Gemeinsames machen im Berliner CUCULA-Projekt Flüchtlinge, Künstler, Designer und Sozialarbeiter. Was sie verbindet, ist ihre Arbeit und der Glaube an eine Zukunft für Flüchtlinge.

CUCULA ist Verein, Werkstatt und Schulprogramm zugleich. In der CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design sollen Flüchtlinge dabei unterstützt werden, sich selbst eine berufliche Zukunft aufzubauen. Das besondere: Keiner der Flüchtlinge hat eine offizielle Arbeitserlaubnis. Im Gegensatz zu theoretischen Debatten über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, erprobt CUCULA eine unmittelbare Praxis des Handelns, die nicht für sondern eben gemeinsam mit Flüchtlingen entsteht.

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Als Manufaktur für Designmöbel nach den Entwürfen von Enzo Mari kreiert CUCULA nicht nur todschicke Möbel, sondern auch Ausbildungsplätze und eröffnet so konkrete Perspektiven. Dafür sollen derzeit fünf Ausbildungsstipendien und ein Startbudget generiert werden – die Crowdfunding-Kampagne für das Projekt läuft noch bis 4. Januar 2015.

Das Ziel der Kampagne ist die Gründung eines einzigartigen Unternehmens von und für Flüchtlinge mit fünf Ausbildungsplätzen: Die CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design. Mit diesem sozialen Start-Up sollen Tatsachen geschaffen werden, die im Gegensatz zur aktuellen Flüchtlingspolitik stehen. Flüchtlinge warten oft Jahre oder Jahrzehnte auf eine Arbeitserlaubnis. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bleibt ihnen damit verwehrt.

Ankommen und an der eigenen Zukunft zu bauen, Selbstwirksamkeit zu erleben statt verwaltet und abgeschoben zu werden, das sind die wichtigen Impulse dieses Projektes!

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Unser Weihnachts-Geschenke-Tipp: Wie wär’s mit einem CUCULA-Gutschein? Einfach Produkt auf der Startnext-Seite bestellen und anschließend den passenden Gutschein runterladen. Was du noch mehr Schoenes & Gutes zu Weihnachten verschenken kannst, siehst Du in unserem oekofairen Onlineshop!

via: CUCULA

*LH

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DMY – sei dabei! 6. bis 10. Juni 2012

Aufgehorcht! Für Menschen mit ausgeprägtem Interesse an Nachwuchsdesign findet just gerade jetzt das International Design Festival Berlin, auch DMY genannt, statt.
Von Mi, den 6. bis So, den 10. Juni 2012 verwandelt sich Berlin wieder in einen Wallfahrtsort für Designer, Designaffine und solche, die es werden wollen.
Neben der Hauptausstellung im Flughafen Tempelhof wird auch wieder reichlich Rahmenprogramm geboten – mit Ausstellungen, Satelliten, Workshops, Party und allem Zipp und Zapp.
Es gibt also ordentlich was zu sehen, auch rund um den Moritzplatz. Drum reingehauen und hingegangen, wir sehen uns dann!


Mi, 6. bis So, 10. Juni
Eintritt: 10 € / Ermässigt 8,00 €
Hauptveranstaltungsort:
Airport Berlin Tempelhof
Eingang Hangar 2
Columbiadamm 10 | 12101 Berlin

*SR

Nicht nur für Hasenkinder – edler Teppich von Lyk carpet & CharLe

Das Berliner Kindermodelabel CharLe hat gemeinsam mit dem ökofairen Teppichdesignlabel Lyk carpet einen außergewöhnlich schönen und zeitlos eleganten Kinderteppich entworfen.


Eine zarte Hasenspur verliert sich in feinster Hochlandschurwolle – und das Ganze handgeknüpft unter fairen Bedingungen in einer tibetanischen Teppichmanufaktur in Nepal. Oeko, fair und wunderbar.

Der CharLe Teppich ist ab sofort direkt bei CharLe, bei Lars Leppin (im Stilwerk) oder bei inligna zu bestellen.

*SR

Zeitverlust: Chrono-Shredder von Susanna Hertrich

Der DMY is vorbei, aber unsere persönlichen Highlights der Hauptausstellung im Hangar des Flughafen Tempelhofs blieben hier bisher unerwähnt. Damit soll jetzt Schluss sein. Wir stellen vor: den unvergleichlichen Chrono-Shredder!

Der Chrono-Shredder ist das Werk der Wahlberlinerin und Designerin Susanna Hertrich und ist wahrhaft ein Zeitfresser. In Echtzeit shreddert er jeden Kalendertag, als wenn’s kein Morgen gäbe. Doch die Zeit geht nicht spurlos vorbei – was vom Tage übrigblieb, liegt in einem stetig wachsenden Wust von geshredderter Lebenszeit am Boden.

Oh ja, wir kennen das – eben lag der Tag noch knackfrisch vor einem, die Zeit schien gerade noch in ausreichendem Maß vorhanden, doch am Ende desselben ist nur ein unansehnlicher Haufen Halberledigungen übrig, auf den wir kopfschüttelnd und mit nässendem Auge blicken. Na, zum Glück ist ja WM,da kann man die Augen-Feuchtigkeit rasch wegdrücken und zum Public Viewing gehen, dann hat man das immerhin erledigt.

Aber um den Faden nicht ganz zu verlieren, hier jetzt noch ein paar Hintergrundinformationen zu der Designerin: Susanna Hertrich gestaltet gern an der Grenze von Kunst und Wissenschaft, schätzt und entwirft Critical Design und beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Fragen nach psychologischen Dilemmas, vernachlässigten Bedürfnissen und unseren Hoffnungen und Träumen in Relation zu wissenschaftlichen Errungenschaften und neuen Technologien.

gesehen beim DMY

*SR