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2009 ist das Jahr des Gorillas …

Die UN-Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS oder Bonner Konvention) hat auf ihrer 9. Konferenz in Rom das Jahr 2009 zum Jahr des Gorillas ernannt und eine weltweite Kampagne zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen gestartet.
Gorilla_Rabattzkarte2Den Verlust einer Art des Gorillas müssen wir leider heute schon bekannt geben: am 30. Juni hat mein Lieblings-Gorilla-Natürlich-Fast-Food in der Friedrichstraße seine Pforten geschlossen – endgültig. Im Lieferwagen wurden noch die letzten Pfandflaschen und mobilen Güter verstaut, dann war der Laden dicht. Und ich stand davor – wie vor den Kopf geschlagen. Zu Hause fiel mir dann noch meine Rabattzkarte in die Hände – zu spät, um sie voll zu machen …

Es mag ganz viele unterschiedliche Gründe für die Insolvenz geben – einige sind auf dem Blog Gorillaretten schon diskutiert worden. Trotz allem war Gorilla Natürlich FastFood eine echte ökologische und vor allen Dingen leckere Alternative im Dschungel der Großstadt. Und ein Stück Pioniergeschichte, die hoffentlich noch nicht zu Ende geschrieben ist.

Wir mittrauern will – den Abschiedsbrief gibt es bei Gorillaretten.

P.S. In der Friedrichstraße 103 gibt es seit dem 19.06. ein neues Bio-Restaurant: Supergood. Da es von einem Millionär eröffnet wurde, ist ihm vielleicht ausreichend Kapital für den längerer Atem gegönnt …

*NB

Gorilla retten!

gorillalogoOh nein! Gerade erreichte uns über eco[fashion]junkies die Meldung, dass Gorilla Natürlich Fastfood dringend neue Investoren sucht, um überleben zu können!

Matthias Rischau, Geschäftsführer des BioVeggieFastfood-Angebots Gorilla muss jetzt kämpfen. Sein Investor möchte nicht mehr weiter zuschiessen, denn noch ist Gorilla nicht profitabel. Was dies in Zeiten wie diesen bedeutet, ist klar. Drohende Zahlungsunfähigkeit, dann Gläubigerschutz beantragen, der ganze geordnete Prozess einer Insolvenz. Will die Idee überleben, braucht Matthias schnellstmöglich neue Partner. Im Klartext: bis Ende Juni.

wochenkarteLeider sind wir nicht die Investoren, die gesucht werden, aber auch wir können etwas tun! Zeigen, dass dieses Konzept, schnelles Essen in ökologischer Qualität zu bieten, unsere Zustimmung findet – und statt Dönermann-oder-Thai-um-die-Ecke sich einen feinen Salat oder die häufig angebotenen Nudelpfannen (die kleine Portion für 4,90 Euro reicht meistens dicke) einverleiben. Und das möglichst oft und viel in den nächsten Wochen, um den Umsatz zu erhöhen und damit auch die Suche nach Investoren zu erleichtern. Auch unser Geldbeutel ist begrenzt – keine Frage – aber Berlin wäre um vieles ärmer, sollte dieses 100% Bio-lokal-saisonal-schnell-Essen-Konzept scheitern. Hier schonmal die Wochenkarte zum Mund-wässrig-machen.

Mehr Informationen gibt es unter Gorilla retten.

via eco[fashion]junkies

*NB

Motivationsliteraturtipp

Ein Beitrag in eigener Sache zum Thema Motivation in der Gründungsphase.

Existenzgründen klingt erstmal famos, ist dann aber doch verzwickter als man dachte. Schliesslich hängt die persönliche Zukunft da irgendwie dran. Eigenmotivation ist da ein ständiges Thema. Nicht jeder steckt Planungssackgassen, Finanzierungslücken und Zeitengpässe so ohne weiteres weg.

Uns geht’s ja noch gold, wir gründen zu zweit. Aber auch das schützt nicht vor dem einen oder anderen Stimmungstief (wa, Nicole?).
Deshalb habe ich an dieser Stelle zwei hochmotivierende Literaturvorschlaege, die mir persönlich Mut und Lebensfreude beschert haben. Höchst informativ und unterhaltsam – nicht nur für Gründer.

marke eigenbau

Aus dem Vorwort von „Marke Eigenbau“ :
„Marke Eigenbau ist ein Buch für alle, die daran glauben, dass eine kleinteiliger strukturierte Ökonomie mit menschlichem Maßstab die Welt irgendwie besser macht, dass Wirtschaft eine zu wichtige Angelegenheit ist, um sie den Großen zu überlassen. Und dass das Verhältnis von Arbeit, Produktion und Konsum einer gründlichen Überarbeitung bedarf.“
Sehr zu empfehlen ist auch die Website, vor allem für D.I.Y.-Fans

abfpwwtbsrbaqsh1Zu „A book for people who want to become stinking rich but aren’t quite sure how“ lässt sich nur sagen, ein Buch von beeindruckender Ideenvielfalt und bestechender Logik. „Paradoxically, the only way to stop worrying about money, is to make lots of it.“
Der Titel lässt es vielleicht schon vermuten, es ist durchaus geprägt von leicht subversivem Humor.

Also, frisch ans Werk – fix gelesen und denn rinjehaun!

*SR