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Gigantischer Filzwal von Tristin Lowe

photo via make:

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Mocha Dick, der gigantische Wal aus Filz, ist eine Kreation des Künstlers Tristin Lowe. Der kleine Racker ist zu bewundern in einem Stoffmuseum in Philadelphia. Und was macht er da? Er setzt ein massives ökologisches Zeichen, das schwerlich zu übersehen ist.

Das Ausstellungstück ist eine naturgetreue und lebensgroße Nachbildung eines Weißwals, auch Beluga genannt, der schon Melville zu seinem Roman „Moby Dick“ inspirierte. Er ist aus 2743,20 qm weißem, ca. 2 cm dickem, hundertprozentigem Wollfilz mit 267 per Hand aufgenähten Seepocken. Und er soll einerseits auf die durch die Walfangindustrie immer weiter schrumpfenden Walbestände der Weltmeere aufmerksam machen und andererseits dem Betrachter die schiere Masse an Leben verdeutlichen, die der Mensch dem Meer gewaltsam raubt.

Wer  jetzt nicht zufällig in Philadelphia weilt, um Mocha Dick in natura zu bestaunen, kann sich  hier ein Bild von der Größe und Schönheit der echten Meeresgiganten machen und sich unter stopbloodywhaling.org näher informieren, spenden oder einen Buckelwal adoptieren.

whale

via TreeHugger

*SR

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Nachtrag zum Nachtrag zum “Tag der Organspende”

Eine Freundin hat zu Recht angemerkt, daß das Thema Organspenden auch durchaus Kritiker hat und es schwerwiegende Bedenken dagegen gibt – genauer gesagt gegen die Art wie der Tod zu diesem Zweck neu definiert worden ist.

Diese Kritik und auch die Vielgestaltigkeit des Themas soll hier nicht unter den Tisch fallen. Wir möchten alle Leute, die sich mit dem Thema beschäftigen oder überlegen Spender zu werden, dazu animieren alle Seiten zu betrachten, um dann für sich selbst entscheiden zu können, was sie für richtig halten. Wikipedia bietet zum Thema Organspende eine Fülle von Informationen mit weiterführenden Links zu vielen Aspekten. Und ich möchte euch auch nicht den Link, den unsere Freundin uns zukommen liess, zur „Kritik an Organspenden“ vorenthalten.

Die von uns vorgestellten Organ Donor Dolls sind aber keine Verniedlichung von Organspenden, sondern eine unerwartete und damit aufsehenerregende Form der Visualisierung des Themas, das kontrovers und diskussionswürdig ist. Und damit sind die Puppen für uns auch ein Beispiel für nachhaltiges Design, das nicht nur der Optik genügt, sondern auch eine gesellschaftliche Relevanz hat.

*SR

Man erntet, was man säht

200904121053714

„What goes around comes around.“ ist eine Kampagne für ein Ende des Golfkrieges und gleichzeitig Werbung für die „Coalition for Peace“ -Website.
Die vier Poster entfalten erst um Masten und ähnliches gewickelt ihre volle Bedeutung – abgefeuerte Gewehre, ferngelenkte Raketen, geworfene Granaten und schiessende Panzer holen so den Aggressor in jedem Poster wieder ein. Großartige Visualisierung und die verantwortliche Agentur Big Ant International hat dafür auch mehrere Preise eingeheimst. Zu recht.

via theinspirationroom.com und Steph

*SR