Schlagwort-Archive: nachhaltige kunst

 Die Welt als Griebsch – ONE WALL PROJECT von ONUR+WES21

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Jeden Tag fahre ich nun mit dem Fahrrad daran vorbei und staune. Nun endlich möchte ich an dieser Stelle mal meine Begeisterung teilen. In der Prinzenstraße in Berlin-Kreuzberg gibt es seit letztem Herbst ein prachtvolles Street-Art-Projekt zu bewundern: das ONE WALL PROJECT von ONUR + WES21 für Urban Nation.

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Es zeigt die Welt als Apfel – halb verschlungen und schließlich achtlos weggeworfen. Ein Sinnbild für den zerstörerischen Umgang des Menschen mit dem eigenen Lebensraum und für die Gier und Maßlosigkeit mit der Ressourcen sinnlos verbraucht/gefressen werden ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.

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Eine intelligente Subversion, eine urbane Irritation und eine ästhetische Bereicherung für die eher mäßig attraktive Prinzenstraße obendrein – also wahrhaft gelungen!

-2106046887Quelle & Bildmaterial:  Urban Nation

*SR

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Wie der Wind in den Blättern – das Windrad-Bäumchen

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Saubere Energie? Ja bitte! Ein Windrad vor der Tür? Dann lieber doch nicht. Sie sind nicht nur laut, sondern leider auch optisch reine Geschmackssache:
Windräder sollen schon sein – aber bitte ganz weit weg. Wie gut, dass sich auch Feingeister durchaus für saubere Energie begeistern können.

Der Unternehmer Jérôme Michaud-Larivière ist ein solcher. Und er muss sich wohl Folgendes gedacht haben: Wenn wir die Energie aus der Natur holen, warum nicht auch das Design? Heraus kam ein gar hübsch anzusehendes Windkraft-Bäumchen. Die Konstruktion ist 11 Meter hoch und in den Verästelungen tummeln sich 72 „Turbinen-Blätter“. Bläst es nun also mit voller Kraft, drehen sich die Blätter und erzeugen so den Strom. Besonders clever: Alle Kabel und Generatoren sind im Baum bereits so integriert, dass er seiner Stromproduktion ausgesprochen leise nachgeht.

Zugegeben, mit einer Leistung von 3,1 kW kann das Winkraft-Bäumchen mit einem „großen“ Windrad natürlich nicht mithalten. Allerdings könnte eine „Bepflanzung“ entlang einer Allee gut für die Straßenbeleuchtung ausreichen. Und das wär doch schon mal was! Wie das Ganze sich dann im echten Leben so macht, kann ab März 2015 in Paris bestaunt werden. Am Place de Concorde kann dann jeder mal probeweise unter Winrad-Bäumchen wandeln.
Und vielleicht säumen diese leuchtenden Beispiele für nachhaltiges Design ja auch schon bald die dunklen Landstraßen von Brandenburg. Träumchen.

Wie der Blick nach oben dann aussehen könnte, zeigt dieses kurze Video:

via: NewWind

*LH

 

 

The Fallen 9000 – von Andy Moss & Jamie Wardley

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„Andy Moss and Jamie Wardley developed the idea  of the Fallen Project together to mark Peace Day 21st September 2013.  The objective was to make a visual representation of 9000 people drawn in the sand which equates the number of Civilians, Germans Forces and Allies that died during the D-day landings, 6th June during WWII as an example of what happens in the absence of peace.“

Diese Diashow benötigt JavaScript.

via http://thefallen9000.info/

Spitzen-Viren von Laura Splan

‚Doilies‘ ist eine Reihe von computergesteuert maschinell bestickten Spitzen-Deckchen. Die Form jedes Deckchens basiert auf der Struktur von Viren.

Die Arbeit von Laura Splan untersucht die Domestizierung“ der mikrobiellen und biomedizinischen Bilder und deren vermehrtes Vorkommen in unserem alläglichen Leben – z.B. bei Berichten über Bio-Terrorismus, SARS oder Reklame für Desinfektionsmittel.

Sie soll das Bewusstsein für die Welt der Mikroben erhöhen und die Deckchen dienen als Metapher für die Art, wie wir unser alltägliches Leben angepasst haben an diese nun alltäglichen Belange. Und die Artefakte und Erbstücke sind eine Manifestation der psychologische Vererbung unserer kulturellen Ängste.

Und in dieser attraktiven Spitzedeckchenform können die Viren zudem von Generation zu Generation vererbt werden. Auch das noch.

via Laura Splan : Doilies

*SR

Leaf art – Cutaway von Lorenzu Durán

Ach, wie schick, gar nicht faul schnitzt der spanische Künstler Lorenzo Durán seine  filigranen Motive in echtes Laub.

Nach dem Waschen und Trocknen der Blätter arbeitet er die detailreichen Motive mittels Skalpell vorsichtig heraus (ähnlich wie unsere geliebte Cut-Out-Künstlerin Nikki McClure).
Sehr hübsch & ordentlich, Herr Durán.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Photos via Lorenzo Durán
via designboom

*SR

Gefährliches Federvieh – Pentagon von Manuela Viera-Gallo

Die New Yorker Künstlerin Manuela Viera-Gallo, ist ein Kind politisch verbannter chilenischer Eltern und geboren in Rom, lebte jedoch später selbst in Chile. Ihre Ansichten sind stark geprägt durch die soziale und politische Gewalt, die die Geschichte von den meisten lateinamerikanischen Ländern begleitet.
Eines ihrer jüngsten Werke mit dem Titel Pentagon, besteht aus hölzernen Tauben, deren Köpfe durch Sprengstoff oder Megaphone ersetzt wurden, die auf einem fünfeckigen hölzernen Untergrund stehen – dem Pentagon nicht unähnlich. Viera-Gallo will mit ihrer Arbeit das Verteidigungsministerium der USA verhöhnen – und das tut sie auf gekonnte und kunstvolle Weise.

Die Künstlerin selbst meint:

The birds are characters in evident confusion, realizing military operations, press conferences and damage control before an imminent, but unknown threat. It is a reflex of disconnection and perplexity before the chaos of a highly complex defense system, but which is dishonest and in a constant crisis. The are like blind birds defending a condemned nest.

All Photos courtesy of the artist and 7_70’s flickr
via CollabCubed

*SR

Design essen Nahrung auf – Ausstellungstipp in Holland

Stummerer/ Hablesreiter/ Koeb

Stummerer/ Hablesreiter/ Koeb

De Etende Mens – tentoonstelling over design en voedsel (frei übersetzt: Der essende Mensch – eine Ausstellung zu Design und Lebensmitteln) ist eine hervorragende Ausstellung im Designhuis in Eindhoven vom 30. Juni bis 30. September.
Sie zeigt auf, wie Designer der Menschheit helfen können, die Veränderungen im Umgang mit Nahrung vorzunehmen, die in Zukunft notwendig werden.

Uli Westphal – Mutatoes

Uli Westphal – Mutatoes

Designer könnten nach Ansicht der Kuratorin Marije Vogelzang eine tragende Rolle in der Reorganisation der Nahrungskette spielen. Sie glaubt, die Designer sähen ihre Möglichkeiten selbst noch nicht:

“Although designers design for people, they often overlook the food that keeps us alive. Designing for food is an area where exciting collaborations are possible between designers, farmers, scientists, politicians and chefs. {…}
I want to inspire designers who aren’t yet involved with the food chain to start addressing the subject,” Vogelzang says. “It’s a challenge working with something as transitory as food.“

Tomm Velthuis – Voedseltje spelen

Tomm Velthuis – Voedseltje spelen

Vogelzang nennt sich selbst „an eating designer“ (was ja hin und wieder auch auf die meisten anderen Gestalter zutrifft). Ihre Arbeit konzentriert sich auf das Essen als Tätigkeit, seinen kulturellen Hintergrund und die damit verbundenen Emotionen.
In den letzten 12 Jahren hat sie konsequenterweise zwei Restaurants eröffnet, das Buch Eat Love geschrieben und verschiedene Designer-Abendessen und -Workshops initiiert.

Artúr van Balen – Sainsbury Chicken

Artúr van Balen – Sainsbury Chicken

Also, wer sich zufällig in der Nähe von Eindhoven rumdrückt in den Ferien, sollte umgehend diese Ausstellung besuchen!

James King – The MRI Steak

James King – The MRI Steak

Marre Moerel - Food on Table

Marre Moerel – Food on Table

© Scholten & Baijings 2009 - Stitched Vegetables, photography Yves Krol

© Scholten & Baijings 2009 – Stitched Vegetables, photography Yves Krol

Julie Green – The Last Supper

Julie Green – The Last Supper

via abitare.it
Fotos by abitare.it & designhuis

*SR