Schlagwort-Archive: nachhaltiges gestalten

Geplante Obsoleszenz – nein, danke!

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Unser Drucker fängt pünktlich nach Ablauf der Garantiezeit an, sich zu verabschieden. Das ist höchst schändlich, aber leider nicht außergewöhnlich.
Höchste Zeit an dieser Stelle auf ‚MURKS? NEIN DANKE!‚ aufmerksam zu machen. Das ist nämlich eine bürgerschaftliche Bewegung gegen geplanten Verschleiss und baut ein Communityportal auf, dass es erleichtern soll, eben diesen in allen Variationen sichtbar zu machen und darüber transparent aufzuklären. Außerdem werden auch offene Werkstätten und Initiativen zum Mitmachen aufgezeigt und Reparaturanleitungen bereitgestellt.
Bereits jetzt können Produkterlebnisse gemeldet werden, bei denen man vermutet, dass geplante Obsoleszenz der Grund für den Schadensfall kurz nach Garantieablauf ist.

Mit dem ‚MURKSEUM‚ entsteht zudem in Berlin eine realer Ort, an dem sich Verbraucher und Hersteller für zukunftsweisende Dialoge begegnen und dabei sehenswerte Produktbeispiele für geplante Obsoleszenz betrachten können.

via MURKS? NEIN DANKE!

*SR

Nummer notieren: Kältebus der Berliner Stadtmission

https://i2.wp.com/www.berliner-stadtmission.de/typo3temp/pics/Kaelthilfe-Header_UA_c9f91ff2ad.jpg

Mit dem Kältebus und der Kälte-Notübernachtung will die Berliner Stadtmission Kältetote in Berlin verhindern. Vom 1. November eines jeden Jahres bis zum darauffolgenden 31. März sucht der Kältebus mit seinem Team nach hilflosen Wohnungslosen, die nicht mehr aus eigener Kraft eine Kälte-Notübernachtung aufsuchen können. Das Kältebusteam sucht die Wohnungslosen regelmäßig auf der Straße auf und fährt sie auf ihren Wunsch zu einem sicheren Übernachtungsplatz. Die Kältebus-Mitarbeiter versuchen zunächst mit ihnen ins Gespräch zu kommen, bieten ihre Hilfe, eine Tasse heißen Tee oder einen warmen Schlafsack an.

Der Kältebus der Berliner Stadtmission startete vor 17 Jahren. Aktueller Anlass war 1994 der Erfrierungstod eines Obdachlosen in Berlin. Er hatte keine Kraft mehr, selbst einen warmen Unterschlupf aufzusuchen. Die Mitarbeiter in der City-Station, einem Restaurant mit Beratung und Seelsorge, waren über den Tod bestürzt und suchten nach einer sofortigen Hilfemaßnahme. Ein zweiter Kältetoter sollte unbedingt verhindert werden. Gleich in der nächsten Nacht startete ein VW-Bus. Der Kältebus war geboren. Seither ist der Kältebus jeden Winter unterwegs auf der Suche nach hilflosen Obdachlosen. Viele Obdachlose verdanken ihm ihr Überleben.

Die Telefonnummer ist:

(0178) 523 58-38

Achtung! Sie helfen uns Leben retten, indem Sie vor einem Anruf folgende Hinweise beachten:

  • Gehen Sie vorher sicher, dass der oder die Bedürftige wirklich von uns abgeholt werden möchte. Sonst fahren wir vergeblich hin und versäumen so womöglich das Abholen einer anderen Person, bei der die Uhr tickt…
  • Ist derjenige gar nicht mehr ansprechbar, dann bitte nicht uns, sondern einen Krankenwagen rufen: 112.
  • Der Kältebus fährt zwischen dem 1. November und 31. März, und zwar in der Zeit von 21.00 Uhr abends bis 3.00 Uhr morgens.

Die Berliner Stadtmission freut sich auch über Ihre Sachspenden. Bitte geben Sie Ihre  Spenden ab:

montags bis freitags 8 bis 16.30 Uhr
im Zentrum am Hauptbahnhof, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin
Der Empfang nimmt Ihre Spende entgegen.

Derzeit ist eine persönliche Annahme am Wochenende leider nicht möglich. Auch können wir Spenden leider nicht abholen.

Ist es Ihnen aber zu diesen Zeiten nicht möglich, dann stehen dafür zwei Kleider-Container im Zentrum am Hauptbahnhof zur Verfügung. Einmal vor dem Haupteingang (Lehrter Straße 68) oder am Seiteneingang (Seydlitzstraße 20), wenn Sie mit dem Auto kommen. 

Die Container werden zeitnah geleert und in unsere Notübernachtung gebracht.

Wir benötigten haltbare Lebensmittel und Kleidung. Auch Möbel als Spende nehmen wir gern entgegen.

Vielen Dank für Ihr Engagement!

via www.berliner-stadtmission.de

Fracking stoppen: Keine Chemie ins Grundwasser!

Campact ruft auf zur Kampagne gegen Fracking, und wir finden zu Recht:

Giftiges Substanzen werden mit einer Spritze unter die Erde gebracht!

Fracking stoppen

Mit Hilfe des so genannten Fracking wollen Energiekonzerne deutschlandweit Erdgas fördern. Um an das Gas zu gelangen, pressen Konzerne wie BASF und ExxonMobil einen hochgiftigen Chemie-Cocktail unter hohem Druck in den Boden. Das Gestein im Untergrund wird aufgesprengt und gibt so das eingeschlossene Erdgas frei. Diese Fördermethode gefährdet unser Grundwasser und produziert Millionen Liter giftiger Abwässer für deren sichere Entsorgung es derzeit keine Lösung gibt. Solange die Risiken nicht ausgeschlossen sind, muss Fracking nach Ansicht von Umweltverbänden verboten werden.

Stattdessen will die Bundesregierung dieser Hochrisiko-Technologie jetzt mit einem Gesetz den Weg ebnen. Der Gesetzentwurf verbietet zwar Fracking in Trinkwasserschutzgebieten – aber Grundwasserströme machen an deren Grenzen nicht einfach halt. Zudem könnte auf weit über 80 Prozent der Landesfläche die Risikotechnologie weiter eingesetzt werden. Dafür reicht eine Umweltverträglichkeitsprüfung: Die ist aber ein zahnloser Tiger, solange Studien zu den Langzeitfolgen und Risiken von Fracking fehlen.

Mehr Infos zum Facking gibt es hier…

Unterzeichnet hier und jetzt den bundesweiten Appell gegen Fracking!

gegen-gasbohren.de Logo

via Campact

*SR

Attraktive Botschafterinnen des nachhaltigen Designs – S.W.W.S.W. zu Gast im Wendland


Ach, liebe Fans und Verehrer,
stellt euch nur vor, wir waren am am ersten September-Wochenende als Vortragsgäste und Botschafter für nachhaltige Gestaltung geladen – und zwar ins atomkraftwiederständische, kreative, engagierte, kulturell aktive und wunderschöne Wendland zur Fachtagung von weben+.
Dort berichteten wir über schoener.waers.wenns.schoener.waer – als Laden, Blog, Labor für nachhaltige Gestaltung und Ort für Veranstaltungen rund um’s Thema nachhaltiges Design. Mit unserem spritzigen und doch informativen Vortrag und unseren speziellen Tipps zum nachhaltigen Gestalten haben wir die rund 80 Teilnehmer glatt von den Stühlen gerissen.
Zja, Eigenlob stinkt ja angeblich, aber ich find es riecht gar nicht schlecht. Ha.

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Nee, jetzt mal echt, es war wirklich ein voller Erfolg und hat uns auch großen Spaß gemacht und das Wendland ist der Hammer und deswegen berichten wir darüber und zeigen ein paar Bilder für unsere Hardcorefans.

*SR

Obdachlosenschlafplatz

Thematisch passend zum vorletzten Post sei noch auf eine der Sofortmaßnahmen aus der „Operation 030“ (unserer Diplomarbeit) hingewiesen.

Die Sofortmaßnahmen sollen direkt und schonungslos auf verschiedene Gegebenheiten im Berliner Leben aufmerksam machen. Sie sind keine Lösungen für diese Problemfelder (auch nicht als solche konzipiert), sondern eher Fragezeichen im öffentlichen Raum, die grundsätzlich damit spielen, was existiert und was gesehen, was bezeichnet und was geschönt wird.Die Sofortmaßnahmen geben Anstoß, neu über soziale Aufgaben und bisherige Lösungsansätze nachzudenken und bieten (zumindest den gedanklichen) Freiraum, selbst kreativ zu werden.

Maßnahme 04: Obdachlosenschlafplatz

Damit der unbesehene Spaziergänger seine müden Beine nicht aus Versehen auf der Bettstatt eines Obdachlosen ausruht, werden diese Schlafplätze unter freiem Himmel gesondert markiert.

»In das Stadtbild einer prosperierenden glitzernden Metropole, das Touristen und Investoren gleichermaßen anziehen soll, passen Elend und Armut nicht.«

Zitat: Maria da Silveira Lobo, „Wasteland Tours”. In: Regina Bittner (Hrsg.),
Die Stadt als Event – Zur Konstruktion urbaner Erlebnisräume. Frankfurt/Main 2001, S. 46

*SR