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Urban Intervention & Urban Living Award Berlin 2013 – Projektaufruf noch bis 24. August

Operation 030 – Temporäre Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität :-)

Operation 030 – zwar keine Architektur, aber durchaus Projekte, die das städtische Miteinander stimulieren…

Noch bis zum 24. August (Datum des Poststempels) können Architekten und Architektinnen an einem Wettbewerb teilnehmen, der Projekte auszeichnet, die zur Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Umfeld beitragen und „Prozesse des städtischen Miteinanders stimulieren“.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin startet zum 2. Mal die europaweite Ausschreibung zum „Urban Intervention Award Berlin“. Zum ersten Mal wird der Preis in Kooperation mit der Deutsche Wohnen AG vergeben und damit auch um den „Urban Living Award“ erweitert.

Erstmals winken auch Preisgelder in Höhe von von jeweils € 3.000,- für die Gewinner der zwei Kategorien des Urban Intervention Award Berlin: „Build“ and „Temporary“ und den Gewinner des „Urban Living Award“. Es können Projekte eingereicht werden, die  innerhalb der vergangenen fünf Jahre realisiert worden sind. 

Urban Intervention Award 2013

Urban Intervention Award Berlin 2013 
Ziel des Urban Intervention Award Berlin ist es, maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität im urbanen Umfeld beizutragen und Prozesse des städtischen Miteinanders zu stimulieren. Der Urban Intervention Award Berlin gliedert sich in zwei Kategorien: Built (ein realisiertes Bauprojekt) und Temporary (ein realisiertes temporäres Projekt). Die Auszeichnungen würdigen Projekte, die einen substantiellen Beitrag zur Neudefinition, Wiederbelebung und Aufwertung innerstädtischer Quartiere leisten und Vorbildcharakter haben. Das gilt für die Umwandlung und Umnutzung alter Bausubstanz, für Neubauten und temporäre Projekte.

Mehr Informationen findet man auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

*NB

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Operation 030 – Sofortmaßnahme 07

Passend zum Thema „Urinieren im öffentlichen Raum“ haben wir noch kurz eine Sofortmaßnahme unserer Diplomarbeit Operation 030 ausgegraben. Diese Sofortmaßnahmen sollten direkt und schonungslos auf verschiedene Gegebenheiten im Berliner Leben aufmerksam machen und keine Lösungen für diese Problemfelder (auch nicht als solche konzipiert) sein, sondern eher Fragezeichen im öffentlichen Raum.

Maßnahme 07: öffentliches WC

Langzeitstudien im Stadtraum haben ergeben, daß ca. 52% der männlichen Bevölkerung nicht über die Möglichkeit verfügen, ihren Harndrang aufzuhalten, bis sie eine geschlossene Örtlichkeit erreicht haben.
Deshalb werden in Berlin (und sicher auch bald in anderen europäischen Städten) gern besuchte Anlaufstellen auch offiziell in öffentliche WCs umgewandelt.

*SR

Subversive Street Art von Vinchen

photo by Vinchen

photo by Vinchen

Wir stehen der subversiven alternativen Street Art ja schon länger nahe – die „Sofortmaßnahmen“ in unserer Diplomarbeit „Operation 030“ beweisen das anschaulich. Hier noch ein bißchen mehr davon, in diesem Fall von Street Artist Vinchen:

via designyoutrust

*SR

Obdachlosenschlafplatz

Thematisch passend zum vorletzten Post sei noch auf eine der Sofortmaßnahmen aus der „Operation 030“ (unserer Diplomarbeit) hingewiesen.

Die Sofortmaßnahmen sollen direkt und schonungslos auf verschiedene Gegebenheiten im Berliner Leben aufmerksam machen. Sie sind keine Lösungen für diese Problemfelder (auch nicht als solche konzipiert), sondern eher Fragezeichen im öffentlichen Raum, die grundsätzlich damit spielen, was existiert und was gesehen, was bezeichnet und was geschönt wird.Die Sofortmaßnahmen geben Anstoß, neu über soziale Aufgaben und bisherige Lösungsansätze nachzudenken und bieten (zumindest den gedanklichen) Freiraum, selbst kreativ zu werden.

Maßnahme 04: Obdachlosenschlafplatz

Damit der unbesehene Spaziergänger seine müden Beine nicht aus Versehen auf der Bettstatt eines Obdachlosen ausruht, werden diese Schlafplätze unter freiem Himmel gesondert markiert.

»In das Stadtbild einer prosperierenden glitzernden Metropole, das Touristen und Investoren gleichermaßen anziehen soll, passen Elend und Armut nicht.«

Zitat: Maria da Silveira Lobo, „Wasteland Tours”. In: Regina Bittner (Hrsg.),
Die Stadt als Event – Zur Konstruktion urbaner Erlebnisräume. Frankfurt/Main 2001, S. 46

*SR

Aktion Sorgenkind Berlin

Hier noch eine kleine Ergänzung zum DUMMY Berlin: Im Artikel „Nichts da – Ein Lob der Armut“ geht es um die finanzielle Armut Berlins. Das Thema erfreut sich seit vielen Jahren andauernder Aktualität. Wir haben bereits 2003 in unserer Diplomarbeit „Operation 030“ einige Alternativen zum ewigen Lamentieren aufgezeigt. Nicht wundern, damals gab es noch Sozialhilfe und kein Arbeitslosengeld II aka Hartz IV. Hier nun ein Ausschnitt:

02…Aktion Sorgenkind Berlin

Aus der Not geboren, ist die Aktion Sorgenkind Berlin vor allen Dingen eine Gegenmaßnahme zur derzeitigen Jammerstimmung, in der der chronische Geldmangel (nett ausgedrückt) Berlins das Thema Nr. 1 ist. Bei den (berechtigten) Sorgen um Schulden- berge und Einsparungsmaßnahmen geraten Ideen und Visionen, die für eine positivere Entwicklung stehen könnten, ins Abseits. Aktion Sorgenkind Berlin zeigt, wie man unwissentlich bereits sein Beitrag zur Schuldenbeseitigung leistet bzw. diesen Einsatz auf unkomplizierte Weise um ein Vielfaches erhöhen kann, und sich so guter Stimmung und schulterklopfend an der Haushaltssanierung unserer geliebten Stadt beteiligen kann. Um das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben besser einschätzen zu können, werden alle Beträge bei der Aktion Sorgenkind Berlin in Relation zum Standardsozialhilfesatz gesehen, der zur Zeit 293 Euro für einen Alleinstehenden beträgt. Die hinten mit einem Sternchen* versehenen Angaben sind aus dem Statistischen Jahrbuch für Berlin 2002, herausgegeben vom Statistischen Landesamt Berlin. Weiterlesen