Schlagwort-Archive: recycling kunst

Trash Chic Vol.6 – Sayaka Ganz

Die Japanische Künstlerin Sayaka Kajita Ganz ist immer auf der Suche nach verwertbarem Müll für ihre feinen Skulpturen. Altes Plastikbesteck, Spielfiguren, Metallstücke und anderes Ausrangiertes bekommen eine zweite Chance als Kunststück meist in Tierform.

„I only select objects that have been used and discarded. The human history behind these objects gives them life in my eyes,“ schreibt sie auf ihrer Seite. „My goal is for each object to transcend its origins by being integrated into an animal form that seems alive.“

via Superuse

*SR

Wilde Streetart zum Streicheln – furcoat recycling von neozoon

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NEOZOON ist ein loses Kollektiv von Künstlern aus Berlin und Paris, deren bevorzugtes Arbeitsmaterial alte Pelzmäntel sind. Diese werden zu Cut-Outs in Form von Wildtieren verarbeitet, danach  an öffentlichen Wänden befestigt und so im Großstadtdschungel wieder ausgewildert. Dazu ein Interview-Auszug vom Kunst-Blog.com:

Arbeitsgrundlage von NEOZOON ist das Verhältnis von Mensch und Tier in urbanen Lebensräumen. Wir begeben uns auf ein Art Spurensuche, um den Umgang einer modernen und großstädtischen Zivilisationsgesellschaft mit dem Tier zu erforschen. Dabei fällt vor allem die Abwesenheit ganzer Tiere auf, die meisten begegnen uns ja nur noch in Teilen! Der biologische Begriff Neozoon unterstreicht deswegen einen Fokus unserer Arbeit, nämlich diese Teile wieder zurückzuführen und sie anschließend „auszusetzen“ in der Hoffnung, dass sie sich dort etablieren. […]

Die Ortswahl unserer Klebeaktionen hängt von der Tierart ab, die wir aussetzen. Es kommt vor, das wir die Nähe historisch aufgeladener Plätze wählen, wie im Fall der Schafsherde. Sie klebte auf dem Weg ins ehemalige Schlachthof-Viertel La Villette in Paris. Die Bären unserer aktuellen Berlin-Aktion tauchen in unmittelbarer Nähe zu den lebenden Wappentieren auf, die dort seit Generationen in einem Zwinger leben – ein Beispiel für das schizophrene Verhältnis des Menschen zum Tier.

Das ganze Interview ist -> hier zu lesen.

via kunst-blog.com

*SR


Trash Chic Vol.5 – Telekommunikation unter Schafen

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Noch vor ein paar Jahrzehnten waren graue Wählscheibentelefone mit Schnur sehr verbreitet – um nicht zu sagen, es gab kaum andere. Und obwohl es jetzt eine beinahe absurde Auswahl an Telefonen gibt, hat das alte, graue Telefon mit der „gelockten“ Schnur seinen analogen Reiz nicht verloren.

Im Frankfurter Kommunikationsmuseum konnte man bewundern, wie der Französische Künstler Jean-Luc Cornet seiner Faszination für die archaischen Telekommunikationsrelikte Ausdruck verliehen hat – in Form von Schafen. Die Farbe passt, die Struktur der Schnur ähnelt verblüffend der von Schafswolle und die Beine sind mal einfach der Knaller!
Und da starren sie einen nun gleichzeitig an, die veraltete Technik und das Tier. Und das Wahltelefon als Symbol steht, nicht ganz unähnlich der idyllisch grasenden Schafherde, für die  gute alte Zeit, als die Welt noch in Ordnung war. Mäh.

via inhabitat & toxel

*SR

Viele gute Gründe für einen Besuch am Moritzplatz

Noch ist es öfter schön als fies draussen – also raus aus der Bude, rin in die urbane Stadtnatur! Und wo isses da am schönsten? Richtich, am Moritzplatz.

Nicht nur weil S.W.W.S.W. da zu finden ist, sondern auch wegen der wunderbaren Prinzessinnengärten. Und dies nicht nur, wegen des gemütlichen Gartencafés/Biergartens, sondern auch wegen des kürzlich dort errichteten vagabundierenden Baumhaus-Zirkus-Restaurant-Kunstprojektes von Tony Hornecker namens „The Pale Blue Door – The Garden“.

Wenn Tony Hornecker auf Reisen geht, dann schliesst er nicht einfach seine blassblaue Londoner Wohnungstür hinter sich, sondern er schmeisst sie zusammen mit einem Haufen Werkzeug und seiner Crew in einen alten Ford Transit und nimmt sie mit. Irgendwo wird dann halt gemacht, das Lager aufgeschlagen, Sperrholz, Bestuhlung und Dekor von der Strasse aufgesammelt und ein vagabundierendes Hüttendorf gebaut. So auch im Prinzessinnengarten. Hier eröffnet “THE PALE BLUE DOOR – THE GARDEN” in 7 Baumhäusern und 7 Séparées am Donnerstag, den 12.8 – der Nacht, in der die meisten Sternschnuppen zu sehen sein werden. Als Extra sorgt ein Getränkelift für den Nachschub aus dem Gartencafé.

Der Getränkelift ist allerdings eine kleine Sensation. Drum auf, auf zum Moritzplatz!

via Prinzessinnengarten

*SR

Trash chic! Vol 1 – Mario Caicedo-Langer

Mario Caicedo-Langer kommt aus Bogota, Kolumbien, und er macht Skulpturen, Requisiten, Spielzeug, Accessoires und andere seltsame Sachen, mit gewöhnlichen, recycelten und wiederverwendeten Materialien (Banausen würden sagen Müll), wie Deo-Deckeln, Computer-Teile  und alles, was er auf dem Flohmarkt  und der Straße so findet – mit ganz famosem Ergebnis, wie wir finden!

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via Superuse

*SR

Recycling von Tonträgern

Soundwave

Soundwave

„Sound Wave“ ist eine Recycling-Skulptur ausgestellt in der Brooklyn Academy of Music in New York. Aus alten zusammengeschmolzenen Platten wurde ein schwarzer Wellenberg geformt nur unterbrochen durch farbige Labels.

Steht auf dem Hof der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Quelle: Flickr

Steht auf dem Hof der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Quelle: Flickr

Das ist eine Form der Wiederverwertung überalterter Tonträger oder aber die oben abgebildete Variante der Plattenkugel – ganz chic, aber auch nicht gerade platzsparend. Hier nun ein paar dekorative Inspirationen zur Umnutzung der guten Stücke zum Selberbasteln. Wer jetzt keine alten Platten mehr mit fragwürdiger musikalischer Qualität zuhause rumfliegen hat, der findet auf jedem gut sortierten Flohmarkt eben solche für schmales Geld. Und bei Instructables gibt es auch passende Bauanleitungen.

Vinyl-Nachttischlämpchen (funktioniert auch mit Energiesparlampe)

Vinyl-Nachttischlämpchen (funktioniert auch mit Energiesparlampe)

Vinyl-Notizbuch (z.B. zum Notieren der persönlichen Top 1000)

Vinyl-Notizbuch (z.B. zum Notieren der persönlichen Top 1000)

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PET Project – Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Miwa Koizumi zaubert aus schnöden gebrauchten PET-Flaschen wunderbare neue Unterwasserwelten:

„I love the idea of using liquid containers to make water animals. Contained/containing, trash/not-trash, like the jelly-fish or anemone: Living/non-living
And I wanted some pets…“

Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

Photo by Miwa Koizumi

*SR

Art of Skateboard von Harumaki und Hirosher

Harvest by Haroshi

Skateboards sind Verschleissobjekte – und doch sind sie in ihrer kurzen Lebenszeit ihren Besitzern so ans Herz gewachsen, daß diese sich oft nicht von ihren alten (kaputten) Decks trennen können. So sammelten sich auch bei dem Künstler- und Skaterduo Harumaki und Hirosher bald eine beachtliche Zahl geliebter aber nutzloser Skateboarddecks. Kreative Geister, wie es die beiden nun mal sind, haben sie ihre alten Lieben in Kunstobjekte verwandelt und in alle erdenklichen neuen Formen gebracht. Künstlerisches Recycling in meisterliche Umsetzung – aber seht selbst:

*SR